Erfahrungsaustausch-Konferenz in Wien: Offenheit und Klarheit der Vortragenden berühren die Teilnehmer

Die Konferenz zum Erfahrungsaustausch für Falun-Dafa-Praktizierende wurde am 3. September 2017 in Wien, Österreich, durchgeführt. 15 Praktizierende berichteten von ihren Erfahrungen und Erlebnissen, die sie in der Kultivierung mit Falun Dafa erlebt haben und wie es Ihnen dabei ergangen ist. Auch ganz neue Lernende hatten über Erfahrungen mit der Kultivierung im Alltag, in der Familie und im Beruf berichtet.

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Kinder stören die Kultivierung – ein Prozess des Nach-innen-Schauens

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Die junge Mutter Nathalie erzählte davon, dass sie relativ lange eine Anschauung und falsches Verständnis über den Umgang mit ihrer kleinen Tochter hatte. Sie reagierte genervt, wenn das Kind während des Aussendens von aufrichtigen Gedanken aufwachte und sie während der Viertelstunde unterbrach. Ebenso wurde sie ärgerlich, wenn sie bei den Übungen von der Tochter unterbrochen wurde. Anstatt nach Innen zu schauen, entwickelte sie eine Anschauung, dass es sie störte. Nathalie erzählte, dass sie sich gemütlich und in Ruhe kultivieren wollte und eine fleißige Falun-Dafa-Praktizierende sein wollte.

Der Meister erklärt im Zhuan Falun:

Ganz gemütlich praktizieren? Wo gibt es denn so etwas? Das denkst du aus der Sicht eines alltäglichen Menschen.“ (Hauptwerk Zhuan Falun, Lektion 4, Die Xinxing erhöhen)

Erst ungefähr 2 Jahre später erkannte sie, dass es nicht ihre Tochter war, die sie störte. Nathalie konnte endlich nach Innen suchen und entdeckte dabei viele Anschauungen und Angewohnheiten, wie der Hang zur Gemütlichkeit, Faulheit, Müßiggang und die Lust auf Schlafen. Als sie weitersuchte, entdeckte sie noch ihren Kampfgeist, Geltungssucht und Kontrollsucht. Durch diese Erkenntnis löste sich sofort die Enge in ihrem Herzen auf und ihr Leben wurde wieder einfacher und harmonischer. Sie verstand jetzt, dass ihre Tochter ihr nur dabei geholfen hatte, die falschen Ansichten zu erkennen und zu beseitigen.

Nachsicht üben und verzeihen lernen

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Brigitta ist eine neue Lernende und berichtete darüber, wie ihr Weg zu Falun Dafa führte und wie die Kultivierung ihr half, verzeihen zu lernen.

Durch die Trennung von ihrem Lebensgefährten erlebte sie eine schwere Krise. Sie war zu der Zeit sehr verletzt und gekränkt, sie spürte starke Bitterkeit und hatte Selbstzweifel. Die Frage nach der Schuld wälzte sie hin und her, gleichzeitig war sie wütend und traurig. Überwältigt von diesen Emotionen, begann sie oft am Tag unerwartet zu weinen. Sie beschloss, mehr Klarheit in diese Situation zu bringen. Ein klärendes Gespräch mit dem ehemaligen Partner fand statt. Zum Abschied sagte er: „Vielleicht kannst du mir ja irgendwann einmal verzeihen.“ Dieser Satz brachte sie innerlich sofort in Aufruhr, sie konnte nicht verstehen, wie sie das jemals umsetzen sollte.

In der Zeit danach war sie in einem schlechten Zustand, durch das Unverständnis und die Haltlosigkeit war sie oft nicht in der Lage, etwas zu tun. Plötzlich fiel ihr Blick auf das kleine blaue Buch, das ihr Sohn ihr bereits vor einiger Zeit geschenkt hatte, mit dem Hinweis, dieses mindestens einmal ganz durchzulesen. Vor lauter Hektik hatte sie sich bis dato keine Zeit dazu genommen. Jetzt nahm sie das kleine Buch in die Hand und begann zu lesen. Brigitta erzählte: „Ehrlich gesagt verstand ich nicht viel von dem, was ich las. Ich verstand aber, dass es gut war und spürte, irgendwie kann es weitergehen!“

Sie war im christlichen Glauben erzogen worden und das Zhuan Falun gab ihr jetzt das Gefühl, eine konkrete Anleitung erhalten zu haben, wie man sich in dieser jetzigen Welt als ein guter und aufrichtiger Mensch verhalten könne. Ihre eigene Situation konnte sie nun aus einem neuen Blickwinkel betrachten, es hatte sie gestärkt und viele Antworten auf ihre offenen Fragen gegeben. Endlich konnte sie den Gedanken "was wäre, wenn ich so oder so gehandelt hätte" loslassen und spürte, wie sie nun wirklich von Herzen verzeihen konnte.

Kommunistische Faktoren in sich selber beseitigen

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Der Praktizierende Mircea ist vor vielen Jahren aus dem kommunistischen Rumänien ausgewandert und machte auf seinem Weg in den Westen einen Zwischenstopp in Ungarn. In der Zeit zwischen 1988-1989 hat er dort eine antikommunistische Organisation geleitet.

Als er irgendwann im Jahr 1999 über die Verfolgung von Falun Gong in China erfuhr, war das für ihn ein regelrechtes Déjà-vu. Er wollte nicht wahrhaben, dass ihm der Kommunismus wieder in die Quere kam. Als das Buch „Neun Kommentare über die kommunistische Partei“ herausgebracht wurde, stieg sein Kampfgeist gegen den Kommunismus wieder in ihm hoch. Seinem Verständnis nach sollte er gegen den Kommunismus angehen.

Immer mehr wurde ihm sein eigenes kämpferisches Vorgehen deutlich, auch im Verhalten der Leute um ihn herum erkannte er kommunistische Züge. Er begriff immer mehr, wie sozialistisch geprägt die Menschen, die Medien, viele Politiker und auch er selbst war und wie schädlich diese Faktoren für die menschliche Gesellschaft waren. Sein ganzes Wesen kämpfte gegen die kommunistischen Ansichten und gegen die Praktizierenden, die ähnliche Ansichten vorgebracht hatten.

Heftig hat er Praktizierende verurteilt, wenn sie vielleicht eher unwissend kommunistische Züge in ihren Worten und Ideen hatten. Immer wieder erkannte er sich selbst als der Mensch aus dem Jahr 1989 und nicht als einen Kultivierenden. Je mehr er kämpfte, desto schwächer fühlte er sich. Hass hegen und abwertend über andere denken – auch über die eigene Person, andere zwingend zu Erziehen versuchen – er war um nichts besser als sein Feind, der Kommunismus.

Im Frühling dieses Jahres verstand er beim Hören der Lektion des Meisters aus Guangzhou eine Passage. Er erkannte durch die Worte des Meisters, dass sich der Mensch nur aus seinem eigenen Herzen heraus ändern könne und man Menschen nicht mit Kontrolle und Zwang ändern könne. In diesem Moment begann die Veränderung in seinen Gedanken. Ihm wurde deutlich, dass sein Verhalten sogar oft genau entgegen der Prinzipien von Falun Gong war. Endlich konnte er sich von dem kommunistischen, kämpferischen Gedankengut befreien.

Nach der Konferenz wurde ein Gruppenfoto gemacht

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Resümee nach der Konferenz

Zwei langjährige Praktizierende nahmen die diesjährige Falun-Dafa-Austauschkonferenz in Wien als sehr inspirierend wahr und waren beeindruckt, mit welcher Offenheit und Klarheit auch über sehr sensible Situationen und Schwierigkeiten mit einem aufrichtigen Herzen berichtet wurde. Die Berichte erweckten bei den beiden Praktizierenden den Wunsch, einen eigenen Erfahrungsbericht zu verfassen.

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