Provinz Heilongjiang: Gefängnis Tailai - eine zentrale Stelle für brutale Foltermethoden

Seit Beginn der Verfolgung von Falun Gong vor 18 Jahren war das Gefängnis Tailai in der Provinz Heilongjiang eine zentrale Stelle, die von Beamten genutzt wurde, um Praktizierende zu verfolgen.

Praktizierende, die sich nicht zwingen lassen, Falun Gong aufzugeben, werden häufig von anderen Einrichtungen in das Gefängnis Tailai in der Provinz Heilongjiang überstellt. Dort sind sie lang andauernden Folterungen und hohem Druck durch die Gefängniswärter und Strafgefangene ausgesetzt.


Gefängnis Tailai

Bei der Ankunft werden die Praktizierenden gezwungen, eine Erklärung zu schreiben, dass sie Falun Gong aufgeben. Die, die sich weigern, werden gefoltert: sie werden aufgehängt, müssen lange Zeit knien oder stehen, ihnen wird der Schlaf entzogen, sie müssen eisiges Wasser trinken, im Winter im eisigen Wasser stehen, werden in Isolationshaft gesperrt, mit der „Tigerbank“ gefoltert und vieles mehr.

Schlafentzug

Eine der üblichsten Foltermethoden im Gefängnis Tailai ist der Schlafentzug.

Der Praktizierende Zhang Haitao musste zehn Tage lang Hand- und Fußfesseln tragen. Im November 2015 ließ man ihn drei Tage lang nicht schlafen, weil er sich weigerte, Zwangsarbeit zu verrichten.

Der 72-jährige Praktizierende Liu Jingxun durfte ebenfalls nicht schlafen und musste am Tag harte Arbeiten verrichten.

Der Praktizierende Wang Weijun durfte eine Woche lang nicht schlafen. Die Wärter beschimpften ihn ständig. Wenn er eindöste, stachen ihn die Gefangenen mit Nadeln, sprühten ihm Chiliwasser ins Gesicht und zwangen ihn, eiskaltes Wasser zu trinken.

Schläge

Der etwa 30-jährige Praktizierende Shi Shixin wurde Anfang 2015 in der Abteilung 10 brutal zusammengeschlagen. Als er heftig am Kopf blutete, sperrten die Wärter ihn in Isolationshaft, damit die anderen Insassen seine Verletzungen nicht sahen. Durch die Schläge war sein Gesicht bis zur Unkenntlichkeit deformiert.

Der etwa 30-jährige Praktizierende Wang Weijun war zwischen 2007 und 2009 in der Abteilung 15 eingesperrt. Weil er sich weigerte, Falun Gong aufzugeben, schlugen ihn die Wärter mit einem 2,5 cm dicken PVC Rohr, das mit Sand gefüllt war.

Mit Chiliwasser besprühen und auf der Tigerbank festbinden

Xu Wenlong berichtete, dass sein Mitpraktizierender Zhang Haitao im Gefängnis gefoltert wurde und man ihn vom 3. bis 18. Dezember 2015 in Isolationshaft sperrte.

Dann fesselten die Wärter ihn sechs Tage lang auf eine „Tigerbank“. Sie ließen ihn nicht schlafen und sprühten ihm 10- bis 20-mal am Tag Chiliwasser auf den Kopf, ins Gesicht und auf den Hals. „Es reichte aus, um meine Haare zu waschen“, erklärte Xu.

Wenn er seinen Kopf zur Seite drehte, sprühten ihm die Wärter das Chiliwasser direkt in die Augen. Das verursachte ihm unerträgliche Schmerzen, danach war sein Sehvermögen erheblich eingeschränkt.


Xus Zeichung zu der Folter: auf der „Tigerbank” gefesselt und mit Chiliwasser besprüht werden

Nachdem die Wärter ihn von der Tigerbank losgebunden hatten, fesselten sie ihn neun Tage lang an einen Ring am Boden.

Wenn er sich niederlegen wollte, um zu schlafen, schmerzten seine Handgelenke. In der Zelle war es sehr kalt, doch er bekam nur dünne Kleidung zum Anziehen. Daraufhin trat er in einen Hungerstreik; bald danach war er sehr abgemagert. Durch das Sitzen auf dem kalten Boden bekam er große Schmerzen in seinen Beinen, seiner Hüfte und im Gesäß.


Xus Zeichung: Gefesselt an einem Ring am Boden

In die Genitalien stechen

Der Praktizierende Liang Jinyu wurde 2002 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, weil er anderen Praktizierenden Artikel über Falun Gong gegeben hatte. Als er sich weigerte, Falun Gong aufzugeben, wurde er im Gefängnis Tailai streng überwacht und dort brutal gefoltert. Ein Beamter nahm eine Nadel und stach damit in seine Genitalien. 2003 wurde Jinyu so brutal geschlagen, dass er eine Gehirnblutung erlitt und über zwei Monate im Krankenhaus verbringen musste.

Körperliche Folterungen

Praktizierende wurden extremer Kälte oder extremer Hitze ausgesetzt.

Der Praktizierende Wang Weijun musste im Sommer unter der brennenden Sonne bleiben und dabei einen dicken Mantel und Hosen tragen. Als er aufgrund der Hitze ohnmächtig wurde, begossen ihn die Wärter mit kaltem Wasser. Wenn er Durst bekam, gaben sie ihm Salzwasser zu trinken.

Im Winter 2015 wurde Zhang Yuliang der eisigen Kälte ausgesetzt. Die Wärter zogen ihn aus, zwangen ihn, auf dem Boden zu sitzen und öffneten das Fenster, so dass er in der kalten Zugluft saß.

Verbot von Besuch und Post

Zusätzlich zur körperlichen Folter verboten die Wärter Besuche der Familien und Annahme von Postsendungen. Zwischen August und Oktober 2016 verboten die Wärter dem Praktizierenden Xu Wenlong in der Abteilung 2 Familienbesuche, Anrufe, das Versenden und den Empfang von Briefen sowie den Einkauf in der Kantine. Er durfte nur in einem bestimmten Bereich bleiben und mit niemanden sprechen.

Im Juli 2017 leiden immer noch 30 Falun-Gong-Praktizierende im Gefängnis Tailai unter Folterungen.

Diese sind:

Abteilung 2: Wu Yuanlong, Wang Lansheng Abteilung 3: Xu Wenlong Abteilung 4: Guan Ri'an, Zhang Haitao Abteilung 5: ein Praktizierender mit Nachnamen Zhang und mehrere Praktizierende, deren Namen nicht bekannt sind Abteilung 6: Wei Changfeng Abteilung 7: ein Praktizierender mit unbekannten Namen Abteilung 8: Zhang Zuojun, Peng Chong Abteilung 9: Ju Zhiyuan Abteilung 10: Shi Shixin und ein weiterer Praktizierender, dessen Name nicht bekannt ist Abteilung 11: Zhang Haitao, Zhang Xiaoguang Abteilung 13: Ein Praktizierender mit unbekannten Namen Abteilung 14: Liu Fubin, Shen Shirong Abteilung 15: Li Qi, Xu Shengli Abteilung 16: Shi Mengwen, Zhang Haiou, Liu Qingfu Abteilung 17: Zhang Yutang und zwei andere Praktizierende, deren Namen nicht bekannt sind unbekannte Abteilung: Zhu Qiangong

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2017/7/1/164477.html

Chinesische Version vorhanden
http://www.minghui.org/mh/articles/2017/6/21/喷辣椒水、锁地环-泰来监狱罪恶惊人(图)-349980.html

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