Europäische Konferenz zum Erfahrungsaustausch in Paris: "Den Sinn des Lebens gefunden"

Ich Grüße den verehrten Meister,

Ich grüße die Mitpraktizierenden.

Ich wurde im März 1999 geboren und bin nun 18 Jahre alt.

Ich erhielt und erkannte Dafa schrittweise. Ich hatte über meine Mutter davon erfahren, die damals die Übungen von einer Praktizierenden im Park des Schlosses von Méry-sur-Oise lernte. Dieser Park ist sehr grün und hat eine angenehme Atmosphäre, ideal, um mit solch einer Praktik zu beginnen. Meine Mutter hatte Dafa durch einen Freund kennengelernt und war sehr gespannt. Als sie das Zhuan Falun las, war sie fasziniert von dem Inhalt und fand dort Antworten auf viele Fragen. Sie schien seitdem glücklicher. Eines Tages schlug sie mir vor, doch im Park mitzumachen. Ich zögerte ein wenig, weil mir das noch fremd war, aber da ein Freund bereit war, sich uns anzuschließen, nahm ich an und wir gingen alle zusammen dorthin. Dies war 2014.

Wir gingen in den Park und ich fing an, die Übungen zu lernen. Ich fühlte rein gar nichts. Aber die Dame, die uns lehrte, war sehr wohlwollend. Es dauerte dann auch ein ganzes Jahr, bis ich das Zhuan Falun zu Ende gelesen hatte. Bevor ich das Buch gelesen hatte, glaubte ich an nichts - ich hatte gerade mal die vage Hoffnung, dass es Gottheiten gibt. Traditionelle Religionen haben mir nichts gesagt. Als ich das Buch fertig gelesen hatte, versuchte ich mich zu zwingen, an das zu glauben, was darin stand. Ich war nicht ganz davon überzeugt, aber seltsamerweise wollte ich wirklich daran glauben. Ich dachte, ich bräuchte etwas Zeit, um das alles zu verdauen und zu akzeptieren. Trotzdem war ich froh, eine neue Sichtweise für das Leben erhalten zu haben.

Und so verging ein weiteres Jahr, es war inzwischen 2016. Eines Tages, ich weiß nicht mehr, wie ich von dem erfuhr, was man „Fa-Berichtigung“ nennt. Ich wusste nicht wirklich, was es ist, und so habe ich mich auf der Minghui-Webseite eingeloggt. Das hat mich umgehauen. Ich erkannte, dass andere Lebewesen von uns abhängig sind und ein Praktizierender die Wahrheit erklären und die drei Dinge tun sollte, um Lebewesen zu erretten. Das war ein Schock! Was ging da vor sich? Ich erkannte, dass ich unendlich viel gelernt hatte, nicht nur über die Welt, sondern auch über den Himmel! Ich wusste nicht, ob ich an all das glauben sollte, und dann sagte ich mir: „Erstmal eine Minute darüber nachdenken ... Wenn das alles wahr wäre und du nichts getan hättest, würdest du dich dann nicht schrecklich fühlen?“

Der Lehrer sagte in „Was ist ein Dafa-Jünger”:

„Hinter jedem Teilnehmer stehen gigantische Gruppen von Lebewesen. Kein Lebewesen und kein Mensch ist einfach. Alle vertreten gigantische Gruppen von Lebewesen, die sie hinter sich haben. Wenn ein Mensch erlöst wird, werden alle Lebewesen hinter ihm, die er vertritt, auch erlöst. Denn die Menschen auf der Welt, die heutigen Menschen waren meistens Könige im Himmel, die in die Welt heruntergekommen und als Menschen geboren wurden.“ (29.08.2001)

Genau zu diesem Zeitpunkt, zwei Jahre nach dem Erhalt des Fa, beschloss ich, die drei Dinge fleißig zu tun und meine Eigensinne zu beseitigen.

Für mich persönlich sah ich den besten Weg, um die Menschen aufzuklären, darin, Flyer in die Briefkästen zu werfen. Ich hatte das Gefühl, als hätten alle Leute, die in meiner Nähe lebten, eine starke Schicksalsverbindung mit mir, als wären sie vielleicht in einem anderen Leben meine Familienmitglieder gewesen. Fast jedes Wochenende und während der Schulferien stand ich im Morgengrauen auf, um Flyer in die Briefkästen zu werfen. Zuerst wollte ich nicht, dass die Leute mich sahen, deshalb stand ich sehr früh auf, noch vor 5 Uhr, also im Stockdunkeln. Meine Eltern waren damit einverstanden. So ging im Licht der Strassenlaternen allein zu Fuß im Dunkeln und hatte auch keine Angst, da ich zehn Jahre lang Karate gemacht hatte. Es war sehr angenehm für mich, von der Ruhe der Nacht umgeben zu sein, in der mich nur die Sterne beobachteten. So genoss ich es sogar, allerdings fühlte ich, dass es nicht genug war: Ich musste meine Angst loslassen, dabei gesehen zu werden.

Also begann ich, Flyer an die Leute auf der Straße zu verteilen. Das war anfangs ziemlich schwierig, ich wollte nicht, dass die Leute mit mir redeten oder Fragen stellten, ich war noch nicht soweit. Damals wusste ich nicht viel über die Situation in China und ein Gespräch über den Inhalt der Flyer zu führen, war jenseits meiner Vorstellungskraft. Ich wollte nur Menschen erretten und wusste, dass die Flyer das können. Darüber zu sprechen, war einfach zu hart, zu hart für mich. Wie auch immer, niemand hatte mich damals beim Verteilen behelligt oder Fragen gestellt. Ich denke, das verdanke ich dem breiten Lächeln auf meinem Gesicht.

Ich versuchte, meine 11. Klasse mit einer kurzen Präsentation aufzuklären. Außerdem wollte ich die Lehrer aufklären, indem ich ihnen des öfteren Flyer in ihre Postfächer legte und ihnen manchmal sogar selbst aushändigte. Als ich in der 12. Klasse war, legte ich einen Stapel Flyer in der Schulbibliothek aus, damit jeder sie sehen konnte, in der Hoffnung, dass sie einen Blick darauf werfen würden. Ich konnte mich allerdings nicht überwinden, ihnen die Flyer direkt auszuhändigen. Mein Zeitplan war in diesem Jahr der beste unter all den Schülern; ich hatte nicht so viel Unterricht, und ich glaube, dass dies von unserem verehrten Meister so arrangiert worden war. So hatte ich Zeit, um zwischen den Unterrichtsstunden Flyer in die Postfächern zu verteilen.

2017 nahm ich am französischen Minghui-Treffen teil und traf dort ganz außergewöhnliche Menschen. Es half mir, mich weniger isoliert zu fühlen, denn ich hatte bis dahin nicht gewusst, dass es so viele Praktizierende in Frankreich gibt. Wir klärten zum ersten Mal die Menschen auf einem Marktplatz über Falun Dafa und dessen Verfolgung auf und ich schaffte es, eine Diskussion zu diesem Thema zu führen und Fragen zu beantworten.

Ich möchte mit einer lustigen Anekdote abschließen. Ich versuchte, das Lunyu auswendig zu lernen und ging irgendwann dabei spazieren. Ich schaute zum Himmel auf, die Sonne ging langsam unter und ich sah eine Wolke in Form eines hochstehenden Daumens. Sofort sah ich das als persönliche Ermutigung. Das hat mich dann doch zum Lachen gebracht.

Dank an den verehrten Meister, Dank an euch alle.

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