Provinz Shanxi: Gefoltert, weil er vom chinesischen Zentralfernsehen Informationen anforderte

Weil er vom Chinesischen Zentralfernsehen (CCTV), einem Sprachrohr der Kommunistischen Partei Chinas, Informationen angefordert hatte, wurde Zhang Shuyong aus Shanxi verhaftet und für zweieinhalb Monate festgehalten. Er wurde geschlagen und gefoltert und man nahm ihm das Recht, einen Anwalt zu engagieren. [1]

Zhang trat aus Protest in einen Hungerstreik und wurde für zwei Wochen in ein Krankenhaus eingeliefert. Er wurde zwangsernährt, während er die ganze Zeit an ein Bett gefesselt war. Als er am 3. April auf Kaution freigelassen wurde, war er abgemagert, seine Gliedmaßen waren taub, und er war so schwach, dass er nicht alleine gehen konnte.

In einem CCTV-Nachrichtenprogramm, das am 14. Januar 2017 ausgestrahlt wurde, zeigte der Moderator ein Standbild aus einem Video mit Zhou Qiang, dem Präsidenten des Obersten Volksgerichtshofs, der eine Rede auf einer nationalen Konferenz gehalten hatte. Die Beschriftung zu dem Bild zeigte, dass Zhou Falun Gong verleumdet hatte. Verschiedene Medien in China zitierten später diese Rede.

Weil sie das vollständige Video von Zhous Rede auf der offiziellen Website des Obersten Volksgerichtshofs nicht finden konnten, schrieben Zhang und 18 weitere Falun-Gong-Praktizierende aus dem Kreis Huairen an CCTV, und baten um die Offenlegung relevanter Informationen über die Rede und die an der Videoproduktion beteiligten Schlüsselpersonen. Der Antrag wurde per Post am 18. Januar an die CCTV-Zentrale in Peking geschickt.

Statt einer Antwort des staatlichen Fernsehsenders wurde Zhang am 16. Februar von Polizeibeamten der örtlichen Staatssicherheitsabteilung in seiner Wohnung verhaftet.

Es folgt Zhangs Bericht über das, was bei seiner Festnahme und während seiner Haft geschah.

Verhaftung

„Ich wurde am Nachmittag des 16. Februar 2017 zu Hause verhaftet und in die Polizeibehörde des Kreises Huairen gebracht. Die fünf Männer in Zivil, die in mein Haus einbrachen, weigerten sich, ihre Dienstmarken oder irgendeine Identifikation zu zeigen, als ich sie darum bat.

Später fand ich heraus, dass sie von der Staatssicherheitsabteilung des Kreises waren und der Divisionsleiter Zhang Xiangdong sowie die Polizisten Xie Junwei und Li Hui unter ihnen waren.

Einer von ihnen zeigte mir einen Durchsuchungsbefehl, aber nahm ihn weg, bevor ich das Kleingedruckte richtig lesen konnte. Ich bemerkte, dass es keine Unterschrift an der Unterseite des Durchsuchungsbefehls gab. Ich bekam keine anderen Papiere oder Dokumente vorgelegt oder gezeigt.

Bei der Polizeibehörde bat ich erneut darum, ihre Identifikation zu sehen, wurde aber ignoriert. Ich fragte, warum ich verhaftet worden sei, bekam aber keine Antwort.

Erst später erkannte ich, dass es etwas mit der Anfrage zu tun hatte, die ich an CCTV geschickt hatte, weil Zhang, Xie und Li mehrmals fragten, ob ich vor kurzem irgendwelche Briefe geschrieben hätte. An ein Medienunternehmen zu schreiben und um Informationen über dessen Programme zu bitten, war mein Recht als chinesischer Staatsbürger, also verstieß meine Verhaftung gegen das Gesetz. Ich brauchte keine weiteren Informationen abzugeben oder etwas zu erklären.

Die drei Polizisten kamen zurück zu meiner Wohnung, brachen die Haustür auf und durchsuchten die Wohnung. Sie beschlagnahmten viele persönliche Gegenstände.

Rechte vorenthalten

Als ich verhört wurde, wurden mir meine Rechte und Pflichten nicht erklärt. Ich musste mehrmals nachfragen, bevor mir ein Dokument übergeben wurde. Ich bat dann, dass mein Anwalt benachrichtigt werde, aber mir wurde gesagt, dass das nicht geschehen würde. Mein Recht auf einen Anwalt wurde mir verweigert.

Ich bat um die Telefonnummern der Staatssicherheitsabteilung und der Kommission für Disziplinkontrolle, damit ich eine Beschwerde einreichen konnte, aber niemand gab mir die Nummern. Mein Recht auf Klage wurde also verweigert.

Das Dokument, das meine Rechte und Pflichten erklärte, wurde mir entrissen, bevor ich es zu Ende lesen konnte. Die Polizisten zerrissen es in Stücke.

Wegen ihrer wiederholten Rechtsverletzungen kam ich zu dem Schluss, dass den drei Polizisten die Fähigkeiten oder Qualifikationen fehlten, um meinen Fall fair zu behandeln. Daher forderte ich sie auf, dass sie die Ermittlung abgeben sollten. Sie ignorierten mich. Ich erklärte daher, dass die drei Polizisten ab diesem Zeitpunkt rechtwidrig agierten.

Am 17. lasen sie mir die folgende Aussage vor: „Nach dem Geständnis des Angeklagten ...“ Ich hatte keinerlei Geständnis abgelegt und hatte der Polizei keine persönlichen Sachen übergeben – sie hatten sie ohne meine Zustimmung oder die meiner Familie beschlagnahmt. Ich hatte keinen Grund, solch ein Geständnis abzulegen oder Beweise vorzulegen. Diese Aussage war völlig falsch.

Polizist Xie verdrehte meine Handgelenke, damit Li ein Foto von mir machen und meine Fingerabdrücke bekommen konnte. Es war sehr schmerzhaft. Später am Nachmittag wurde ich in das Landkreisgefängnis gebracht und dort bis zum 3. März festgehalten.

Im Kreisuntersuchungsgefängnis misshandelt

Ich wurde am 3. März in das Kreisuntersuchungsgefängnis verlegt. Mir wurde befohlen, meine Kleider für eine körperliche Untersuchung auszuziehen. Darauf reagierte ich nicht. Ein dicker, um die 50 Jahre alter Polizeibeamter ließ mich von zwei Häftlingen verprügeln, bis ich zu Boden fiel. Dann machten sie weiter und stampften auf mir herum. Mir war schwindelig, und Blut rann aus meinem Mund.

Die beiden Häftlinge hielten mich am Boden fest und zogen mir die Kleider aus. Drei andere Polizisten, die damals anwesend waren, taten nichts, um diese Gewalt zu stoppen.

Nachdem ich untersucht worden war, wurde ich in Abteilung Nr. 6 gebracht. Ich bekam jeden Abend nur eine Tasse Wasser und hatte in den nächsten fünf Tagen keinen Stuhlgang. Meine Kleider wurden bis auf ein langärmliges Unterhemd und eine lange Unterhose weggeworfen.

Ich hatte nichts, um mich vor der Kälte zu schützen. Erst zwei Tage später gab man mir eine alte Jacke.

Am 4. März morgens wurde ich nackt ausgezogen, und ein Insasse entleerte zwei Eimer voll Wasser über meinem Kopf. Von der Kälte hätte ich beinahe das Bewusstsein verloren.

Gehindert, meinen Anwalt zu sehen

Meine Familie beauftragte Anwalt Cheng Hai, mich zu vertreten. Als er am Morgen des 7. März darum bat, mich sehen zu dürfen, bekam er zur Antwort, dass Direktor Li Changchun vom Kreisuntersuchungsgefängnis Huairen die Erlaubnis zu einem Treffen verweigert habe.

Rechtsanwalt Cheng reichte sofort eine Beschwerde bei Abteilungsleiter Chen von der Kreisstaatsanwaltschaft ein. Am Nachmittag wurde meinem Anwalt mitgeteilt, dass alle Besprechungen wegen einer zweitägigen Anti-Terror-Übung abgesagt worden seien.

Damit ich mich nicht mit meinem Anwalt treffen konnte, sollte ich in das über 100 Kilometer entfernte Bezirksuntersuchungsgefängnis Pinglu in der Stadt Shuozhou geschickt werden. Am 9. März trat ich in einen Hungerstreik, um dagegen zu protestieren, und das Bezirksuntersuchungsgefängnis Pinglu weigerte sich, mich aufzunehmen.

Ich wurde dann in das Kreisuntersuchungsgefängnis Shanyin gebracht, wurde aber wieder abgelehnt, als die Beamten hörten, dass ich mich in einem Hungerstreik befand. Direktor Li Changchun brachte mich schließlich in dem Kreisuntersuchungsgefängnis Ying unter, wo ich vom 9. März bis zum 20. März festgehalten wurde.

Vom 14. bis zum 20. März machte ich erneut einen Hungerstreik. Beamte des Kreisuntersuchungsgefängnisses Ying benachrichtigten Direktor Li Changchun, und ich wurde in das Krankenhaus für chinesische Medizin Huairen gebracht.

Im Kreiskrankenhaus für chinesische Medizin Huairen zwangsernährt

Ein Wärter namens Liu aus dem Kreisuntersuchungsgefängnis Huairen holte mich am Nachmittag des 20. März ab und brachte mich zum Kreiskrankenhaus für chinesische Medizin Huairen. Meine Kleider und die 45 Yuan, die mir bei der Aufnahme abgenommen worden waren, bekam ich nie wieder zurück.

Ich wurde in den Überwachungsraum der Notfalleinheit im ersten Stock gelegt. Es waren sechs Betten in diesem Zimmer, eine Reihe von Metallstühlen vor dem Fenster und eine Wand-Klimaanlage an der Ostwand.

An Händen und Füßen gefesselt wurde ich auf das Bett geschoben und von fünf Polizeibeamten festgebunden, während eine Krankenschwester mich durch einen in meine Nase eingeführten Schlauch zwangsernährte, so dass meine Nase blutete. Weil ich seit sieben Tagen weder gegessen noch getrunken hatte, übergab ich alles, was mir eingeflößt wurde.

Aus Angst, dass das Essen in meine Luftröhre gelangen konnte, hörten sie auf, mich durch einen Schlauch zu ernähren und wechselten zu intravenös verabreichten Flüssigkeiten. Ich zog die Nadel aus meiner rechten Hand. Ein Polizist packte meine rechte Hand, und die Schwester setzte die Nadel in meine linke Hand. Ich schaffte es, die Nadel wieder herauszuziehen, aber sie wurde schnell ersetzt.

Als die Flüssigkeit in meinem Blutkreislauf gelangte, begann sich mein ganzer Körper innerhalb kurzer Zeit zu verkrampfen, und mein Blutdruck schoss auf 170. Ich schwitzte extrem und bekam hohes Fieber. Ich fragte mich, ob ich sterben würde. Wie im Traum hörte ich den Polizisten sagen, dass ich im Sterben läge. Ein Arzt überprüfte meine Pupillen und verlangte eine Sauerstoffmaske.

Das übelriechende Gas, das aus meinem Bauch kam, war sehr widerlich, da ich seit Tagen nicht gegessen hatte. Direktor Li Changchun war während des gesamten Prozesses anwesend, und er ist voll verantwortlich für das, was ich durchmachen musste.

13 Tage im Krankenhaus 322 der Volksbefreiungsarmee

Abteilungsleiter Zhang Xiangdong, Xie Junwei, und andere Polizisten aus der Staatssicherheitsabteilung des Kreises begleiteten mich am Abend des 20. März in das Krankenhaus Nr. 322 der Volksbefreiungsarmee in der Stadt Datong. Ich wurde in die Station Nr. 0513 im fünften Stock gebracht, wo ich für den Rest der zwei Wochen, die ich dort war, blieb. Abteilungsleiter Zhang wies die Polizisten an, meine Füße mit Fußfesseln an schweren Ketten am Bett zu befestigen. Meine Hände wurden einzeln mit Handschellen an den Schienen auf beiden Seiten des Bettes befestigt. Ich konnte mich also nicht umdrehen. Doktor Guo Hongri und Krankenschwester Pan Lixia ernährten mich durch einen Schlauch. Da ich mich weder bewegen noch drehen konnte, wurde ich sehr steif und hatte starke Schmerzen.


Das Krankenhaus 322 der Volksbefreiungsarmee


Vor meiner Station


Auf meiner Station


21. März 2017. Jede der fünf Abteilungen der Polizeibehörde von Huairen schickte abwechselnd ein Team von sechs Männern, um mich rund um die Uhr zu überwachen. Direktor Li ließ meine Handschellen und Fußfesseln auf eine kleinere Größe umtauschen, weil meine Handgelenke und Knöchel schmal sind und er nicht riskieren wollte, dass ich aus ihnen herausrutschte. Die Handschellen und Fußfesseln waren sehr eng und verletzten meine Handgelenke. Die Verletzungen von den Handschellen gingen lange nicht weg, auch nachdem ich freigelassen worden war.

Ich erhielt 24 Stunden am Tag intravenös Flüssigkeiten. Da ich bis dahin über eine Woche lang nichts gegessen hatte, waren meine Adern sehr klein, und die Lösung, die sie mir gaben, verursachte unerträgliche Schmerzen.

22. März 2017. Ich war immer noch mit Handschellen und Fußfesseln an das Bett gefesselt und konnte mich nicht bewegen. Der Schmerz war unerträglich geworden.

Ich hörte Doktor Guo zur Polizei sagen, dass ich Nierenversagen haben würde, wenn ich nicht in den nächsten zwei Tagen urinieren würde. Die Polizei sagte, wenn das passieren würde, würden sie mich zurück zur Polizeistation bringen und mir eine Art Droge geben. In dieser Nacht hatte ich Bauchschmerzen und nässte das Bett.

23. bis 27. März 2017. Ich war immer noch mit Handschellen und Fußfesseln ans Bett gefesselt. Doktor Guo, Doktor Li Xuejun und Krankenschwester Pan verabreichten mir weiterhin intravenös Flüssigkeiten, die sie von fünf auf sieben Einheiten erhöhten.


Krankenschwester Pan Lixromia


Meine Arme schwollen an und taten weh. Ich bat sie, die intravenöse Zufuhr zu stoppen, wurde aber ignoriert. Ich entfernte die Nadel von meinem linken Arm mit meinen Zähnen, aber Krankenschwester Pan setzte schnell eine andere Nadel in meinen rechten Arm. Als ich diese wieder mit den Zähnen herausnahm, ließ sie mich von vier Polizisten festhalten und steckte die Nadel in mein rechtes Bein.

Sie platzierte sie nicht richtig und die Lösung ging in mein Muskelgewebe. Mein rechtes Bein schwoll an und schmerzte heftig. Die Polizisten hielten mich wieder fest, während Krankenschwester Pan die Nadel in mein linkes Bein verlegte. Es war wirklich schrecklich. Ich war müde und verschwitzt. Ich war mir nicht sicher, was mir gegeben wurde, außer dass die Krankenschwester einmal erwähnte, dass es Medikamente seien, die die Blutgefäße anregen würden.


Der Arzt Guo Hongri


Die Ärztin Li Xuejun

Junger Arzt


Doktor Guo Hongri, Doktor Li Xuejun, und ein junger Arzt führten außerdem mit Hilfe des Abteilungsleiters Zhang Xiangdong bei mir eine Zwangsernährung mit Wasser durch. Direktor Li Changchun kam fast jeden Tag, in der Hoffnung, dass ich aufgeben würde. Er ließ die Krankenschwester den Tropf schneller einstellen, was mehr Schmerzen verursachte.

Ich musste im Bett in eine Tasse urinieren, und die Handschellen wurden mir während meines ganzen Aufenthalts im Krankenhaus Nr. 322 nicht abgenommen. Zum Wasserlassen brauchte ich immer lange Zeit, und ich hatte in der ganzen Zeit, in der ich dort war, keinen Stuhlgang.

28. März 2017. Die Polizisten, die mich bewachten, hatten um etwa 9 Uhr Schichtwechsel. Eine Stunde später wurde mir gesagt, dass ich eine körperliche Untersuchung bekommen würde. Da ich seit zehn Tagen nichts gegessen hatte, waren sie besorgt, dass ich sterben könnte. Ich wurde auf eine Trage gehoben, immer noch mit Hand- und Fußfesseln gefesselt, und aus meiner Station geschoben.

Es hatte gerade am Tag zuvor geschneit und es war sehr kalt draußen. Alles, was ich anhatte, war meine Unterwäsche, und ich war nicht zugedeckt. Ich zitterte, als wir die Treppe hinauf und durch den Hof gingen.

Die Polizisten, die mich schoben, gingen sehr schnell. Es war keine angenehme Fahrt. Sie verstärkte die Schmerzen und Unannehmlichkeiten, da ich auf die Trage gefesselt war. Ein Polizist filmte alles.

Nachdem ich lange gewartet hatte, bekam ich drei Untersuchungen, eine davon war ein Farb-Ultraschall und eine andere ein Elektrokardiogramm. Ich war die ganze Zeit mit Handschellen und Fußfesseln gefesselt. Nachdem ich in meine Station zurückgekehrt war, hängten sie mich wieder an den Tropf.

29. März 2017. Xia Zhitian, ein ehemaliger Mitschüler vom Gymnasium und jetzt Leiter der Rechtsabteilung der Kreispolizeibehörde Huairen, kam zu Besuch. Er versuchte mich zu überzeugen, den Rechtsweg zu durchlaufen und vor Gericht zu gehen. Alle sechs Polizisten, die mich bewachten, waren anwesend, und einer von ihnen nahm unser Gespräch auf.

Xia sagte: „[Vor Gericht zu gehen] ist kein schlechtes Geschäft. Du hast bereits einen Anwalt beauftragt und der könnte dich verteidigen.“

Ich sagte ihm: „Das ist Vergeltung. Alles nur, weil ich einen Brief geschrieben habe. Auch ohne Kenntnis des Gesetzes weiß jeder, dass das Schreiben eines Briefes ein Bürgerrecht ist. Ich habe kein Gesetz übertreten und sollte nicht für irgendetwas vor Gericht gehen. Wenn ich vor Gericht gehen muss, ist das eine Beleidigung für das chinesische Rechtssystem, das Gericht und die Richter. Ich billige es nicht. Alles, was ich habe, ist mein Leben, und wer es wagt, den Fall zu übernehmen, ist willkommen.“

Als er sah, dass ich nicht umzustimmen war, ging er ohne noch etwas zu sagen. An jenem Tag erhielt ich für 24 Stunden intravenös Flüssigkeiten.

30. März 2017. Doktor Guo wollte einen Schlauch zur Zwangsernährung in meinen Magen einführen, weil ich so lange nicht gegessen hatte und das Risiko eines Magen-Darm-Versagens bestand. Als ich „Nein“ zu ihm sagte, ließ er mich von sechs Polizisten festhalten. Krankenschwester Pan stand mit dem Schlauch in der Hand bereit, um ihn durch meine Nase einzuführen.

Ich widersetzte mich mit meiner ganzen Kraft und schüttelte den Kopf so heftig, dass sie den Schlauch nicht einsetzen konnten. Sie hatten Angst, dass der Schlauch in meiner Luftröhre landen könnte, so gaben sie auf. Später zwangsernährte mich Guo mit Wasser, und der Tropf hörte nie auf. Meine Arme und Beine waren geschwollen und schmerzten sehr.

31. März 2017. Xia Zhitian und ein weiterer Schulfreund vom Gymnasium kamen zu Besuch und versuchten mich zu überzeugen, etwas zu essen. Ich sagte: „Ich habe die Entscheidung getroffen und werde sie nicht ändern. Solange ich inhaftiert bin, werde ich weder essen noch trinken.“ Als sie sahen, dass ich viel Gewicht verloren hatte, hatten sie sehr viel Mitleid. Ich erhielt an jenem Tag 24 Stunden lang intravenös Flüssigkeiten.

1. April 2017. Ich hörte Doktor Li Xuejun im Gespräch mit Direktor Li Changchun vom Untersuchungsgefängnis am Telefon. Er sagte ihm, dass bei mir immer noch alles gleich sei. Ich glaube, ich hörte sie sagen, dass es nichts anderes gebe, das sie tun konnten.

Die intravenöse Behandlung wurde fortgesetzt. Als die Flüssigkeit in einer Glasflasche kam, musste ich stark schwitzen und fühlte mich extrem unangenehm. Ich vermutete, dass sie mir absichtlich mehr Schmerzen verursachen wollten.

Ich hatte große Schmerzen, als der junge Arzt hereinkam und sarkastisch sagte: „Bin zur Überprüfung hier. So mutig!“ Die Ärzte hatten alles versucht, was sie bis zu diesem Punkt tun konnten, aber ich gab nicht auf.

2. April 2017. Mein ehemaliger Mitschüler Xia Zhitian, Direktor Li Changchun, Abteilungsleiter Zhang Xiangdong, und Polizist Xie Junwei von der Kreisstaatssicherheitsabteilung kamen in jener Nacht und sagten mir, dass sie mich auf Kaution freilassen würden.

Die sechs Polizisten, die mich überwachten, wollten mich aufsetzen, aber ich konnte mich nicht bewegen. Ich war schwach, weil ich seit drei Wochen nichts gegessen hatte, und meine Glieder waren taub, weil sie zwei Wochen lang angekettet und gefesselt gewesen waren. Ich hatte seit dem 20. März keinen Stuhlgang mehr gehabt und war einem Magen-Darm-Versagen nahe. Ich wurde in einen Rollstuhl zum Polizeiauto geschoben und in das Auto getragen.

Ein Polizist filmte mich wieder, als ich in den Kreis Huairen gebracht wurde. Mein Magen und mein Darm schmerzten wirklich, und mein ganzer Körper war schwach und taub. Wir kamen um 22:00 Uhr in der Kreispolizeibehörde an. Zu der Zeit, als meine Frau die ganzen schriftlichen Sachen erledigt hatte und ich freigelassen wurde, war es 01:00 Uhr nachts am 3. April.

Vernehmung durch den Staatsanwalt

Staatsanwalt Cao von der Kreisstaatsanwaltschaft Huairen verhörte mich zweimal, während ich inhaftiert war. Das erste Mal war ich im Untersuchungsgefängnis des Bezirks Ying. Ich reichte bei Cao eine Beschwerde über den Abteilungsleiter Zhang Xiangdong, den Polizisten Xie Junwei und Li Hui von der Kreisstaatssicherheitsabteilung ein wegen Verletzung des rechtsstaatlichen Verfahrens. Ich bat darum, dass Cao seine Befugnis ausüben und die drei Polizisten von einer weiteren Untersuchung meines Falles ausschließen solle.

Das zweite Mal traf ich Cao während meines Aufenthalts im Krankenhaus Nr. 322. Ich weigerte mich, mit ihm zusammenzuarbeiten oder ihm irgendwelche Fragen zu beantworten und bestand darauf, dass er zuerst die Angelegenheiten, die ich bei unserem ersten Treffen angesprochen hatte, lösen solle. Ich forderte, dass er die drei Polizisten von der Kreisstaatssicherheitsabteilung wissen lassen solle, dass sie nicht mehr an meinem Fall beteiligt seien. Cao antwortete nicht.

Ich sagte ihm: „Da mein Antrag nicht berücksichtigt wurde, sollten wir nicht fortfahren.“ Cao notierte, was ich sagte und fragte, ob ich möchte, dass auch er von meinem Fall ausgeschlossen werde. Ich stimmte dem sofort zu, und er ging weg.

__________________________________________________________________

[1] http://de.minghui.org/html/articles/2017/3/15/1260...


Englische Version:
http://en.minghui.org/html/articles/2017/6/2/164097.html

Chinesische Version:
http://www.minghui.org/mh/articles/2017/4/30/张树勇因要求中央电视台信息公开被迫害-346414.html

Texte und Informationen von dieser Website können mit Quellenangabe grundsätzlich weiterverwendet werden.