Todesmeldung: Nach acht Jahren Haft stirbt die Falun Gong-Praktizierende im Alter von 58 Jahren

Frau Se Guirong aus der Kleinstadt Hanjiayuan wurde häufig festgenommen und verhaftet, weil sie Falun Gong praktizierte. Nachdem sie insgesamt acht Jahre inhaftiert und gefoltert worden war, starb sie im Alter von 58 Jahren am 23. Januar 2018, sechs Monate nach ihrer letzten Entlassung aus dem Gefängnis.

2013: Verurteilung zu vierjähriger Haftstrafe

Ein Jahr nach ihrer Freilassung wurde Frau Se am 21. Mai 2013 erneut verhaftet, weil sie einem Taxifahrer Falun Gong Informationsmaterial gegeben hatte. Der stellvertretende Polizeichef Xue Kejiu und der Leiter der Staatsicherheitsabteilung Song Yu verhafteten sie und schlugen sie noch in der Öffentlichkeit, bevor sie zur Polizeibehörde gebracht wurde.

Der Leiter der Staatsicherheit nahm sich Frau Ses Schlüssel und plünderte zweimal ihre Wohnung, während niemand zu Hause war. Die Polizei beschlagnahmte ihre elektronischen Geräte, Schmuck sowie Falun Gong-Materialien. Sie weigerten sich, den Besitz zurückzugeben oder eine Liste der beschlagnahmten Gegenstände vorzulegen.

Frau Se wurde anschließend im Untersuchungsgefängnis Huma gefoltert. Sie wurde vom Gericht in Hanjiayuan zu vier Jahren Haft verurteilt, wo sie bis zu ihrer Freilassung am 20. Mai 2017 oftmals gefoltert wurde.

2008: Zu vier Jahren Haft verurteilt

Ein Dutzend Polizisten von der Hanjiayuan Polizeistation brachen in Frau Ses Wohnung am Abend des 27. Juli, einige Tage vor den Olympischen Spielen 2008 in Peking, ein. Sie verhafteten sie und plünderten ihre Wohnung.

Das Bezirksgericht Huma verurteilte Frau Se zu vier Jahren im Frauengefängnis Heilongjiang. Sie wurde einer Gehirnwäsche unterzogen und musste Propagandavideos, die Falun Gong verleumdeten, ansehen. Die Wärter misshandelten sie verbal und zwangen sie, stundenlang zu arbeiten.

2000: Sechs Monate inhaftiert

Frau Se wurde im Februar 2000 verhaftet und sechs Monate lang in einer Haftanstalt gefoltert, weil sie sich weigerte, ihren Glauben aufzugeben. Sie wurde zur Zwangsarbeit gezwungen und einer Gehirnwäsche unterzogen.

Familie schikaniert und überwacht; Wohnung geplündert

Seit Beginn der Verfolgung von Falun Gong durch die Kommunistische Partei schikanierten die lokalen Behörden Se und ihre Familienangehörigen immer wieder. Die Beamten überwachten die Familie, durchsuchten ihre Wohnung, erpressten Geld von ihnen und setzten oft Drohungen und Beleidigungen ein.

1996: Frau Se wird gesund und arbeitsfähig – ein Segen für die ganze Familie

Frau Se Guirong litt früher unter Schwindel, Nierenproblemen und gynäkologischen Erkrankungen. Sie konnte nicht arbeiten, und ihre monatlichen Krankenhausrechnungen forderten einen schweren Tribut von ihrer Familie. Nachdem sie 1996 mit dem Praktizieren von Falun Gong begonnen hatte, erholte sie sich von ihren Krankheiten und konnte wieder zur Arbeit zurückkehren.

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