Gericht verabsäumt Vorankündigung – zwei Frauen ohne Rechtsbeistand verurteilt

Zwei Frauen aus der Stadt Qingtongxia wurden im März 2018 ohne Rechtsbeistand verurteilt. Sie standen vor Gericht, weil sie sich weigerten, Falun Gong [1] aufzugeben. Das örtliche Gericht hat ihre Familien erst Stunden vor Beginn der Anhörung informiert. Die Verteidiger waren also nicht in der Lage, zum Anhörungstermin zu kommen.

Frau Wang Hongyan und Frau Zhang Xiuying wurden am Ende der Anhörung zu zwei Jahren bzw. ein Jahr Gefängnis verurteilt.

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Es ist nicht das erste Mal, dass die beiden Falun Gong-Praktizierenden für ihren Glauben ins Visier genommen wurden. Ihre erste Verhaftung fand am 30. November 2016 statt, als Frau Wang während der Besorgungen draußen festgenommen wurde und Frau Zhang in jener Nacht von zu Hause weggebracht wurde. Beide Frauen wurden in das Untersuchungsgefängnis Wuzhong gebracht. Nach ungefähr einem Monat wurden sie gegen Kaution freigelassen.

 

Wang Hao, ein Staatssicherheitsbeamter von Qingtongxia, rief Frau Wang und Frau Zhang mehrmals an und forderte sie auf, Berichte über ihre Gedanken zu Falun Gong zu schreiben. Der Beamte später tauchte bei Frau Zhang auf, um sie zu bedrohen. Frau Zhang sagte, sie wisse nicht, wie man solche Berichte schreibt, und er sagte ihr, sie solle einigen Vorlagen folgen.

 

Frau Wang und Frau Zhang wurden am 18. Oktober 2017, als der 19. Kongress der Kommunistischen Partei stattfand, getäuscht und in das städtische Untersuchungsgefängnis Wuzhong gelockt. Einen Monat später wurden ihnen formelle Haftbefehle ausgestellt und im März 2018 wurden sie verurteilt.

[1] Falun Gong ist ein buddhistischer Kultivierungsweg, den Herr Li Hongzhi im Jahr 1992 in China verbreitet hat. Er verbreitete sich rasant und viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praxis – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral erhöhen und ihre Gesundheit verbessern. Falun Gong wird in China seit 1999 durch das kommunistische Regime grausam verfolgt.

Chinesische Version

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