Folter und Misshandlungen im Frauengefängnis Heilongjiang

Das Frauengefängnis Heilongjiang in der Stadt Harbin ist seit Beginn der Verfolgung von Falun Gong im Jahre 1999 eine zentrale Einrichtung für die „Umerziehung“ von Praktizierenden. Wenn sie sich standhaft weigern, ihren Glauben an Falun Gong aufgeben, werden sie verschiedenen Formen von Folter und Misshandlungen ausgesetzt.

Gegenwärtig hält das Gefängnis mindestens 270 Praktizierende fest.

Nachstehend berichten wir von einer neu inhaftierten Praktizierenden, sowie von den Foltermethoden und Misshandlungen im Allgemeinen.

Frau Wang Yanqiu

Frau Wang aus dem Bezirk Acheng in Harbin wurde am 7. Februar 2018 verhaftet und in das Frauengefängnis Heilongjiang gebracht. Da sie sich standhaft weigert, ihren Glauben aufzugeben, muss sie täglich auf einem kleinen Hocker sitzen.

Fast einen Monat lang wurde Frau Wang vielen verschleierten Formen der Folter ausgesetzt. So wurde sie zum Beispiel gezwungen, eine Toilettenrolle zwischen ihren Beinen zu halten, während sie auf dem kleinen Hocker saß. Sie wurde geschlagen, wenn sie die Toilettenpapierrolle fallen ließ.

Um die Rolle halten zu können, musste sie viel Kraft aufwenden, wodurch ihr ganzer Körper schmerzte. Sie bekam mehrmals Krämpfe in den Händen und Füßen und fiel zu Boden.

Durch die Misshandlungen und die mangelhafte Ernährung verschlechterte sich Wangs Gesundheit rapide. Sie begann krampfhaft zu würgen, was zu einem ausgekugelten Kiefer führte. Stundenlang konnte sie ihren Mund nicht schließen und wurde schließlich ärztlich behandelt, als der Gefängnisleiter von ihrem Zustand erfuhr.

Frau Wang bekam während ihrer Haft keinen Besuch, da ihr Mann, der auch Falun Gong praktizierte, im damaligen Arbeitslager Linzi zu Tode gefoltert worden war.

Verschiedene Formen von Folter und Misshandlung

Die Wärter stiften regelmäßig Häftlinge dazu an, Falun Gong-Praktizierende zu misshandeln. Diejenigen, die die Befehle am grausamsten ausführen, erhalten Strafmilderung. Zwei solcher Häftlinge waren Lu Shuhua und Huang Liyan aus dem 9. Abteilung.

Sitzen auf kleinem Hocker

Wenn die Praktizierenden zum ersten Mal ins Gefängnis kommen, werden ihnen die Haare extrem kurz geschnitten und sie werden gezwungen, eine Gefängnisuniform zu tragen. Dann müssen sie mit den Händen auf den Knien auf einem kleinen Hocker sitzen.

Wenn man lange Zeit gezwungen wird, auf einem kleinen Hocker zu sitzen, der 10 cm x 20 cm misst, kann es zu Schmerzen, Schwindel und eitrigen Wunden kommen. Die Wunden können im Sommer von Maden befallen werden. Die Opfer dürfen sich nicht bewegen bzw. die Maden nicht entfernen.

Schlafentzug

Wenn die Praktizierenden sich weigern, auf ihren Glauben zu verzichten, wird ihnen 24 Stunden lang der Schlaf entzogen.

Auch werden sie gezwungen, sich Propagandavideos anzusehen, die Falun Gong und seinen Gründer, Herrn Li Hongzhi, verleumden.

Schläge und Bewegungseinschränkung

Während andere Gefangene frei herumlaufen und sprechen dürfen, ist es den Praktizierenden strengstens verboten, sich zu bewegen oder zu sprechen. Auch müssen sie einen strengen Zeitplan für den Gang zur Toilette und zum Waschen einhalten.

Diejenigen, die erfolgreich „umerzogen“ wurden, werden danach von den Gefangenen genau beobachtet und können jederzeit geschlagen werden.

Zwangsarbeit

Praktizierende werden im Gefängnis gezwungen, Zwangsarbeit zu leisten. Wenn sie zu schwach sind, um zu arbeiten, müssen sie auf einem kleinen Hocker sitzen.

An der Verfolgung beteiligte Personen:

Sun Jiujie, Wärter: +86-451-86639099

Shi Genghui, stellvertretender Wärter: +86-451-86639088 (Büro), +86-138-04541111 (Mobil)

Wang Cao, stellvertretender Wärter: +86-138-36135666

Chinesische Version

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