Brutales Vorgehen gegen vierköpfige Familie auf Polizeistation

Die Polizei in der Stadt Hutai, Provinz Liaoning, hat die 73-jährige Frau Gao verhaftet, weil sie Informationsmaterial über Falun Gong öffentlich verteilt hat.

Als Frau Gaos Familie zur Polizeistation ging, um ihre Freilassung zu beantragen, wurden sie illegal festgenommen, körperlich angegriffen und bedroht. Das Folgende ist der Bericht ihrer Tochter über das, was auf der Polizeistation passiert ist.

Persönlicher Bericht

Meine Mutter kam am Abend des 11. Januar 2018 nicht nach Hause. Mein Vater, mein älterer Bruder und ich gingen zur Polizeistation, um uns nach ihrem Verbleib zu erkundigen. Der diensthabende Beamte fragte, ob sie persönliche Überzeugungen habe. Mein Vater sagte, dass sie Falun Gong praktizierte, und er auch. Sofort kamen mehrere Beamte und schoben meinen Vater in ein anderes Zimmer und schlossen die Türe ab. Die Polizei legte meinem Bruder Handschellen an und nahm ihn mit, um unser Haus zu durchsuchen. Mich ließen sie in der Polizeistation warten.

Die Polizei kam mit meinem Bruder eine Stunde später zurück. Die Beamten schleppten ihn in ein Büro. Ich hörte Geräusche von Schlägen und Schreien. Ich war sehr besorgt und versuchte, mich in den Raum zu drängen.

Fünf Beamte hielten mich fest und fesselten meine Hände hinter meinem Rücken. Sie konfiszierten meine Autoschlüssel und fingen an, mir ins Gesicht zu schlagen. Einer griff nach meinen Haaren und schlug meinen Kopf gegen den Boden.

Es tat schrecklich weh und ich schrie "Polizeibrutalität". Ein Polizist setzte sich auf meinen Rücken und zog gewaltsam an meinen Haaren. Ein stechender Schmerz ging durch meine Brust und ich begann zu zittern und hatte Atembeschwerden. Ich schaffte es, ihnen zu sagen, dass ich ein Herzproblem hatte, und erst dann hörten sie auf, mich zu schlagen.

Sie setzten mich auf einen Stuhl in ein Zimmer mit meinem Bruder. Ich war in Tränen aufgelöst und habe nach meinen Eltern gefragt. Ich beschuldigte sie, mich geschlagen zu haben. Sie erwiderten, dass ich keine Beweise habe und beschuldigten mich, Polizeibeamte angegriffen und verflucht zu haben, und sagten mir, dass sie "alles auf Band" hätten. Als ich sie bat, das Video von mir, einer Frau, zu zeigen, die mehrere große Männer schlug und sie verfluchte, warnten sie mich, still zu sein.

Meine Finger fingen an, taub zu werden, und mein Herz tat weh. Ich zitterte unkontrolliert und flehte die Polizei an, mein Geld zu nehmen und mir Nitroglycerin in einer Apotheke zu kaufen. Der Beamte, der hinter mir stand, verspottete mich. Er bedeckte mein Gesicht mit seinem Mantel und erstickte mich fast. Er schlug mir auf den Hinterkopf und warf mich vom Stuhl. Sie zogen mich zurück auf den Stuhl und steckten mir zwei Pillen unbekannter Herkunft in den Mund.

Als sie meinen Bruder und mich verhörten, fragten mich die Polizisten, warum ich Falun Gong nicht praktiziere. Ich sagte ihnen, dass ich Buddhistin sei, was sie scheinbar befriedigte. Mein Bruder hatte nicht so viel Glück; sie schlugen ihn mit einem Gürtel und schlugen ihm ins Gesicht und drohten, ihn nackt in die Kälte zu sperren. Sie drohten auch damit, uns aus der Stadt zu vertreiben und unser Haus wegzunehmen.

Nach einer Reihe von Verhören wurden wir drei gegen Mitternacht entlassen.

Am nächsten Tag, am 12. Januar, trafen mein Vater und ich auf der Straße auf die Polizei. Sie haben das Handy meines Vaters konfisziert. Als ich an diesem Abend zur Polizeistation ging, ließen sie mich viele unbekannte Dokumente und eine Quittung unterschreiben, bevor ich das Telefon zurückbekommen konnte.

Meine Mutter wurde an diesem Tag in eine Haftanstalt verlegt. Ich habe meine Mutter nur einmal gesehen und durfte nicht mit ihr reden.

Am 14. Januar sagte mir die Polizei, ich solle 2.000 Yuan als Kaution für die Freilassung meiner Mutter mitbringen. Wir bezahlten die Kaution in bar, bekamen aber keine Quittung. Meiner Mutter ging es vor ihrer Verhaftung gut. Jetzt waren ihre Augen geschwollen und tränten. Sie erzählte uns, dass sie viele Schläge ertragen mußte.


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