Melbourne: Falun Gong im Gedenken an 18 Jahre friedlichen Widerstand

Am 15. Juli veranstalteten Falun-Gong-Praktizierende in Melbourne einen Marsch und eine Kundgebung. Anlass ist der bevorstehende 18. Jahrestag des friedlichen Widerstands gegen die Verfolgung von Falun Gong in China.Während der Kundgebung forderten Praktizierende und Volksvertreter verschiedener Ebenen die internationale Gemeinschaft auf, sich ihnen anzuschließen und ein Ende der Verfolgung von Falun Gong zu fordern.


Marsch in Melbourne, um auf 18 Jahre friedlichen Widerstand gegen die Verfolgung von Falun Gong in China aufmerksam zu machen


Im Gedenken an all diejenigen, die ihr Leben während der Verfolgung verloren haben

Aufmerksamkeit erregen für den Organraub an Gewissensgefangenen durch das chinesische Regime

Während des Marsches, der durch das Geschäftsviertel der Innenstadt und Chinatown ging, führten die Praktizierenden die Falun-Gong-Übungen vor, sprachen über die Tatsachen der Verfolgung und forderten die Öffentlichkeit auf, die wahre Natur der kommunistischen Partei zu erkennen.

Vor und nach dem Marsch sammelten die Praktizierenden Unterschriften für eine Petition, die die erzwungene Organentnahme in China verurteilte. Menschen aus allen Lebensbereichen zeigten ihre Unterstützung durch ihre Unterschrift.

Sarah Jacquier, eine unabhängige Filmproduzentin aus Frankreich, war traurig, als sie von der andauernden Verfolgung in China erfuhr.

„Sehr wenige Leute in meiner Umgebung in Frankreich wissen das“, sagte sie. „Ich denke, dass es in Australien genauso ist. Ich möchte ein Video machen, um die Aufmerksamkeit der Leute auf dieses Thema zu lenken. Je mehr Menschen davon wissen, desto eher wird es enden.

Jeder sollte wissen, was die chinesische Regierung mit Falun Gong gemacht hat. Wir sollten uns dessen bewusst sein, wenn wir mit der chinesischen Regierung zu tun haben. Viele Leute dachten nur, dass es in China kein Facebook oder Twitter gibt und dass das chinesische Volk nicht über Politik sprechen darf. Aber es ist viel schlimmer als das. Die Verfolgung von Falun Gong wurde schon aufgedeckt. Wir sollten mehr Menschen die Wahrheit wissen lassen.“

Caroline Cell, eine lokale Modedesignerin, hatte bereits von dem staatlich geförderten Organraub in China gehört.

„Es ist verrückt“, kommentierte sie. „Falun Gong folgt den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Dafür werden sie gefoltert, das ist lächerlich.“

Caroline findet die Aktivitäten der Praktizierenden, die Öffentlichkeit über die Geschehnisse in China zu informieren, eine gute Sache, zumal es den Menschen eine Gelegenheit gibt zu helfen.

Der Melbourner Ron Cooman wusste schon viel über die Verfolgung Bescheid. Er glaubt, dass das Unterschriften-Sammeln notwendig ist. „Die Petition kann die australische Regierung dazu zwingen, Maßnahmen zu ergreifen. Viele Regierungen in der Welt konzentrieren sich nur auf Geld und Handel und ignorieren das Thema Moral“, sagte Cooman. „Ich merke, dass ich in Bezug auf die erzwungene Organentnahme zu wenig getan habe. Ich werde versuchen, meine Freunde und meine Familie über dieses Verbrechen zu informieren.“

Parlamentarier und Kommunalpolitiker unterstützen den friedlichen Widerstand

Nach dem Marsch hielten die Praktizierenden eine Kundgebung vor der Staatsbibliothek. Parlamentsmitglieder und Kommunalpolitiker hielten dort Reden und zeigten ihre Unterstützung für Falun Gongs friedlichen Widerstand gegen die Verfolgung.

Die Tian Guo Marching Band spielt vor der Kundgebung.

Janet Rice, Mitglied des Parlaments, verurteilt die erzwungene Organentnahme.

Die Parlamentsabgeordnete Janet Rice (australische Grüne) sagte in ihrer Rede, dass es ein Verbrechen sei, die erzwungene Organentnahme zu ignorieren. Diejenigen, die nicht herausträten, um etwas dagegen zu tun, würden sich zu Komplizen machen.

Im November hatte die Abgeordnete Rice eine Resolution eingebracht, um den illegalen Transplantationsorganhandel zu beschränken. Diese war einstimmig verabschiedet worden.

Rachel Carling-Jenkins, Vertreterin der australischen Konservativen für die westliche Metropolregion im Oberhaus des Parlaments von Victoria, ruft ihre Kollegen im Parlament auf, ihre Stimme für Falun Gong zu erheben.

Bon Nguyen, Vorsitzender der lokalen vietnamesischen Gemeinschaft, lobt die Friedlichkeit von Falun Gong und forderte die Australier auf, den Menschenrechtsverletzungen in China mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Gerard Flood, ehemals Vertreter der Demokratischen Arbeiterpartei von Victoria, fordert eine Untersuchung der erzwungenen Organentnahme in China und dass die Verbrecher vor Gericht gebracht werden.

Ruan Jie, ein Aktivist der chinesischen Demokratie-Bewegung, fordert, dass die internationale Gemeinschaft bei Menschenrechtsfragen Druck auf die KP Chinas ausüben sollte.

Unter den Teilnehmern der Kundgebung war außerdem Leigh Smith von der Coalition to Investigate the Persecution of Falun Gong (Koalition zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong ). Sie gab einen Überblick über die Fakten der staatlich geförderten Organentnahme in China und berichtete, dass der neueste Dokumentarfilm über dieses Thema, Harvested Alive, im August in Melbourne öffentlich gezeigt werden wird.



Passanten unterzeichnen die Petition, um den friedlichen Widerstand der Falun-Gong-Praktizierenden zu unterstützen.

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