Deutschland: Parade und Kundgebung der Falun-Gong-Praktizierenden

Am 25. Juni 2017 fanden in Köln eine Parade und eine Kundgebung statt – organisiert von Falun-Gong-Praktizierenden aus mehreren europäischen Ländern. Sie informierten die Öffentlichkeit über die traditionelle Kultivierungsschule Falun Dafa (auch Falun Gong genannt) und wie sie in China verfolgt wird.

Die Tian Guo Marching Band spielt vor dem Kölner Dom.

Beginn der Parade beim Kölner DomDie Parade


Übungsvorführung vor dem Dom

Im Gedenken an die Praktizierenden, die im Zuge der Verfolgungskampagne zu Tode gefoltert worden sind


Die Praktizierenden hatten in den letzten zehn Jahren mit ihrem Informationsstand regelmäßig am Kölner Dom gestanden. Zu dieser beliebten Touristenattraktion kommen regelmäßig viele Touristen aus China. Hier können sie mit den Praktizierenden sprechen, Fragen stellen zu den Verleumdungen in China und Missverständisse aus dem Weg räumen. Nach solchen Gesprächen haben viele Chinesen ihre Meinung über Falun Gong geändert.

Im Arbeitslager gefoltert – Praktizierende spricht über ihre persönlichen Erfahrungen

Liu Wei, ein Mitglied der Tian Guo Marching Band, berichtet, wie sie in China gefoltert wurde.


Bevor Liu Wei vor ungefähr zehn Jahren nach Deutschland auswanderte, war sie 16 Monate lang in einem Frauenarbeitslager in Peking eingesperrt gewesen. Dort musste sie 16 Stunden am Tag hart arbeiten und wurde brutal geschlagen.

Reaktionen von Passanten am Kölner Dom

Die Verfolgung der Praktizierenden stimmt Edgar S. traurig.


Edgar S., ein Regierungsbeamter, hörte den Reden zu. Er zeigte sich zutiefst besorgt über die Menschenrechtsverletzungen in China.

„Wir leben in einem freien Land, wo unsere Rechte geschützt werden. Ich bin in Deutschland aufgewachsen und so schockiert mich die Verfolgung durch die Kommunistische Partei sehr“, sagte Herr S. und fügt hinzu: „Es ist von großer Bedeutung, dass immer mehr Chinesen den Mut haben, ihre Meinung zu äußern. Diese Veranstaltung zieht die Aufmerksamkeit der Chinesen auf sich. Die Verfolgung betrifft jeden. Ich merke, ich muss auch etwas tun.“

Barbara R. war vom Schicksal der Praktizierenden äußerst betroffen.


Die Lehrerin Barbara R. hatte noch nie von der Verfolgung gehört. Die Berichte bei der Kundgebung entsetzten sie. Mit Tränen in den Augen unterschrieben sie und ihr Mann die Petition zur Verurteilung des staatlich geförderten Organraubs, eine der schlimmsten Formen der Verfolgung in China.

Chinesische Touristen lesen die Transparente der Praktizierenden.


Als sich eine Reisegruppe chinesischer Touristen der Veranstaltung näherte, machen einige der Chinesen Fotos – eine große Gruppe von Falun-Gong-Praktizierenden in der Öffentlichkeit, das haben sie in China noch nicht zu sehen bekommen. Unter den Passanten waren auch mehrere junge chinesische Studenten, die Interesse zeigten, Falun Gong näher kennenzulernen, und dazu Informationsmaterial mitnahmen.

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