Provinz Sichuan: Misshandlung und Folter im Frauengefängnis Longquan
 

Provinz Sichuan: Misshandlung und Folter im Frauengefängnis Longquan

Vor 18 Jahren hat das kommunistische Regime Chinas die Verfolgung von Falun Gong initiiert, die bis zum heutigen Tag anhält. [1]

Seit einigen Jahren werden die Folterungen an Falun-Gong-Praktizierenden zunehmend im Geheimen ausgeübt, um die Kontrolle durch die Öffentlichkeit zu vermeiden. Im Folgenden sind Beispiele von Misshandlungen im Frauengefängnis Longquan in der Provinz Sichuan angeführt, die der Minghui-Website berichtet wurden.

1. Frau Hu Xia wurde im Mai 2016 inhaftiert. Weil sie sich weigerte, Falun Gong aufzugeben, ließen die Wärter sie durch andere Gefangene foltern. Immer wieder wurde ihr Kopf in einen Kübel mit Wasser gesteckt. Danach brachte man sie ins Badezimmer und schlug sie abwechselnd, bis sie nicht mehr aufstehen konnte. Man stopfte ihr gewaltsam schmutzige Unterwäsche in den Mund und brach ihr dabei einen ihrer Vorderzähne ab. Man machte sie nass und ließ sie dann in der Kälte stehen.

Am 10. Februar 2017 protestierte Frau Hu gegen diese Misshandlungen, indem sie sich weigerte, die Gehirnwäsche-Sitzung zu besuchen oder einen Bericht zu schreiben, der Falun Gong kritisierte. Daraufhin drohten die Wärter ihr mit Haftverlängerung. In dieser Nacht brachte man sie in den streng bewachten Stock, weg von den meisten anderen Gefangenen, und folterte sie dort brutal.

Als Frau Hu in eine andere Abteilung kam, lag sie einfach nur da. Jemand, der sie genauer anschaute, berichtete, dass ihr Kragen und die Vorderseite des Sweaters mit Blut bedeckt waren. Sie hatte viele selbst zugefügte blutige Kratzer an Händen und Unterarmen. Möglicherweise hatte man ihr unbekannte Drogen verabreicht, weshalb ein Juckreiz ausgelöst wurde. Die Wärter drohen oft, den Praktizierenden, die Falun Gong nicht aufgeben, solche Drogen zu verabreichen. Zuletzt wurde Frau Hu mit einem verbundenen Auge in einem Krankenbett gesehen.

2. Frau Pan Xiaoping wurde im Februar 2017 in den streng bewachten Stock gebracht, weil sie sich weigerte, Falun Gong aufzugeben. Jemand sah sie mit hinter dem Rücken gefesselten Händen am Boden sitzen. Zwei Tage, bevor man sie losband, trat sie in einen Hungerstreik. Auch ließ man sie mit nassen Kleidern im Februar draußen im Kalten stehen.

3. Frau Lin Yue durfte keine Dinge des alltäglichen Gebrauchs, wie Toilettenpapier, besitzen, als sie ins Gefängnis kam. Nach ständigen Folterungen und mentalem Druck unterschrieb sie eine Erklärung, mit der sie ihren Glauben an Falun Gong widerrief. Als sie ihre Meinung änderte und die Erklärung zurückziehen wollte, schlug ihr ein Wärter ins Gesicht und brachte sie in den streng bewachten Stock.

4. Frau Deng Deyu schrieb eine Erklärung zum Widerruf ihres Glaubens, als sie die physischen und mentalen Misshandlungen nicht mehr aushalten konnte. Einige Tage vor ihrer geplanten Entlassung schrieb sie eine neue Erklärung, in der sie erklärte, dass sie die erste Erklärung gegen ihren Willen geschrieben habe. Daraufhin gaben die Wärter den Befehl raus, sie zu bestrafen. Sie musste von morgens bis Mitternacht stehen und bekam jeden Tag nur eine kleine Portion Gemüsesuppe zu essen.

5. Frau Jiang Xianfeng aus der Stadt Panzhihua musste ebenfalls von morgens bis Mitternacht stehen, weil sie Falun Gong nicht aufgeben wollte. Daraufhin schwollen ihre Beine extrem an. Sie bekam nur ganz wenig zu essen. Eine Insassin der Nachbarzelle hörte, wie sie zu Boden fiel, als sie stehen musste. Man brachte sie ins Krankenhaus. Ihr derzeitiger Aufenthaltsort ist nicht bekannt.


[1] Falun Gong ist ein buddhistischer Kultivierungsweg, der von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt wurde. Es verbreitete sich rasant. Viele Menschen konnten in den darauffolgenden Jahren durch die Angleichung an Falun Gongs Prinzipien – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern.

Chinesische Version:
http://www.minghui.org/mh/articles/2017/6/24/四川龙泉女子监狱迫害法轮功学员近期案例-350134.html

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