Provinz Hebei: Bericht über die Zustände im Gefängnis Jidong
 

Provinz Hebei: Bericht über die Zustände im Gefängnis Jidong

Das Bezirksgericht Feixiang in der Stadt Handan, Provinz Hebei, verurteilte am 29. Dezember 2016 sechs Einwohner Handans zu Gefängnis. Der Grund: Sie hatten Flyer über die Verfolgung von Falun Gong verteilt. Unter ihnen befand sich der pensionierte 71-jährige Polizist Li Congchun. Er wurde zu fünf Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 5.000 Yuan (ca. 650 EUR) [1] verurteilt.

Am 1. März 2017 kam Li in das Gefängnis Nr. 5 Jidong in der Provinz Hebei. Seine Familie wurde drei Monate lang nicht über den Ort seiner Inhaftierung informiert.

Der Praktizierende Shen Youlian rief seine Familie aus dem Gefängnis Jidong an. Shen war zur selben Zeit wie Li verurteilt worden, deshalb vermutete Lis Familie, dass die beiden Männer im selben Gefängnis eingesperrt seien.

Lis Sohn Li Xiaoqiang ging im Mai dorthin, um seinen Vater zu besuchen. Die Wärter ließen jedoch keinen Besuch und keinen Anruf zu und weigerten sich auch, seinem Vater Geld von ihm zu geben.

Im Gefängnis Jidong: Folter und Misshandlung

Ein Falun-Gong-Praktizierender, der im Gefängnis Jidong eingesperrt war, enthüllte nach seiner Freilassung Informationen über die Folterungen, die Praktizierende in den Händen von Wärtern und Strafgefangenen dort erleiden.

Die Wärter befahlen den Strafgefangenen und Kollaborateuren, diesen Falun-Gong-Praktizierenden wie auch andere zu foltern und sie einer Gehirnwäsche zu unterziehen. Während der Haft verlor er 40 kg an Gewicht.

Sechs Praktizierende mussten einen Praktizierenden überwachen, um Punkte für ihre frühzeitige Entlassung zu sammeln. Sie schlugen die Praktizierenden bis zur Bewusstlosigkeit. Bevor sie wieder zu sich kamen, wurde ihr Blutdruck gemessen. War dieser hoch, bekamen sie unbekannte Medikamente verabreicht. Häufig konnte die Praktizierenden danach nicht mehr atmen und verloren das Bewusstsein.

Manchmal nahmen die Gefangenen eine Handvoll Tabletten, zeigten sie den Praktizierenden, vermahlten sie zu Pulver und mischten sie unter den gekochten Reis. Jeder Praktizierende, der sich weigerte, die Mischung zu essen, wurde geschlagen. Die Drogen verursachten Schwindel, Magenschmerzen, Erbrechen und Bewusstlosigkeit.

Das Gefängnis Jidong liegt im Südosten der Stadt Tanshan und verfolgt die Praktizierenden seit Beginn der Verfolgung im Jahre 1999. Viele Praktizierende wurden schwer krank, körperbehindert oder starben infolge der unmenschlichen Behandlung, denen sie dort ausgesetzt waren.

Zu den Todesfällen dort zählt Dong Hanjie, ein langjähriger Ingenieur der Minenbehörde Zhouzhou in der Provinz Hebei. Er starb am 10. Oktober 2015 im Gefängnis Jidong.


[1] Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300 EUR.

Englische Version:
http://en.minghui.org/html/articles/2017/6/8/164175.html

Chinesische Version:
http://www.minghui.org/mh/articles/2017/6/3/栗从春被劫入冤狱70多天-家人被禁止探视-349090.html

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