Im Gefängnis gezwungen, jeden Tag Wattestäbchen herzustellen

Während eine 77-jährige Frau wegen ihres Glaubens inhaftiert bleibt, sehnt sich ihre 98-jährige Mutter nach ihrer Rückkehr.

Frau Zhu Ruimin war am 11. Oktober 2014 von den Polizisten Jiang Yuandong und Jiang Mingfu mitten auf der Straße ergriffen worden. Die Polizei zielte auf sie ab, weil sie sich weigerte, das Praktizieren von Falun Gong aufzugeben [1]. Ihr Haus wurde Stunden später durchsucht.

Die Polizei entließ sie noch am selben Tag, nachdem sie die erforderliche ärztliche Untersuchung zur Inhaftierung nicht bestanden hatte.

Acht Monate später, am 3. Juni 2018 teilte ihr das Bezirksgericht Xishi der Stadt Yingkou mit, dass sie zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden sei. Frau Zhu legte Berufung ein, aber das Mittlere Gericht der Stadt Yingkou behielt das ursprüngliche Urteil bei.

Daraufhin wurde Frau Zhu am 12. Januar 2016 in das Gefängnis von Dabei in der Stadt Shenyang eingeliefert. Seitdem ist sie gezwungen, dort jeden Tag Q-tip Wattestäbchen herzustellen.

Frau Zhu's Rente wurde kurz nach ihrer Verhaftung ausgesetzt. Ihre Mutter, die bei ihr wohnt, war durch ihre Verhaftung so traumatisiert, dass sie krank wurde. Sie ist bettlägerig und benötigt intravenöse Ernährung.

1] Falun Gong ist ein spiritueller Kultivierungsweg, der vom kommunistischen Regime in China seit 1999 verfolgt wird.

 

Chinesische Version

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