„Ode an die Freude“ – Fest der Nationen in Hamburg

Das 27. Fest der Nationen fand in diesem Jahr vom 13. - 16. Juli in Hamburg statt, ein besonderes Highlight des Bergedorfer Stadtteilfestes. Auch dabei war wieder die Europäische Tianguo Marching Band (kurz TGYT) sowie Musik- und Tanzgruppen aus mehr als 11 Nationen, darunter aus Ungarn, Bulgarien, der Ukraine, England und vielen anderen Europäischen Ländern.

Bergedorf, einst eine eigene Stadt mit einem historischen Kern sowie einem eigenen Schloss, wurde 1949 als ein Stadtteil Hamburgs eingemeindet und zählt mehr als 120.000 Einwohner. Das Fest der Nationen entstand aus der Partnerschaft zwischen dem Spielmannszug TSG Bergedorf, unter der Leitung von Thomas Kock, und Ungarn und wird darum auch, im zweijährigen Wechsel mit Bergedorf, am Plattensee in Ungarn veranstaltet. Mit dem Fest möchten sie Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen über die Musik zusammenbringen und die Traditionen der Länder bewahren

Ein besonders exotisches Highlight des Festes stellte die Europäische TGYT dar, bei der die Mitglieder aus verschiedenen europäischen Ländern angereist waren, darunter aus Großbritannien, Nordirland, Irland, Holland, Frankreich, Spanien, Finnland und Österreich. Die Gruppe war die größte Gruppe der Festivitäten.

Der Veranstalter, Herr Kock, lud die Gruppe zum zweiten Mal ein, weil er sich selber mit den Prinzipien von Falun Dafa „Wahrhaftigkeit, Güte, Toleranz“ gut identifizieren kann. Er unterstützte die Praktizierenden dabei, dass sie auch Flyer über die Verfolgung von Falun Gong während der Aktivitäten verteilen konnten. Die Meinungs- und Glaubensfreiheit sei ihm wichtig.

Kurz nach Ihrer Anreise am Donnerstag spielte die TGYT im Haus im Park in Bergedorf, als letzte Band auf der Benefizgala, drei Lieder ihres Repertoires. Die Zuschauer applaudierten herzlich und als einige nach dem Auftritt die Mitglieder der TGYT auf der Straße trafen, bedankten sie sich freundlich für die wunderschöne und herzerwärmende Musik. Ein Musiker aus London, der ebenfalls am Fest der Nationen mit seiner Gruppe teilnahm, wollte sogar die Aktivitäten der TGYT zum 21. Juli in London, besuchen kommen.

Schirmherr des diesjährigen Fest der Nationen in Hamburg-Bergedorf war der Hamburger Schulsenator, Ties Rabe, der die Bandleiter aller Gruppen am Freitag um 12 Uhr zur Eröffnung im Kaisersaal des Hamburger Rathaus empfing und nach einer Ansprache jede Gruppe einzeln begrüßte.

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Von links Thomas Kock, Liang Liang Stabführerin der Tian Guo Marching Band, Bürgermeister Arne Dornquast


In seiner Ansprache begrüßte er die Gruppen herzlich und lobte ihr Engagement, mit ihrer ehrenamtlichen Musik das Leben der Menschen in Hamburg und Bergedorf zu bereichern. Dabei bezog er sich in seiner Rede auf die schönen Klänge der TGYT, die während des Empfangs vor dem Rathaus musizierte und dem Empfang den passenden Rahmen geben würde. Positiv erstaunt war er über das Lied „Ode an die Freude“, dass er eine Woche zuvor beim G20 Gipfel in der Elbphilharmonie gehört hatte und merkte an, dass ihm diese Art der Musik fast besser gefalle.

Da die geplante Parade aller beteiligten Gruppen am Freitag zum Hamburger Rathaus wegen anderer Veranstaltungen nicht stattfinden konnte, organisierte die Hamburger Falun Dafa Gruppe einen eigenen Umzug mit Kundgebung durch die Hamburger Innenstadt. Die Route führte zur Mittagszeit durch alle Hauptstraßen und exklusiven Einkaufsstraßen, in der sehr viele Menschen aus den umliegenden Banken, Firmen, Reedereien und Behörden der Stadt Hamburgs auf der Straße waren.

Viele Touristen und Berufstätige schauten gespannt und überrascht auf die Parade der TGYT, die gefolgt von einem schön geschmückten Wagen und Transparenten durch die Stadt marschierte. „Ich lebe schon bald 10 Jahre in der Stadt und wir machen wöchentlich Veranstaltungen, um die Menschen in der Innenstadt [über die Situation in China] zu informieren, aber nie zuvor sind so viele Menschen von sich aus zu mir gekommen und haben sich erkundigt, woher diese Gruppe kommt und was Falun Dafa ist“, so ein Hamburger Falun Dafa Praktizierender. „Sie haben mir förmlich die Flyer aus der Hand gerissen.“

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Vor dem Hamburger Rathaus

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Umzug durch die Hamburger Innenstadt


Nach zweieinhalb Stunden Performance fuhr die TGYT zurück nach Bergedorf und nahm am Sternmarsch aller Gruppen zur Bühne am Markt teil, an dem Bürgermeister Arne Dornquast die teilnehmenden Gruppen begrüßte. In seiner Ansprache begrüßte er die TGYT, die das Land China während der Aktivitäten vertrat, mit den Worten, dass sie der Veranstaltung einen besonderen Charme verleihen würde.

Das musikbegeisterte Bergedorfer Publikum freute sich sehr über die Auftritte und die Musik der Gruppe am darauffolgenden Samstag und Sonntag. Sie klatschten, wiegten sich oder tanzten zur Musik und nahmen sehr gerne alle Informationen über Falun Dafa und die Lotusblumen entgegen. Eine ältere Dame lief am Samstag mit ihrem Rollator, während der Auftritte auf verschiedenen Bühnen und Märschen durch das historische Stadtzentrum, mit der Band mit. Sie war begeistert von der Musik und berührt von den Praktizierenden und den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht.


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Vor dem Bergedorfer Bahnhof


Vor der Abschlussparade vom Bergedorfer Rathaus zur Festwiese vor dem Schloss wurden die Bandleiter von Bürgermeister Arne Dornquast im barocken Empfangssaal des Bergedorfer Rathauses empfangen. Die Praktizierenden, die aus ganz Europa angereist waren, freuten sich ebenfalls, durch ihre Teilnahme das Fest der Nationen zu bereichern und zum Erhalt vieler kultureller Traditionen der unterschiedlichen Länder, seien es Fanfarenzüge, Spielmannszüge, Blasorchester oder Folkloretanzgruppen, beizutragen.

In den vier Tagen erreichten die Falun Gong Praktizierenden mit dem Klang ihrer Musik viele Herzen der Menschen in Hamburg und Bergedorf. Nach den gewaltsamen Demonstrationen zum G20 Gipfel in der Woche zuvor, wussten die Menschen den friedlichen Charakter von Falun Dafa noch mehr zu schätzen.

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