Europäische Konferenz zum Erfahrungsaustausch in Paris: "Sich wahrhaftig kultivieren"

Meinen tiefsten Dank an den Meister und Falun Dafa!

 

Dank an den Meister! Dank an die Mitpraktizierenden!!

 

Mein Name ist David. Ich bin ein Praktizierender aus Spanien, der das Fa vor über vier Jahren erhalten hat. Bevor ich mit der Kultivierung anfing, litt ich am Ischias-Syndrom und intensiven Schmerzen im unteren Rücken. Deshalb konnte ich nachts nur bis zu vier Stunden am Stück schlafen. Außerdem hatte ich noch einige andere Beschwerden. So konnte ich keine zehn Minuten gerade stehen, ohne dass es nicht sofort einen stechenden Schmerz in meinen Fußsohlen gab. Ich war ständig in einer trauriger und melancholischen Stimmung und wollte schon nicht mehr leben. Es ergab alles keinen Sinn mehr. In solch einem Zustand begann ich, schlechten Gewohnheiten nachzugehen. Zum Beispiel rauchte und trank ich regelmäßig und nahm immer wieder Drogen aller Art. Auf diese Weise verlor ich den Bezug zu meiner Familie. Obwohl ich mir mit einigen Behandlungen helfen ließ, viele spirituelle Schriften las und allerlei Meditationspraktiken ausprobierte, half das alles nicht. Im Gegenteil, meine Situation verschlimmerte sich noch weiter.

 

Doch eines Tages änderte sich alles. Ich las im Internet, dass ein Meister in China ein Qigong an die Öffentlichkeit gebracht habe, das sich Falun Gong oder Falun Dafa nannte. Scheinbar konnte es jeder praktizieren. Es bestand aus Lehrmaterial und Übungen, außerdem gab es alle Materialien kostenlos im Netz. Ich sagte mir, dass es sowieso nichts mehr zu verlieren gäbe.

 

Nachdem ich Falun Gong zwei Wochen lang praktiziert hatte, waren alle meine Leiden verschwunden. Ich suchte auch wieder den Kontakt zu meiner Familie. Übrigens: Unser Verhältnis ist nun fantastisch. Während der letzten vier Jahre haben sich sowohl mein körperlicher als auch mein geistiger Zustand immer wieder gravierend verbessert. Ich weiß, dass ich mich nicht gebührend bei Meister Li für all das bedanken kann, was er für mich getan hat. Dennoch bin ich zu der Einsicht gelangt, dass ich meinen Dank zum Ausdruck bringen kann, indem ich noch gewissenhafter auf dem Kultivierungsweg voranschreite und die drei Dinge noch besser mache. Ich fühle, dass ich diese Kultivierungsgelegenheit, die uns der Meister gegeben hat, besser nutzen und dem Meister noch besser bei der Errettung der Lebewesen beistehen sollte. Denn so etwas wird sich in der ganzen Geschichte nicht noch einmal wiederholen.

 

Ich möchte nun einige meiner Kultivierungserfahrungen mit euch teilen in der Hoffnung, dass wir unserem Versprechen treu bleiben und die drei Dinge in dieser letzten Zeitspanne der Fa-Berichtigung noch besser machen können. Ich mache mir ernsthaft Gedanken darüber, dass alle Dafa-Jünger es schaffen werden, zu ihren ursprünglichen Orten zurückzukehren, wenn die Zeit reif dafür ist.

 

Noch mehr aufrichtige Gedanken, um noch mehr Lebewesen zu erretten

 

Vor fast einem Jahr kam ich in an einen Punkt, an dem ich verloren zu sein schien. Es schien, als würde nichts mehr funktionieren, und das obwohl ich mich oberflächlich kultivierte und verbesserte, zu den vier globalen Uhrzeiten aufrichtige Gedanken aussendete, im Alltag die Menschen über Falun Gong und die Verfolgung informierte und in einigen Projekten Verantwortung übernommen hatte. Aber ich spürte keine Begeisterung mehr und erfüllte meine Aufgaben routinemäßig. Da wurde mir immer klarer, dass ich, obwohl ich mich formal noch kultivierte, die Eigensinne und Begierden nicht wirklich losgeworden war. Vielmehr hatte ich mich darauf konzentriert, meine Projektarbeit als Dafa-Jünger gut zu machen. Ich bemerkte, dass meine Eigensinne und Begierden so stark geworden waren, dass sie mich vom konzentrierten Fa-Lernen abhielten. Ich verhielt mich nur oberflächlich wie ein Dafa-Jünger. In Wirklichkeit waren meine Gedanken nicht nur unaufrichtig, sie waren sogar richtiggehend schlecht. Mit der Ausrede, etwas für Dafa zu tun, hatte ich die Kultivierung außer Acht gelassen, sodass mein Hauptbewusstsein schwächelte.

 

Ich las nicht viel Fa, denn die Projekte für Dafa beanspruchten meine Zeit und meine Kraft. Plötzlich fiel mir auf, wie ein Wort während des Lesens im Zhuan Falun herausstach – das Wort „wirklich“. Ich fühlte, dass der Meister mir mit Geduld und Barmherzigkeit etwas sagen wollte. Er erklärte mir damit, dass ich mich „wirklich“ kultivieren und veredeln musste, dass ich meine Eigensinne „wirklich“ loswerden sollte und mich erst dann „wirklich“ befreien könnte.

 

Als ich nach innen schaute, entdeckte ich, dass ich über die Arbeit mit meinen Projekten vergessen hatte, mich nach „Zhen-Shan-Ren“ zu kultivieren – ich kultivierte mich nicht wahrhaftig. Obwohl es auf der Oberfläche den Anschein hatte, dass ich sehr viel Arbeit für Dafa machte, hatte ich während meiner Aufgaben und der Koordination meine Eigensinne gefüttert und meinen Begierden freien Lauf gelassen.

 

Zunächst einmal verlängerte ich die Lesezeit und las Jingwen in der Hoffnung, einen Ausweg aus meiner Situation zu finden. Dann merkte ich erneut, dass der Meister mich auf etwas aufmerksam machte. Auf etwas, worüber ich mich andauernd mit den Mitpraktizierenden austauschte und das ich für selbstverständlich hinnahm. Der Meister betonte immer wieder, dass wir das Fa lernen, das Fa mehr lernen und das Fa gut lernen sollen. Unabhängig von unserer Lebenssituation und egal, ob wir Zeit übrig haben oder nicht: Ein Dafa-Jünger muss das Fa viel und gut lernen. Der Meister hat uns auch erklärt, dass wir, sobald ein scheinbar unlösbares Problem auftaucht, uns hinsetzen und das Fa lernen sollen und dabei trotzdem noch unseren Pflichten nachkommen müssen.

 

Zu jener Zeit lebte ich in einem Haus gemeinsam mit anderen Dafa-Praktizierenden. Am Morgen sandten wir zuerst aufrichtige Gedanken aus, dann alle fünf Übungen und lasen anschließend eine Lektion im Zhuan Falun. Doch dann bemerkte ich, dass ich nicht aufmerksam las, weil ich müde war und mir Sorgen um die Projektarbeit machte. Daher entschied ich, mehr zu lesen und las nach dem Mittagessen gleich noch eine Lektion und nachts dann noch eine weitere. Ich gab mir auch mehr Mühe zu verstehen, was ich eigentlich las. Danach bemerkte ich, wie sich meine Xinxing erhöhte und sich alles änderte.

 

Natürlich, bevor sich alles veränderte, ging ich durch einen Prozess, der schmerzhaft war und in dem ich nicht mehr fühlen und sehen konnte. Hinzu kam der Kampf gegen die Müdigkeit und vieles mehr. Erst danach kam das heilige Gefühl von Großartigkeit und Schönheit und manchmal wird mir jetzt beim Lesen auch das immense Fa des Kosmos gezeigt. Viele Mitpraktizierende haben sich auf diese Weise verändert und erhöht. Dieses Gefühl ähnelt dem, das man während der Meditation im Doppellotussitz hat. Ganz am Anfang, wenn man mit dem Praktizieren anfängt, verspüren viele von uns für einige Tage ein Gefühl der Angst. Es ist der Gedanke daran, dass wir früher oder später eine Stunde lang aufrecht sitzen und meditieren und die fürchterlichen Schmerzen während der Begleichung des Karmas erleben werden.

 

Aber sobald wir Vertrauen haben und sich unsere Xinxing erhöht, fangen auch unser Konzentrationsvermögen und die Hingabe an zu wachsen. Dann erfahren wir die Schönheit der Leere und wollen uns weiter verbessern. Es fängt immer mit bitteren Schritten in der Dunkelheit an. Wenn man es nicht mehr aushalten kann und man keine Hoffnung mehr sieht, wenn man es vor Langeweile kaum mehr aushält und nicht weiß, ob man stark genug ist, um weiterzumachen, genau dann verändert sich die Situation komplett.

 

Der Meister hat im Zhuan Falun gesagt:

 

„Bei den wirklichen Schwierigkeiten oder beim Überwinden des Passes versuch es einmal. Wenn es schwer zu ertragen ist, versuch doch mal, es zu ertragen; wenn es unmöglich erscheint oder man glaubt, dass es nur schwer möglich ist, versuch es mal und schau, ob es tatsächlich unmöglich ist oder nicht. Wenn du das wirklich schaffen kannst, wirst du finden, dass wirklich wieder Licht am Horizont erscheint!"

 

Dies half mir sehr dabei, erneut die Berichte zum Erfahrungsaustausch auf der Minghui-Website zu lesen. Obwohl ich zuerst dachte, sie seien etwas für die neuen Praktizierenden, bemerkte ich beim Lesen, dass das nicht stimmte. Ich konnte viele Eigensinne finden, die ich bis dahin noch nicht aufgespürt hatte, und sie dann mit der Wurzel herausziehen. Mir helfen auch das hohe Verständnis und die Ansichten der anderen Praktizierenden, die auf dem Fa basieren, wenn ich Problemen begegne. Bis zum heutigen Tage haben mich die Einsichten der anderen beeinflusst. Alles, was ich im Netz lese, ermutigt mich weiterzugehen.

 

Mein Wandel hat vor einem Jahr eingesetzt und immer noch lese ich drei Lektionen am Tag und lerne am Abend Abschnitte aus dem Zhuan Falun auswendig. Im Rückblick kann ich sagen, dass ich mit längerem Fa-Lernen plötzlich Zeit hatte, Erfahrungsberichte von Minghui zu lesen und an neuen Projekten teilzunehmen, obwohl ich diese Zeit vorher nicht gehabt hatte. Gleichzeitig zeigte ich mich verantwortlicher gegenüber dem Dafa und meiner eigenen Kultivierung. Als ich begann, mehr Fa zu lernen, wurde mein Geist klarer, mein Hauptbewusstsein wurde stärker und meine Xinxing erhöhte sich. Außerdem kann ich nun viel tiefer nach innen schauen, wenn ein Konflikt auftaucht. Ich bemerke, dass sich meine Gespräche mit den Menschen über die wahren Umstände und meine Teilnahme an Hongfa-Projekten wahrnehmbar verbessert haben. Ich habe auch aufgehört, nach anderen zu schauen und mich mit ihnen zu vergleichen. Jetzt messe ich mich nur noch am Fa.

 

Jedoch muss ich aufpassen, dass ich nicht formal handle. Wenn ich meine eigene Kultivierung und die Errettung der Lebewesen so behandele, als würde es sich dabei um gewöhnliche Jobs handeln und ich dabei noch die Anerkennung der Mitpraktizierenden suche, befeuert das alle möglichen Eigensinne. So kann ich dem Meister nicht bei der Fa-Berichtigung helfen und auch nicht heimkehren.

 

Nach einer radikalen Wende in meiner Kultivierung auf Grund meines längeren und aufmerksameren Fa-Lernens habe ich viel Interessantes erlebt, das ich gerne mit euch teilen möchte, um die Mitpraktizierenden zu ermutigen.

 

Den Anschein von Schläfrigkeit und Müdigkeit durchbrechen

 

Ich hatte gehört, dass einige Praktizierende morgens schon gegen 5 Uhr aufstanden, um aufrichtige Gedanken und die 5 Übungen zu machen. Am Anfang konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich das täglich machen könnte, obwohl ich es im Rahmen gewisser Projekte schon geschafft hatte.

 

Zum Glück lebte ich mit anderen Praktizierenden zusammen, die mir halfen und mich ermutigten, wenn ich sehr müde war. Und so schaffte ich es allmählich, jeden Tag früh aufzustehen. Wir sandten also aufrichtige Gedanken aus, machten alle 5 Übungen und lasen danach eine Lektion im Zhuan Falun. Mit der Zeit wurde das ganz normal für mich. Es gab da auch keine Ausreden mehr, egal wann ich ins Bett gegangen war oder wie sich mein Zustand zeigte.

 

Das heißt aber auch wiederum nicht, dass mich Schlaf und Müdigkeit nicht mehr quälten und leiden ließen. Es kommt oft vor, dass mein Körper stark schmerzt, er sich schwach anfühlt oder beim Aufwachen ganz steif ist, sodass ich nicht einmal mehr normal laufen kann. Das mentale Leiden ist jedoch nicht unbedingt schwächer. Es übertrifft das körperliche Leiden sogar noch. Jeder Gedanke zielt darauf ab, mich wieder ins Bett gehen zu lassen. Manchmal sind meine Nerven ernsthaft angegriffen. Dann erinnere ich mich daran, dass ich auf dem richtigen weg bin und dass es nichts zu fürchten gibt, denn der Meister kümmert sich um alles. Dabei merke ich, wie leicht meine aufrichtigen Gedanken entstehen, wenn ich das Fa viel und gut gelernt habe. Mit der Zeit habe ich Folgendes herausgefunden: Wenn ich die aufrichtigen Gedanken nicht gleich morgens mache, finde ich tagsüber Ausreden, um nicht die aufrichtigen Gedanken aussenden zu müssen. Die Ausreden können dann auch am nächsten Tag auftauchen und so werden sie leicht zu einer Gewohnheit. Mir ist klar, dass dies ein Weg der Veredelung ist, doch wenn man kein Gong veredelt, kann man seinen Körper nicht umwandeln und die Vollendung nicht erreichen.

 

Der Meister erklärt in „Falun Gong – Der Weg zur Vollendung“:

 

„So verlangt unser Dafa sowohl die geistige Kultivierung als auch die körperlichen Übungen. Die geistige Kultivierung hat Vorrang vor den körperlichen Übungen. Wenn man nur die Übungen praktiziert, ohne die Xinxing zu kultivieren, vermehrt sich die Kultivierungsenergie nicht. Wenn man sich aber nur geistig kultiviert, ohne die Übungen zu praktizieren, wird die Kultivierungskraft ebenfalls gehemmt. Außerdem kann der Benti nicht geändert werden.“

 

Ich erinnere mich auch daran, dass ich eines Morgens extrem erschöpft und voller Schmerzen war. Während der zweiten Übung hörte ich plötzlich, wie ein Körper auf den Boden krachte. Ich erwachte und lag auf dem Boden. Es war mein eigener Körper gewesen, den ich fallen gehört hatte. Ich stand auf, ohne genau einordnen zu können, was geschehen war noch wo ich mich befand. Noch nicht einmal an meinen Namen konnte ich mich erinnern. Ich wusste nur, dass ich Dafa kultivierte, und so setzte ich die zweite Übung fort. Ich hatte während des Sturzes nicht einen Kratzer abbekommen.

 

Vor allem aber fühlte sich mein Körper sehr leicht an und eine scheinbar absolute und beruhigende Leere war in meinem Geist. Ich erinnere mich, dass mein Herz sehr heiter war. Ich zweifelte nicht einen Moment daran, dass der Meister uns immer beschützt. Nach und nach kehrte ich wieder in meinen normalen Geisteszustand zurück. Als ich die fünf Übungen beendet hatte, dachte ich nicht weiter darüber nach. Im Anschluss las ich dann eine Lektion aus dem Zhuan Falun.

 

Kurz nach dem Lesen überfielen mich Schläfrigkeit und Müdigkeit und suggerierten mir, mich für ein Nickerchen noch einmal ins Bett legen zu sollen, bevor ich zur Arbeit ging. Dieser Gedanke ließ mich einfach nicht los. Ich hätte fast nachgegeben, schaffte es jedoch schließlich, stark zu bleiben, denn ich war auf der Arbeit früh mit jemandem verabredet und wollte demjenigen helfen. Auch, damit er gerettet wurde. Obwohl meine Erschöpfung ihren Höhepunkt erreicht hatte, raffte ich mich auf und ging zur Arbeit. Weil die Müdigkeit so unbeschreiblich groß war, entwickelte ich schlechte Gedanken. Zum Beispiel den, dass ich viele Tage nur sehr wenig geschlafen hätte; es doch normal sei, ein bisschen zu schlafen, nur ein bisschen; dass es weder logisch noch sinnvoll wäre, gegen die Müdigkeit zu kämpfen. Auch, dass sich alles zum Guten verändern würde, sobald ich nur ein wenig schliefe usw.

 

Ich hielt stand, obwohl der mentale und physische Druck stärker wurden. Da begann ich, das Lunyu zu rezitieren, um meine Müdigkeit und die niedrigen Geister zu vertreiben, doch es half nicht. Ich beschloss, im Geiste aufrichtige Gedanken auszusenden. Sobald ich damit anfing, spürte ich einen Ruck durch meinen Körper gehen, als würde mein Körper geteilt, und jeder meiner Muskeln spannte sich. Ich sendete weiter aufrichtige Gedanken aus. Zur gleichen Zeit stärkte ich meine angespannten Muskeln. Ich versuchte, die Balance zu halten, obwohl mein Körper vollkommen angespannt war – bis sich in einem Augenblick alles änderte. Ich fühlte, wie eine betäubende Explosion durch meinen Körper und Geist ging, der einige Schockwellen folgten. Im Bruchteil einer Sekunde streckte sich mein Körper und gewann die Kontrolle über meinen Körper zurück. Plötzlich fühlte sich mein ganzer Körper ausgeruht und frisch an. Mein Geist war völlig klar und friedlich und im Herzen spürte ich Ruhe und Freude. An diesem Morgen hatte ich den Anschein von Schläfrigkeit und Müdigkeit durchbrochen. Dann ging ich ruhig zur Arbeit.

 

Ein Gedanke entscheidet über den guten oder schlechten Ausgang der Sache

 

An einem Nachmittag war ich in einem wichtigen Industriegebiet einer größeren Stadt unterwegs. Ich klapperte Unternehmen für Unternehmen ab, damit sie Werbepartner für Medienprojekte der Praktizierenden werden konnten. Obwohl das kalte Wetter biss und der Wind peitschte, ließ ich mich davon nicht weiter stören und ging einfach weiter. Seit dem Beginn meiner Kultivierung und der Mitarbeit in Projekten weiß ich, dass der Meister alles erledigt und er es ist, der den Weg bahnt, um die Lebewesen zu erretten. Ich bin nur der, der den Weg geht und redet.

 

Als ich aus dem ersten Unternehmen herauskam, fing es an zu regnen und viele üble Gedanken fluteten meinen Kopf. Ich fühlte mich davon so überwältigt, dass ich nur schwer atmen konnte. Im Herzen fing ich an, mich zu beschweren. Ich fühlte mich frustriert und hilflos im Angesicht der zusätzlichen Schwierigkeit. Hinzu kam ein Gefühl des Ärgers und der Ungerechtigkeit, sodass ich unausgeglichen war. Der Druck im Kopf wurde riesig. Ich dachte, dass ich die Kälte und den Wind aushalten könnte, doch der Regen war zu stark. Ich dachte, ich könnte mich doch den Firmenleitungen nicht tropfnass vorstellen. Ich hatte nicht einmal einen Regenschirm dabei. Ein weiteres Problem bestand darin, dass die Wege von Unternehmen zu Unternehmen sehr lang waren. Diese Gründe hörten sich für mich nachvollziehbar und stimmig an. Innerhalb von Sekunden hatte ich mir selbst den Weg abgeschnitten und wollte heimgehen.

 

Doch dann nahm ich all meine Kräfte beisammen. Ich beruhigte mich wieder, hörte auf, mich in die Situation hineinzusteigern, und begann zu laufen. Während des Laufens sendete ich aufrichtige Gedanken aus. Als der Regen meine Jacke und meine Hosen durchnässte, dachte ich: „Wenn ich weitermache, ist der Regen keine große Sache.“ Es ist nur ein weiterer Test, um zu sehen, ob ich der Anforderung gewachsen bin und meine Aufgabe gut erledige. Ich betrat das nächste Unternehmen, fand den richtigen Ansprechpartner und alles verlief sehr gut – niemand kümmerte sich um meine nasse Kleidung.

 

Als ich wieder heraustrat, hatte es immer noch nicht aufgehört zu regnen. Ich wurde ungeduldig und mein Verlangen, nach Hause zu gehen, wurde stärker denn je. Ich sandte nochmals aufrichtige Gedanken aus.

 

Plötzlich übernahm mein Hauptbewusstsein. Ich wurde ganz ruhig und obwohl ich ohne Schirm im Regen stand und mir die Sache aussichtslos erschien, stieg ein Gedanke in meinem Herzen auf: „Kann ein einfacher Regenschauer einen Dafa-Jünger davon abhalten, das zu tun, was er zu tun hat?“

 

Im Nu änderte sich die Situation. Es regnete noch, doch es war mir nun völlig egal, ob es regnete oder nicht. Das einzig Wichtige war, meine Aufgabe zu erfüllen. Nun fühlte sich mein Körper leicht an. Ich lief nicht mehr geduckt, weil ich auch keine Angst mehr vor dem Regen hatte. Ich spürte Frieden mit allem, was mich umgab, und lief ohne Sorgen im Kopf weiter. Ich fühlte eine unbeschreibliche Freude im Herzen und realisierte, was für ein Glück es war, die Arbeit für Dafa machen zu dürfen.

 

Der Meister sagt im Zhuan Falun:

 

„Wir sagen, Gutes oder Schlechtes entspringt einem einzigen Gedanken, der Unterschied in diesem einzigen Gedanken bringt auch unterschiedliche Folgen mit sich.“

 

Es regnete den ganzen Nachmittag weiter. Ich jedoch lief weiter von Unternehmen zu Unternehmen und sendete dabei fortwährend aufrichtige Gedanken aus und rezitierte Abschnitte aus dem Fa. Und wenn ich mal etwas mehr zu laufen hatte, hörte ich mir die Audio-Aufnahmen vom Meister an. Ich konzentrierte mich darauf, meine Arbeit gut zu erledigen. Manchmal schaute ich auf meine Jacke herunter, die ganz nass war, die Hose und die Schuhe auch. Doch wenn ich eine Weile weiterging, fühlte ich, dass sie schon ganz trocken waren. Ich fand es wundersam, dass der Regen mein Gesicht und meine Hände einfach nicht berühren konnte. Er traf nur meine Kleidung, meine Haare waren auch etwas nass. Nach zweieinhalb Stunden, in denen ich aufrichtige Gedanken ausgesendet und im regen gelaufen war, hatte ich alle Firmen besucht und ging heim, um dort gemeinsam mit den anderen zusammen das Fa zu lernen. Auf dem Rückweg fiel ein Tropfen aus meinen Haaren herab. Er erinnerte mich daran, wie lange ich im Regen unterwegs gewesen war. Und dann fiel mir noch auf, das weder meine Sachen noch meine Schuhe nass waren, noch nicht einmal der Hosensaum sah feucht aus.

 

Als ich zu Hause zu Abend aß, erinnerten ich mich daran, dass ich über sieben Stunden lang nichts gegessen und nichts getrunken hatte. Danach lernte ich das Fa und konnte mich konzentrieren. Als wir gemeinsam lasen, bemerkte ich, dass ich sehr darauf bedacht war, meine eigene Stimme und meine Betonung zu hören. Ich hielt mich für standhafter und besser, doch dann ging mir auf, dass dies nicht dem Fa entsprach. Als ich nach innen schaute, fühlte ich die Großartigkeit von Dafa und spürte wahre Barmherzigkeit für jeden einzelnen meiner Mitpraktizierenden im Herzen. Ich spürte, wie viele Eigensinne wie beispielsweise der Kampfgeist und Geltungssucht von der Energie der Gruppe aufgelöst wurden.

 

Nach dem Gruppen-Fa-Lernen widmete ich mich für einige Stunden einem anderen Projekt im Internet. Außerdem verlängerte ich die Zeit des Aussendens der aufrichtigen Gedanken beim letzten globalen Aussendetermin auf eine halbe Stunde, da ich tagsüber nicht so gut aufrichtige Gedanken aussenden konnte. Wenn ich stärkere aufrichtige Gedanken aussende, kann ich mich beim Fa-Lernen besser konzentrieren und so dem Meister besser helfen, die Lebewesen zu erretten.

 

Bei Konflikten das Gedankenkarma beseitigen

 

Nachdem ich viele Konflikte mit Mitpraktizierenden gehabt hatte, konnte ich einfach nicht nach innen schauen. Ich schaute immer auf die Fehler der anderen und nie auf ihre Tugenden.

 

Das ging so weit, dass ich alarmiert darüber war, die Handlungen und Worte der Mitpraktizierenden würden Projekte gefährden, wenn nicht sogar den Dafa-Körper insgesamt.

 

Der Meister hat auf der Fa-Erklärung in Singapur erklärt (1998):

 

„Wie kannst du dich dann erhöhen, wenn du dir keine Mühe für dein eigenes Herz gibst, sondern im Außen und die Mängel bei den anderen suchst? Die anderen haben sich verbessert, du hast die Mängel der anderen aufgezeigt und sie haben sich nach oben kultiviert, du aber bleibst immer noch da, wo du bist. Deshalb sage ich euch, wenn irgendein Konflikt aufgetreten ist und du dich im Herzen nicht wohl fühlst, sollst du die Ursachen bei dir selbst suchen; die Ursachen liegen garantiert bei dir.“

 

Ich verstehe es so, dass der Meister die Konflikte benutzt, um uns zu helfen, nach innen zu schauen und uns zu verbessern. Aber einige Gedanken sind so tief verwurzelt, so schwer zu erkennen, dass sie mich dazu bringen, im Außen zu suchen und andere zu beschuldigen, sobald ein Konflikt auftaucht. Das wird sogar noch schlimmer, wenn ich von der Arbeit frustriert bin oder auf dem Kultivierungsweg nicht vorankomme. Diese Gedanken scheinen von einer anderen Ebene herzurühren. Sie scheinen unantastbar zu sein und über sie darf nicht diskutiert werden. Basierend auf diesen Gedanken entstehen dann neue Gedanken, denn die ersteren Gedanken haben sich schon für lange Zeit festgesetzt und unser Denken geformt. Sie scheinen richtig und nützlich zu sein. Doch sie wurzeln alle im Egoismus. Und der Egoismus nährt meine zahlreichen Eigensinne.

 

Es ging sogar so weit, dass ich die Eigensinne nicht beseitigen konnte, obwohl ich sie durch das Fa-Lernen und Lesen der Erfahrungsberichte auf Minghui erkannte. Obwohl ich wusste, dass diese Gedanken nicht dem Fa entsprachen, konnte ich sie einfach nicht loswerden. Auch wenn ich sie als etwas betrachtete, das nicht zu mir gehörte, kamen sie immer und immer wieder. Sie versuchten sogar, meine Emotionen zu steuern, und zwangen mich, wieder in menschliches Verhalten zu verfallen und so meine Eigensinne und Begierden zu verstärken.

 

Obwohl ich mich täglich bemühte, sie zu beseitigen, nahmen die Konflikte mit den Mitpraktizierenden nicht ab. Hinzu kamen einige körperliche Beschwerden, weil ich das Gedankenkarma nicht loswurde.

 

Eines Tages, ich saß gerade am Computer, erschien mir plötzlich der Gedanke, es würde mir helfen, im Detail niederzuschreiben, was dieses Gedankenkarma umfasste, das mir so unzerstörbar vorkam. Also schrieb ich:

 

„Meine verborgensten Gedanken sind diejenigen, die mir suggerieren, dass jemand es nicht mehr wert ist – dass, sobald diese Person etwas Unangebrachtes gesagt hat oder unangemessen gehandelt hat, diese Person schon nutzlos, ja, wertlos sei. Einfach jemand, dem ich nicht vertrauen kann, jemand ohne Rückgrat, und dass ich nichts mehr auf die Meinung dieser Person zu geben brauche; dass solche Leute nicht klar sind und nur Probleme machen und ihre Eigensinne riesig sind. Umgekehrt zeigt so jemand aber gerade mir meine Unzulänglichkeiten auf.“

 

Nachdem ich dies auf dem Computer niedergeschrieben hatte, belästigte mich diese Sache nicht mehr, denn das Gedankenkarma hatte sich fast komplett aufgelöst, war jedenfalls extrem wenig geworden. Danach wurde mein Verhältnis zu den Mitpraktizierenden wieder gut, da ich diesen Konflikt nicht mehr in mir trug.

 

Es ist nur ein einfacher Erfahrungsbericht und doch habe ich nach dem Schreiben bemerkt, dass ich anderen plötzlich zuhören kann, ohne dass Gedanken und Eigensinne auftauchen. Ich habe auch nicht mehr das Bedürfnis, unbedingt meine Meinung kundtun zu müssen, wenn ich mit anderen rede und meine, sie verbessern zu müssen. Ich habe auch aufgehört, mich um eine intelligente Antwort zu bemühen, wenn ich zuhöre. Der Fashen des Meisters hat viel von dem Gedankenkarma weggenommen. Ich kann anderen nun mit ruhigem Herzen zuhören und etwas von ihnen lernen. Ich schätze meine Mitpraktizierenden mehr, was eigentlich heißt, dass ich mich selbst schätzen kann.

 

Ich weiß nicht, wie ich meine Dankbarkeit für all das zeigen kann, was der Meister mir gegeben hat. Ich hoffe nur, dass ich mich noch schneller verbessere, so dass ich meinen Mitpraktizierenden und meiner lokalen Gruppe mehr helfen kann und damit besser bei der Errettung der Lebewesen behilflich sein kann.

 

Dank an den Meister! Dank an die Mitpraktizierenden!

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