Köln: 25.08. bis 27.08.2017 – „30 Jahre Städtepartnerschaft Köln – Peking“

Menschenrechte einfordern durch Vertreter der Stadt Köln in Peking
 

Pressemitteilung: 09.08.2017

Seit dem Beginn der Verfolgung bis heute wurden in Peking 117 Falun-Dafa-Praktizierende zu Tode gefoltert

Vom 25.08. bis 27.08.2017 wird in Köln die 30-jährige Städtepartnerschaft von Köln und Peking gefeiert. „Feiern Sie, liebe Kölnerinnen und Kölner sowie Gäste unserer Stadt mit, wenn wir 30 erfolgreiche Jahre Städtepartnerschaft würdigen“, so heißt es auf der Webseite der Stadt Köln. Wir möchten dieses Ereignis zum Anlass nehmen, die Menschenrechte durch die Vertreter unserer Stadt Köln in Peking einzufordern. Die Grundlage für eine Städtepartnerschaft sollte auch die Einhaltung der grundlegenden Menschenrechte sein.

  • Seit dem Beginn der Verfolgung bis heute wurden 117 Falun-Dafa-Praktizierende in Peking zu Tode gefoltert
  • Die Gesamtzahl dokumentierter Todesfälle durch staatliche Folter in China: 4.119
  • 187 Festnahmen von Falun-Dafa-Praktizierenden in Peking im 1.Halbjahr 2017
  • Einzelfälle: Amnesty UA 140 in 2016 (Peking), UA 216 in 2017 (Provinz Hebei)

Am Samstag, 26.08.2017

von 11 – 17 Uhr Mahnwache auf der Domplatte in Köln
von 18 – 20 Uhr Kerzenlichtmahnwache
zum Gedenken an die zu Tode gefolterten Falun-Dafa-Praktizierenden

Kontakt in Köln: Birgit Braun und Ralf Gronau, Mobil: 0172 6796883, E-Mail: ralf_birgit@gmx.de. Gerne stehen wir Ihnen auch für Interviews zur Verfügung.

Redebeiträge: Wir berichten über Menschenrechtsverletzungen, die in Peking geschehen sind und zurzeit immer noch stattfinden. Falun-Dafa-Praktizierende schildern, wie sie in Arbeitslagern in Peking misshandelt wurden.

Infomaterial: Sie können bei unserer Mahnwache einen Einblick erhalten von großen Transplantationszentren, in denen illegaler Organraub betrieben wird. Zudem zeigen wir ihnen, wo in Peking auch heute noch Umerziehung mit Gehirnwäsche, Zwangsarbeit und schwerste Folter durchgeführt werden.

Hintergrund

Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist ein traditioneller buddhistischer Weg, der ursprünglich aus China stammt und heute in mehr als 120 Ländern und Regionen weltweit praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind. Falun Dafa war in allen Bevölkerungsschichten sehr beliebt. Im Jahre 1999 praktizierten ca. 80 bis 100 Millionen Chinesen dieses Qigong.

Seit 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung,

die durch den ehemaligen Staatschef Jiang Zemin initiiert wurde mit dem Befehl; „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“

Schätzungen zufolge wurden seit 1999 Hunderttausende Falun-Dafa-Praktizierende festgenommen und meist ohne ordentliches Gerichtsverfahren jahrelang in Arbeitslagern oder Gefängnissen inhaftiert. Dort werden sie mit Gehirnwäsche und schwerster Folter gezwungen, ihren Glauben aufzugeben.

Vorwurf des staatlich organisierten Organraubs an Gefangenen aus Gewissensgründen

Im Jahre 2006 wurde der Untersuchungsbericht „Blutige Ernte“ der beiden Kanadier David Kilgour (ehemaliger Staatssekretär) und David Matas (Menschenrechtsanwalt) veröffentlicht. Darin wird festgestellt, dass in den Jahren 2000 bis 2005 die Herkunft von 41.500 Organtransplantaten ungeklärt ist. Viele Indizien sprechen dafür, dass die Organe von Gefangenen aus Gewissensgründen stammen, die in Arbeitslagern umerzogen werden, insbesondere von lebenden Falun-Dafa-Praktizierenden. So ist zum Beispiel auffällig, dass der rasante Anstieg der Transplantationen in chinesischen Kliniken zeitgleich geschah mit dem Beginn der Verfolgung von Falun Dafa in China.

Anhand neuer Untersuchungen, die 2016 veröffentlicht wurden, wird die Anzahl der jährlich transplantierten Organe in China auf ca. 60.000 bis 100.000 geschätzt. Laut offiziellen Angaben der chinesischen Regierung finden jährlich aber nur 10.000 Transplantationen statt.

In Peking selbst sind 10 Krankenhäuser bekannt, in denen Organtransplantationen durchgeführt werden. Die durchschnittliche Wartezeit für ein Organ beträgt laut der NGO DAFOH (Doctors Against Forced Organ Harvesting) in China nur 15 Tage, wohingegen im westlichen Ausland die durchschnittliche Wartezeit mindestens 3 Jahre beträgt.

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