Taiwan: Protest gegen 18 Jahre Verfolgung in China

Kerzenlicht-Mahnwache mit über 1.500 Falun-Gong-Praktizierenden in Taipei
 

Am Abend des 16. Juli 2017 nahmen über 1.500 Falun-Gong-Praktizierende an der Kerzenlichtmahnwache auf dem Rathausplatz in Taipei teil. Mit ihrer Aktion wollten sie auf die seit 18 Jahren andauernde Verfolgung von Falun Gong (auch Falun Dafa genannt) in Festlandchina aufmerksam machen. Einige Stadträte kamen persönlich zu der Veranstaltung. Sie verurteilten die Verfolgung und riefen zu ihrer Beendigung auf.

Im Juli 1999 setzte der damalige chinesische Staatschef Jiang Zemin ein Verbot von Falun Gong durch, woraufhin eine landesweite Unterdrückung der Praktizierenden dieser traditionellen Kultivierungsschule begann. Laut bestätigten Informationen, die der Minghui-Website vorliegen, haben mindestens 4.100 Praktizierende infolge dieser Verfolgung ihr Leben verloren, Unzählige wurden in Polizeigewahrsam gefoltert. Abertausende wurden festgenommen, inhaftiert, einer Gehirnwäsche unterzogen, mussten Zwangsarbeit verrichten oder wurden sogar ihrer Organe beraubt.


Am Abend des 16. Juli 2017 nehmen über 1.500 Falun-Gong-Praktizierende an der Kerzenlichtmahnwache auf dem Rathausplatz in Taipei teil.

„Nein“ zu dieser Brutalität


Die Sprecherin des Falun-Dafa-Vereins Taiwans, Chang Chin-hwa, verkündet, dass es Veranstaltungen wie diese so lange geben wird, bis die Unterdrückung in China beendet worden ist.

Chang Chin-hwa, Sprecherin des Falun-Dafa-Vereins Taiwans, gab einen Überblick über die Fortschritte durch die Bemühungen der Praktizierenden, auf die Verfolgung in China aufmerksam zu machen. „Bis jetzt haben 14 Stadt- oder Bezirksräte in Taiwan eine Resolution verabschiedet, um die Strafanzeige gegen Jiang zu unterstützen. Das umfasst fast alle großen Städte wie Taipei, New Taipei, Taichung, Tainan und Kaohsiung. Auch die Resolutionen des amerikanischen Kongresses und des europäischem Parlaments zeigen ganz stark ihre Opposition zu den Verbrechen in China“, stellte sie in ihrer Rede fest.

„Innerhalb Chinas sind über 270 Millionen Menschen öffentlich aus der Kommunistischen Partei Chinas ausgetreten, nachdem sie das bösartige Verhalten des Regimes erkannt haben. Die Taten des Regimes verletzen die Menschenrechte. Wir werden unsere Bemühungen, die Verbrechen in China aufzuzeigen, so lange weiterführen, bis diese Brutalität beendet ist“, erklärte Chang.

Stadtrat von Taipei: „Eine moralische Angelegenheit, die uns alle betrifft”


Stadtrat Tsai Dingshan aus der Stadt Chiayi ist überzeugt, dass die Gerechtigkeit siegen wird.

Mehrere Stadträte kamen zur Veranstaltung, um ihre Unterstützung für Falun Gong zu zeigen. Tsai Dingshan aus Chiayi sagte, dass er sich verpflichtet fühle teilzunehmen. „So viele unschuldige Menschen wurden falsch behandelt und wegen ihres Glaubens an Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht gefoltert. Wir müssen ihnen helfen und dafür sorgen, dass unsere Stimme gehört wird. Ich bin überzeugt, dass die Aufrichtigkeit siegen wird“, so Tsai.


Tseng Zichung, Stadtrat aus der Stadt Hsinchu, sagt, dass die Verfolgung mehr Schaden angerichtet habe als nur bei den Falun-Gong-Praktizierenden.

Tseng Zicheng aus Hsinchu drückte sein tiefstes Beileid für die über 4.000 getöteten Praktizierenden aus. „Wir hoffen, dass die chinesischen Behörden dem Beachtung schenken werden, weil es nicht nur Falun-Gong-Praktizierende betrifft, sondern auch die Zukunft von China und die der Chinesen.“


Hung Jianyi, Stadtrat von Taipei, merkte an, dass Falun Gong von Mitgliedern aller politischen Parteien unterstützt werde.

Hung Jianyi aus Taipei dankte zuerst den Praktizierenden für ihre standhaften Bemühungen, auf die Geschehnisse in China aufmerksam zu machen. Er sagte, dass die Resolution der Stadt Taipei von Stadträten aller Parteien unterschrieben worden sei, weil es „um grundlegende Menschlichkeit geht“.


Hsu Hungting, Stadtrat von Taipei, findet, das es für alle wichtig ist, den Organraub zu beenden.

Hsu Hungting, ein weiterer Stadtrat von Taipei, stimmte dem zu. „Ich freue mich, Menschen zu sehen, die sich hier aus verschiedenen Orten und Kulturen versammeln. Menschliche Organe sind keine Waren, es sollte kein Organraub in der Welt stattfinden.“ Hsu hofft, dass noch mehr Menschen dieser Angelegenheit Beachtung schenken, weil es „eine moralische Angelegenheit ist, die jeden von uns betrifft“.

Das Buch ‚Zhuan Falun‘ öffnete mir die Augen“


Lin Weiyu (links, Pharmazeut) und Hu Jingni (rechts, Volksschullehrerin) praktizieren gemeinsam mit ihrer Tochter Falun Gong.

Mehrere Praktizierende berichteten von ihren Erfahrungen beim Praktizieren von Falun Gong. Lin Weiyu, Pharmazeut, und seine Frau Hu Jingni, Volksschullehrerin, praktizieren gemeinsam mit ihrer Tochter Shiwei. Weiyi litt früher jahrzehntelang an Asthma. „2002 stellte mir ein Freund Falun Gong vor und nach nur sechs Monaten verschwanden meine chronischen Erkrankungen“, erzählte Lin.

Seine Frau sprach davon, dass das Praktizieren nicht nur ihre Gesundheit verbessert, sondern sie auch vom Stress in der Arbeit befreit habe. „Damals koordinierte ich Beratungen in der Schule und war selbst Beraterin für untere Klassen. Das Praktizieren von Falun Gong half mir, Ruhe zu bewahren und schwierige Situationen zu überstehen.“ Ihre vierjährige Tochter praktiziere mit ihnen die Meditation und erfreue sich guter seitdem einer guten Gesundheit.

Tomasz Kowalski, ein Praktizierender aus Polen, berichtete, dass er nach Taiwan gekommen sei, um Chinesisch zu lernen. Die heutige Veranstaltung sei sehr bedeutungsvoll für ihn gewesen.

Er erzählte: „1999 gab mir ein Freund eine Ausgabe des Zhuan Falun (Li Hongzhi), des Hauptwerks von Falun Gong. Dieses Buch öffnete mir die Augen und half mir, den Sinn des Lebens zu verstehen.“ Nicht nur seine Fragen seien in dem Buch beantwortet worden, er habe noch viel mehr durch das Buch und durch das Praktizieren gelernt.

„Falun Gong lehrt mich, ein guter Mensch zu sein und das ist wichtig für jeden von uns. Darum ist es so wichtig, dass die Verfolgung in China beendet wird“, so Kowalski.

Quelle: http://de.minghui.org/html/articles/2017/7/20/128068.html

* * *

Texte und Informationen von dieser Website können mit Quellenangabe grundsätzlich weiterverwendet werden.