Appell an die Menschen im In- und Ausland: „Fordert die Freilassung für Frau Che!“

Frau Che Pingping aus Weizigou, eine 45-jährige Hochschullehrerin, wurde am 26. Januar 2018, nur drei Monate nach ihrer Entlassung, von Beamten der Polizeiwache Dongcheng verhaftet. Es ist das achte Mal, dass Frau Che verhaftet wurde, weil sie Falun Gong praktiziert. Sie wird im Untersuchungsgefängnis Weizigou festgehalten.

Frau Che Pingping

Viele Freunde von Frau Che haben die Gründe für ihre Verhaftung in Frage gestellt. Sie vermuten, dass die Polizei versucht, die Tatsache zu vertuschen, dass Frau Che bei ihrer vorigen Verhaftung so schwer gefoltert worden war, dass sie auf dem rechten Auge erblindete. Sie machen sich Sorgen um ihre Sicherheit und appellieren an die Menschen im In- und Ausland, sich zu äußern und ihre Freilassung zu fordern.

Das Schweigen brechen

Frau Wang Huilian, eine Falun Gong Praktizierende, die Frau Che kennt und es geschafft hat, aus China zu fliehen, war traurig über die Nachricht. Wenn sie Ches lächelndes Gesicht auf dem Bild betrachtet, fragt sie sich, ob jemand sie an den Neujahrsfeiertagen im Gefängnis besucht hat, da ihre einzige Schwester streng überwacht wird. Es ist jetzt sehr kalt in Changchun und sie hofft, dass ihr jemand ein paar warme Kleider bringt. Sie hat Angst, dass diese bereits abgemagerte Frau in einem katastrophalen Zustand endet.

Es gibt ein altes Sprichwort: „Das Böse siegt, wenn gute Menschen schweigen.“

Frau Wang entschied sich, aufzustehen und Frau Che zu verteidigen. Sie nahm den Hörer in die Hand und rief das Untersuchungsgefängnis in Changchun an. Sie wollte die Täter wissen lassen, dass jeder auf der Welt sie beobachtet.

Nachstehend sind Frau Wangs Erinnerungen an Frau Che.

Hilfe, als die Zeiten hart waren

Frau Che trat 1997 zum ersten Mal in mein Leben, als ich die Hochschule beendete und mit einem akuten Fall von rheumatischem Fieber zu kämpfen hatte. Als sie sah, wie unglücklich ich war, stellte sie sich vor und plauderte mit mir. Ich konnte sehen, dass sie wirklich besorgt war.

Sie erzählte mir, dass Falun Gong heilende Kraft hat und schlug mir vor, es zu versuchen.

Im Gegensatz zu mir, die auf der Jagd nach Ruhm und Profit war, schien sie von diesen Begriffen unberührt zu sein. Sie wirkte immer friedlich und glücklich, ihre Ruhe gab mir ein unglaubliches Gefühl, so wie ich es von den Mädchen nebenan in meinem Schlafsaal gewohnt war. Sie waren auch Praktizierende. Sie waren immer fröhlich und säuberten freiwillig die Badezimmer.

Obwohl sie mir von Falun Gong erzählt hatte, lernte ich sie erst nach Beginn der Verfolgung in 1999 besser kennen, da wir uns öfter sahen.

Besuch im Arbeitslager

Ich wurde 2004 in einem Zwangsarbeitslager festgehalten. Ihre Bemühungen, mich „umzuerziehen“ intensivierten sich noch vor den Weihnachtstagen. Um für Dafa einzustehen und Widerstand zu leisten, rief ich: „Falun Dafa ist gut!“ obwohl ich wusste, dass ich am nächsten Tag dafür verprügelt werden würde.

Zu meiner Überraschung geschah das aber nicht. Stattdessen durfte ich einen Besucher empfangen – es war Frau Che.

Grundsätzlich ist es einem unkooperativen Häftling untersagt, Besucher zu empfangen. Ich wusste, dass Frau Che ihren Einfluss genutzt haben musste, um mich zu sehen. Ihr Besuch hat mich sehr aufgemuntert und mir ungeheuren Trost, Kraft und Ermutigung gegeben. Am nächsten Tag besuchte sie mich wieder, mit einigen anderen Praktizierenden zusammen.

Sie ist ein Mensch, der riskieren würde, selbst verhaftet zu werden, um jemand anderem zu helfen.

Ich wusste damals nicht, dass Frau Che allen bewusst gemacht hatte, dass ich gefoltert wurde, indem sie es der Minghui-Website meldete. Daher riefen viele Menschen an, um ihre Besorgnis über meine Sicherheit zum Ausdruck zu bringen. Innerhalb des Arbeitslagers war ich überrascht, dass die Wärter mich nach ihrem Besuch nie geschlagen haben.

Frau Che suchte viele einflussreiche Personen auf, um zu versuchen, mich freizubekommen. Ich wurde schließlich zwei Monate nach Ablauf meiner 18-monatigen Haftzeit entlassen.

Frau Ches frühere Verhaftungen

Frau Che wurde zum ersten Mal verhaftet, weil sie sich 1999, als die Verfolgung begann, für Falun Gong ausgesprochen hatte. Die Verhaftung verschlimmerte die Krankheit ihres Vaters und er starb im Alter von 58 Jahren.

Sie wurde erneut verhaftet, bevor sie im Mai 2005 einen Job in Singapur annehmen konnte. Ihre Mutter starb im Oktober, kurz nach der Verhaftung.

Im Winter 2005 nahm man sie zum dritten Mal fest, weil sie ihren Schülern von den Qualen erzählt hatte, die ihre Familie erlitten hatte. Die vierte Verhaftung führte dazu, dass sie gelähmt wurde, als sie beim Versuch zu fliehen, aus ihrer Wohnung fiel.

Frau Che wurde im Dezember 2007 zum fünften Mal im Haus eines Freundes verhaftet. Sie wurde freigelassen, nachdem sie in den Hungerstreik getreten war und kurz vor dem Tod stand. Im September 2009 wurde sie zum sechsten Mal verhaftet. Sie ging in den Hungerstreik und wurde brutal zwangsernährt.

Am 23. Oktober 2013 wurde Frau Che zum siebten Mal verhaftet und nach einem geheimen Prozess im Jahr 2015 zu vier Jahren Haft verurteilt. Sie erlitt schwere Folterungen und ging in eine Reihe von Hungerstreiks. Sie wurde am 17. Oktober 2017 entlassen.

Verantwortliche Personen für die Verfolgung von Frau Che:

Wang Xiaoming (王晓明), Leiter des Arbeitslagers Weizigou: +086-431-8459-2051

Song Janguo (宋建国), Beamter der Polizeiwache Dongzhaoyang: +086-15568895423

Wang Yihong (王毅洪), stellvertretender Leiter des Untersuchungsgefängnisses Nr. 4 in Changchun: +086-431-8416-2707

Chinesische Version

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