Montag, 12. Juni 2017 - ein außergewöhnlicher Tag für Herrn Dong und seine Familie

Es waren acht Polizisten, die am jenem Montag vor der Haustür von Herrn Dong Chengfang, aus der Stadt Xilinhot, auf ihn warteten. Einer von ihnen war Li Fei (ein Polizist des Wohngebiets), die anderen sieben kamen von der Staatssicherheitsabteilung der Stadt. Sie durchsuchten seine Wohnung als niemand zu Hause war und beschlagnahmten ein Handy, einen Tablet-Computer und andere persönliche Gegenstände.

Als Dongs Frau nach Hause zurückkehrte, war ihre Wohnung ein absolutes Chaos. Die Polizisten nahmen sie fest und führten sie ab. Ihr wurde schwindelig, sie musste sich übergeben und konnte nicht mehr stehen. So setzten die Polizisten sie einfach an einem Bordstein ab und fuhren weg.

Herr Dong wurde durchsucht und zur Polizeibehörde gebracht, wo man ihn verhörte und bedrohte. Die Polizisten zwangen ihn, auf einem eisernen Stuhl zu sitzen. Sie fragten ihn, wo er gewesen sei und stellten gezielte Fragen nach bestimmten Orten.

Folterwerkzeug: Eisenstuhl

Die Polizisten legten Herrn Dong ein Dokument vor und befahlen ihm, es zu unterschreiben. Weil er den Inhalt des Dokuments nicht kannte, weigerte sich Herr Dong es zu unterzeichnen. Polizist Chen wies ihn an, anstelle einer Unterschrift zu schreiben: „weigerte sich zu unterzeichnen“.

Herrn Dongs Sohn und seine Tochter kamen sofort zur Polizeistation, als sie von der Verhaftung ihres Vaters erfuhren. Sie fragten die Polizisten, gegen welches Gesetz der Vater verstoßen habe. Die Beamten der Staatssicherheitsabteilung gaben keine rechtlichen Gründe an. Stattdessen bedrohten sie die beiden und drängten sie, eine Garantieerklärung im Austausch für seine Freilassung zu unterzeichnen. Danach wurde Herr Dong freigelassen.

Mehrere Wochen sind seitdem vergangen, Herrn Dongs Frau ist noch immer traumatisiert.

Trotz seines Martyriums bleibt Herr Dong dabei, dass das Praktizieren von Falun Gong legal ist. Er weiß, dass die Verfassung Chinas die Glaubensfreiheit garantiert. Daher ist die Unterdrückung von Bürgern aufgrund ihres Glaubens verfassungswidrig.


Chinesische Version


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