Ich habe gelernt zu harmonisieren: Arbeit und Familie mit meiner Mission der Errettung von Menschen

Vorgetragen auf der Fa-Konferenz zum Erfahrungsaustausch 2017 in New York
 

Sehr geehrter Meister und liebe Mitpraktizierende,

als ich ein Kind war, schaute ich oft in den Sternenhimmel und fragte mich, wo ich hergekommen bin und wo ich hingehen werde. Als in den 80er-Jahren Qigong sehr populär war, begann ich, mich für übernatürliche Fähigkeiten und andere Phänomene zu interessieren.

Ich setzte mich mit buddhistischen Sutren, dem I-Ging, der Bibel und so weiter auseinander – doch in meinem Herzen entstanden nur immer mehr Fragen. Später beschloss ich, mich im Falun Gong zu kultivieren. Als ich das erste Mal das Zhuan Falun (das Hauptwerk im Falun Gong) öffnete, wusste ich bereits nach drei Seiten, dass ich darin die Antworten gefunden hatte, nach denen ich mein ganzes Leben lang gesucht hatte.

Ich spürte sofort, wie tiefgehend und allumfassend Dafa ist, es geht über alle anderen Lehren hinaus. Und ich stellte fest, dass diejenigen, die Dafa erhalten haben, das größte Glück haben. Die Trübsale, mit denen ich im Laufe meiner Kultivierung zu tun hatte, waren auf mein Karma zurückzuführen, dass ich in der Vergangenheit angesammelt hatte. Der Meister hat das Karma schon stark reduziert. Meine Kultivierung im Dafa hat alle Aspekte meines Lebens, meiner Familie, meines Studiums und meiner Arbeit verbessert.

Kurz nachdem ich zu praktizieren begonnen hatte, erfuhr ich eine Prüfung. Ich wollte heraustreten für die Fa-Verbreitung, sah aber auch meine Verpflichtung gegenüber meiner Familie, die ich erfüllen sollte. Damals betrachtete ich diesen Konflikt nicht als Störung, sondern dachte über diesen Konflikt ernsthaft nach. Mir war bewusst, was für eine Verpflichtung ich für meine Familie hatte. Ich verstand, dass das Familienleben ein Teil meiner Kultivierung ist und dass ich alles gut machen musste. In Wirklichkeit habe ich von meiner Familie viel gelernt und sie haben mir geholfen, in meiner Kultivierung voranzukommen.

Es geht nicht darum, wieviel Zeit oder Geld ich für sie aufwende oder wieviel ich im Haushalt erledige, sondern es ist eine Angelegenheit unseres Herzens. Es gibt zwei Möglichkeiten: Ich denke nur an mich, an meine Mission und an meine Kultivierung oder ich bin fürsorglich anderen gegenüber und helfe gerne anderen Menschen. Sehr viele Mitpraktizierende haben das falsche Verständnis, dass sich nicht um andere zu sorgen mit barmherzig sein gleichzusetzen sei. Sie kümmern sich nicht mehr um die Angelegenheiten ihrer Familienangehörigen, interessieren sich nicht mehr für sie und verbringen keine Zeit mehr mit ihnen. Das halten sie für die Methode, um „Gefühle“ loszulassen.

Meine Erfahrung ist da völlig anders. Als zum Beispiel meine Kinder auf die Welt kamen, war mein Herz erfüllt von Liebe für sie. Als ich mich dann zu kultivieren begann, tauchte ein neues Gefühl auf: Wenn ich andere Menschen genauso lieben und umsorgen könnte wie meine eigenen Kinder, eine bedingungslose Liebe, käme dies der wahren Barmherzigkeit schon näher. Es geht wirklich darum, ob wir andere Menschen wirklich respektieren und uns für sie interessieren. Wenn ich mich so verhalte, kann das jeder spüren, auch meine Familie. Jetzt ist es so, dass meine Familie mir hilft und mich unterstützt, wenn ich an Projekten arbeite. Wir erklären anderen zusammen die wahren Umstände und machen Werbung für Shen Yun. Eine Familie ist ein großartiges Team.

Die stabile Erhöhung des Einkommens durch meinen Beruf hat das Leben einfacher gemacht und hilft allen, sich mehr auf die Kultivierung zu konzentrieren.

Ein Experte werden, um Menschen zu erretten

1997 kam eine Ärztedelegation aus China nach Boston, um sich mit der amerikanischen Ärztegemeinschaft zu treffen. Damals kamen auch viele Mitpraktizierende nach Boston, die eine medizinischen Ausbildung haben oder in diesem Bereich tätig sind. Sie wollten der Ärztegemeinschaft Falun Dafa bekanntmachen. Wir waren mit denselben Problemen konfrontiert, wie wir sie bei den meisten Aktivitäten in den letzten 20 Jahren hatten, nämlich, dass es schwer war, mit der Ärztegemeinschaft zu kommunizieren.

Danach überlegte ich, wie ich in ihren Kreis hineinkommen könnte. Damals dachte ich, wie glücklich wir uns als Dafa-Jünger schätzen können, dass wir uns kultivieren können. Wir alle arbeiten in verschiedenen Gebieten und beherrschen die unterschiedlichen Fachsprachen unserer verschiedenen Berufe. Die Verbreitung des Dafa in verschiedenen Ländern heißt auch, dass wir die hiesige Sprache beherrschen. Daraufhin erkannte ich, dass wir die Rolle des Übersetzers übernehmen und die Lücken schließen könnten. Wir sind heilige Botschafter, die die Schönheit des Dafa bei den Menschen in unseren verschiedenen Berufssparten verbreiten.

Nach dieser Veranstaltung begann ich, mich auf das amerikanische medizinische Staatsexamen „United States medical Licensing examination“ vorzubereiten. Nach dem 20. Juli 1999 trug ich mich für das Examen ein und lernte dafür, obwohl ich weiterhin an meiner Dissertation forschte und mich an Aktivitäten beteiligte, um Menschen über die Verfolgung zu informieren.

Jeden Abend lernte ich, nachdem die Kinder ins Bett gegangen waren und jeden Morgen stand ich früh auf. Damals wusste ich nicht, wie ich für das Examen lernen sollte. Aber in unterschiedlichen Stationen meines Studiums tauchten immer Unbekannte auf, die mir halfen. Ich spürte, dass der Meister mir half. Auf diese Weise konnte ich das Staatsexamen Schritt für Schritt bestehen.

Durch diesen Prozess habe ich erkannt: Wenn ich nicht so hart gearbeitet und nicht mein Bestes gegeben hätte, dann hätte ich das Examen nicht bestanden. Viele Mitpraktizierende tauschten ihre Erfahrungen mit mir aus und sagten, dass sie einfach gute Noten bekommen würden, ohne sehr hart dafür zu arbeiten, solange sie die Übungen machen und das Fa lernen würden.

Das war nicht meine Erfahrung. In meinem Fall, wenn ich 30% meiner Bemühungen in mein Studium gelegt hätte, dann hätte ich 30 Punkte bekommen. Wenn ich 60% gegeben hätte, hätte ich 60 Punkte bekommen. Wenn ich 95% oder mehr in meine Bemühungen lege, dann könnte ich 500 oder sogar 1000 Punkte bekommen, also weit mehr als die Bemühungen, die ich hineingelegt habe. Dadurch erkannte ich, was der Meister mich gelehrt hat, nämlich dass ich mein Bestes tun muss, ganz egal was ich auch tue: in meiner Familie, in meinem Berufsleben, bei der Erklärung der wahren Umstände oder bei der Promotion für Shen Yun.

Später meldete ich mich für eine Facharztausbildung an. Fachärzte sind in den Vereinigten Staaten sehr beschäftigt, deshalb dürfen sie nicht mehr als 80 Stunden pro Woche arbeiten. Wir waren Tag und Nacht hochkonzentriert beschäftigt. Schließlich kam mir der Gedanke: „Lass mich hart arbeiten, aber nur bis zu 80%, damit ich noch Zeit habe für die Erklärung der wahren Umstände.“

In Wirklichkeit hatte ich damit für meinen Job nicht mein Bestes gegeben. Die Menschen merken das. Meine Chefin kritisierte mich und sagte, dass ich mit dem Herzen nicht bei der Heilkunde sei. Vor anderen teilnehmenden Ärzten sagte sie, dass ich in Gedanken auf dem Platz des Himmlischen Friedens sei. Ich erkannte, dass der Meister mich durch ihre Worte auf meine Lücken hingewiesen hatte. Ich hatte einen Maßstab für mich selbst konstruiert, anstatt dem Maßstab des Dafa zu folgen. Das funktioniert nicht.

Dieses Problem habe ich bei vielen Mitpraktizierenden beobachtet. Sie legen ihr ganzes Herz in Projekte zur Erklärung der wahren Umstände, verbringen aber nur selten Zeit mit ihrer Familie und bringen in ihren Jobs nur einen minimalen Einsatz. Wenn man sich zu 100% oder mehr für die Erklärung der wahren Umstände einsetzt und 50-60% für seine Familie bzw. den Beruf, wird das Endergebnis für ihr Projekt knapp 50 oder 60% sein, da ihre Xinxing nur 50 oder 60% hoch ist. Unser Xinxing spiegelt sich in allen Aspekten unseres Lebens wider. Man kann nichts unbeachtet lassen. Diejenigen, die es wirklich gut machen, machen alles gut: Familie, Berufsleben und die Aufklärung der Menschen.

Der Meister spricht im Zhuan Falun über das Töten und dass jeder Schritt, den wir tun, von höheren Wesen arrangiert wurde. Wenn jemand diesen Arrangements nicht folgt, nachdem man mit der Kultivierung begonnen hat, und nur die Projekte zur Erklärung der wahren Umstände gut macht, wird er in der Kultivierung viel verlieren, was nicht damit kompensiert werden kann, dass er bei den Projekten viel leistet.

Jeder Pass und jede Trübsal entspricht einem Teil unseres neuen Kosmos, den wir später erschaffen. Wenn wir uns nur in den Projekten für Dafa kultivieren, aber nicht auf unsere Familie oder unser Berufe achten, würde unser neuer Kosmos wahrscheinlich unvollständig sein. Die Teile, die unseren Familien oder Berufen entsprechen, würden fehlen.

Wir müssen in allem unser Bestes geben

Früher brachte ich alle meine Mängel, die sich in meinem täglichen Leben zeigten, mit, wenn ich an einem Projekt mitwirkte. Die Praktizierenden, die ihren Familien und Berufen nicht genug Aufmerksamkeit entgegenbrachten, brachten genau dieselbe Unachtsamkeit und alle ihre anderen Mängel mit in die Projekte zur Aufklärung der Menschen.

Ganz gleich wieviel Aufmerksamkeit sie den Projekten auch widmeten, so kamen alle ihre Mängel zum Vorschein, sobald sie auf Probleme stießen. Zum Beispiel versuchten sie, Abkürzungen zu nehmen oder fühlten sich nicht verantwortlich. Ganz gleich um welches Projekt es ging, sie brachten immer dieselben Probleme mit, wiederholten dieselben Fehler, stolperten über dieselben Dinge und erreichten dieselben unzureichenden Ergebnisse.

Wir haben das Ziel, bei der Erklärung der wahren Umstände effektiver zu sein. Wenn wir wirklich besser darin sein wollen, müssen wir uns in jedem Aspekt unseres Lebens verbessern. Schließlich erkannte ich die Bedeutung der Lehre des Meisters:

„Es ist in Ordnung, wenn ihr euch so gut es geht der Lebensweise der gewöhnlichen Menschen entsprechend kultiviert.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz in New York 2004, 21.11.2004)

Wenn wir über unsere Familie, Berufe oder Trübsale sprachen, fragten sich manche Praktizierende laut, ob es das Arrangement des Meister oder der alten Mächte sei. Mir scheint, dass sie ihre eigenen Arrangements treffen wollen. In Wirklichkeit hat der Meister gesagt, dass wir selbst am Arrangement unseres Schicksals und unseres Weges beteiligt sind.

Als ich zum Beispiel anfing zu praktizieren und sah, dass manche Praktizierende häufig mit dem Meister zusammen waren, beneidete ich sie und hoffte, auch näher beim Meister zu sein. Dann dachte ich: „Du wolltest selbst an der Frontlinie stehen.“ Da verstand ich und hörte auf daran zu denken, wie ich den Meister treffen könnte.

Nach vielen Jahren hatte ich dann verstanden, dass nichts im Leben zufällig ist. Jeder Aspekt in unseren Leben ist an der Frontlinie, weil wir dem Meister helfen, Menschen zu erretten.

Als ich meine Promotion zum Facharzt abgeschlossen hatte, riet mir eine Lehrmeisterin, dass ich überall als Verantwortlicher auftreten solle und dass die Angelegenheiten meiner Mitarbeiter meine Angelegenheiten seien. Diesen Gedanken behielt ich als Leitgedanken in meinem Kopf. Später forderte sie mich auf, ein Forschungsstipendium in einem erstklassigen Krebszentrum anzutreten. Innerhalb von sechs Monaten wickelte ich mehrere Projekte ab und veröffentlichte vier qualitativ hochwertige Referate. Die Kollegen konnten meine Leidenschaft und meine Hingabe zu dem Beruf spüren.

Ich arbeitete in einem wissenschaftlichen Ärztezentrum. Dort bekam ich keine solide Unterstützung und es fehlte an Geräten und Betriebsmitteln. Ich begann meine Forschung bei meiner täglichen Arbeit in der Klinik. Da es kein Forschungslabor gab, begann ich mit den einfachsten graphischen Übersichten.

Zuhause teilte ich die Hausarbeit mit meiner Frau; auf der Arbeit steckte ich meine Zeit in das Krankenhaus, lehrte, machte Forschungen und wickelte administrative Aufgaben ab; mit meinen Mitpraktizierenden koordinierte ich die Shen Yun Promotion und Projekte zur Erklärung der wahren Umstände an lokale Regierungen und Gemeinden. Ich tat, was ich tun sollte.

Durchbruch

Ein Wunder nach dem anderen geschah. Ich erhielt jede Urkunde des Gremiums und hatte mehr Urkunden als alle anderen in meiner Abteilung. Ein internationales Komitee von Wissenschaftlern lud mich zur Mithilfe ein. Ein nationaler medizinischer Verein lud mich, einen Assistenzarzt, dazu ein, beim Verfassen von Richtlinien für Patienten zu helfen. Mein Berufsverein verlieh mir eine prestigeträchtige Auszeichnung für die einflussreichste wissenschaftliche Abhandlung des Jahres. Neben der Erklärung der wahren Umstände und der Promotion für Shen Yun publizierte ich jährlich drei oder vier Abhandlungen. Diese Errungenschaften gingen alle über meine Fähigkeiten hinaus – ich weiß, dass der Meister diese ermöglicht hat. Was ich tat, war, die richtige Einstellung in jedem Aspekt meines Lebens zu haben.

Doch wie auch immer, der Prozess der Kultivierung hat kein Ende. Ich spürte eine größere Verantwortung, die noch stärkerer Bemühungen bedurfte, so wie zum Beispiel: die Qualität meiner Erklärung der wahren Umstände zu verbessern, die Erklärung der wahren Umstände an die mittleren und höheren Schichten zu verbessern, in neuen Gebieten Pionierarbeit zu leisten und so weiter. Mein Verständnis ist, dass der Meister seinen Zeitplan und Ablauf hat und dass alle errettet werden müssen, inklusive der mittleren und höheren Schichten der Gesellschaft.

Der Meister sagte auch, dass alle unsere Arbeitsstellen unsere Tempel seien. Mein Verständnis ist, dass wenn ich in meinem Beruf hart und gewissenhaft arbeite, dann können die Lebewesen, die mit mir eine Verbindung haben, errettet werden. So helfen sie auch mir.

Meine älteren Mitarbeiter sagten mir, dass sie mich alle beobachten würden. Doch keiner setzte mich unter Druck und ich arbeitete sehr hart. Jeder konnte dies sehen. Meine Kollegen wussten, dass ich sehr aktiv bei der Promotion von Shen Yun half und auch bei anderen Aktivitäten der Erklärung der wahren Umstände sehr aktiv war. Doch weil meine Arbeitsleistung beispielhaft war, hatten sie keinen Grund zur Beschwerde.

Über die Hälfte meiner Mitarbeiter hat sich Shen Yun schon angesehen. Ich promotete Shen Yun weiterhin innerhalb des Gesundheitswesens, empfahl es auch an andere Krankenhäuser. Nach und nach veränderten sich ihre Antworten von „Nein“ zu „Ja“, von E-Mail-Überschwemmung zu Verkauf von Tickets innerhalb der Krankenhäuser. Ich empfahl Shen Yun auch dem Präsidenten des Krankenhauses, dem Vorsitzenden der medizinischen Fakultät und der Präsidentin der Universität. In einem Jahr antwortete sie, dass sie sehr positive Rückmeldungen zu Shen Yun gehört habe.

Ihre positiven Gedanken über Falun Dafa werden ihre Zukunft positiv beeinflussen. Wenn wir unsere Familie oder unsere tägliche Arbeit aufgeben, geben wir all jene auf, die eine Schicksalsverbindung mit uns haben oder die eine Verbindung über unsere Familie oder unsere Arbeit mit uns haben. Wir sollten diejenigen nicht vernachlässigen, die uns am nächsten sind und die in Wirklichkeit die größte Schicksalsverbindung mit uns haben. Wenn du sie im Stich lässt, werden sie beginnen, mit dir zu kämpfen. Dies manifestiert sich dann in ständigen Schwierigkeiten.

Möge unser Verhalten andere erretten

Was Praktizierende sagen und wie wir uns benehmen, ist der kraftvollste Weg, um die wahren Umstände zu erklären. Meine Kollegen beobachteten mich und meine Verwandten und Freunde beobachten mich auch. Viele Jahre nach meiner Zeit als Assistenzarzt sagte mir eine ehemalige Kollegin, dass sie mich bewundert hätte, da ich trotz dem großen Druck, immer noch hätte lächeln können.

Auch wenn viele unserer Verwandten und Freunde Dafa immer noch nicht verstehen, so haben sie doch eine sehr positive Meinung über Dafa-Schüler, weil sie meine Frau und mich beobachten. Unser Weg wird ebener und besser. Später als ich eine andere Arbeit angeboten bekam, erkannte ich, dass dies eine ziemlich entscheidende Herausforderung war. Die Lebewesen in einem neuen Bereich wollten, dass ich dem Meister half sie zu erretten, so nahm ich die Arbeit an. Alles ging gut.

Mitpraktizierende sagen oft, dass es nicht so sei, dass sie es nicht wollen würden, alles richtig zu behandeln, dass ihnen jedoch dazu die Zeit und die Energie fehlen würde. Nach meiner Erfahrung ist es nicht eine Frage der Zeit oder der Energie, sondern eine Frage, ob man darauf achtet oder nicht. Behandelst du deine Familie und deine tägliche Arbeit wirklich als einen Teil deiner Kultivierung in der Fa-Berichtigung? Nach meinem Verständnis ist das Dafa das allerwichtigste, dem Meister zu helfen Lebewesen zu erretten ist das allerwichtigste. Aber zur gleichen Zeit behandle ich meine Familie ernsthaft und sehe meine Arbeit als Teil meiner Kultivierung. Diese stehen nicht in Konflikt miteinander.

Oftmals tauchten die Herausforderungen gleichzeitig auf. Ich suche mir nicht einige heraus und lasse andere sein. Ich bemühe mich, sie alle richtig zu behandeln. Oft treffe ich auf Herausforderungen bei der Erklärung der wahren Umstände, während es andere Probleme bei der Arbeit und in meiner Familie gibt. Ich gebe mir große Mühe, meinen Drang manches nur oberflächlich zu behandeln und mich auf anderes zu konzentrieren, zu unterdrücken. Stattdessen versuche ich jedes Problem mit Geduld und in angemessener Weise zu behandeln. Wenn etwas gut erledigt wurde, dann scheint auch anderes gelöst worden zu sein.

Andererseits tendieren manche Praktizierende dazu, ins Extreme zu gehen und die Menschen können sie nicht verstehen. Unser Verhalten sollte die Schönheit der Kultivierung reflektieren, damit sie über uns positiv denken. Dieses abnormale Verhalten von Praktizierenden kann Missverständnisse verursachen, was es den Menschen schwermacht, uns zu akzeptieren oder zu verstehen. Dies kann Hindernisse für ihre zukünftige Kultivierung verursachen. Dafa-Schüler sollten „super normal“ sein und nicht „abnormal“!

Dafa ist sehr tiefgehend, trotzdem ist das Zhuan Falun in einer einfachen Sprache geschrieben. Die Gottheiten des alten Universums dachten, dass das Fa extrem schwer zu verstehen sein könnte. Dies ist das gleiche Prinzip, ganz egal auf welcher hohen Ebene wir uns kultivieren. Je höher wir uns kultivieren, umso sanfter, ernsthafter, gütiger und selbstloser sollten wir werden. Alle wollen mit uns befreundet sein.

Mitpraktizierende diskutieren oft, ob ein Arrangement ein Arrangement der alten Mächte oder des Meisters ist. Wenn wir Dafa folgen, wird es das Arrangement des Meisters sein; wenn wir Dafa nicht folgen, dann könnte es sein, dass wir dem Arrangement der alten Mächte folgen.

Der Meister sagte:

„Das große kosmische Gesetz (Buddha-Gebot, Fofa) zieht sich von der obersten bis zur untersten Ebene als eine vollständige Einheit durch. Ihr solltet wissen, dass auch die Gesellschaft der gewöhnlichen Menschen die Zusammensetzung des Fa auf jener Ebene ist. Wenn jeder Mensch das Dafa lernen würde und alle mit der gesellschaftlichen Arbeit aufhören würden, dann würde die Gesellschaft der gewöhnlichen Menschen nicht mehr existieren. Das Gesetz auf dieser Ebene würde auch nicht mehr existieren. Die Gesellschaft der gewöhnlichen Menschen ist auch eine Manifestation des Buddha-Gebotes auf der niedrigsten Ebene. Sie ist auch die Existenzform des Lebens und der Materie des Fofa auf dieser Ebene.“ (Li Hongzhi, Kultivierung und Arbeit, 26.04.1996, in: Essentielles für Weitere Fortschritte I)

„Außerdem, diejenigen, die hier sitzen, ganz egal ob du ein Schüler bist, oder eine Arbeit hast, ihr dürft eure Rolle, die ihr in der Gesellschaft der gewöhnlichen Menschen habt, nicht aufgeben, ihr müsst auf alle Fälle all das gut machen, was ihr machen sollt, gleichzeitig kann dies günstige Bedingungen für eure Arbeit der Fa-Bestätigung und der Erklärung der Wahrheit schaffen.“ (Li Hongzhi, Erläuterung des Fa auf der Fa-Konferenz im Westen der USA zur Zeit des chinesischen Laternenfestes 2003 — Fragen und Antworten)

„Alles was ihr heute tut, ist die Praxis, an der man sich in der Zukunft orientieren wird, so dass man sowohl die Arbeit der gewöhnlichen Menschen machen als auch sich kultivieren kann. Wenn ihr ins Extreme geht, könnt ihr diesen Weg zerstören, deshalb dürft ihr nicht ins Extreme gehen. Du brauchst nur offen und aufrichtig in der Gesellschaft das tun, was du tun sollst, und gehst dich dann kultivieren, damit kann man das Kriterium eines Kultivierenden, also den Maßstab zur Vollendung vollkommen erreichen, denn für die Menschen der Zukunft wird es eben so ein Weg sein.“ (ebenda)

Herausforderungen annehmen

Ich spüre, dass die meisten Mitpraktizierenden gute Absichten haben und versuchen, alles richtig zu behandeln. Doch manchmal steht ihnen ihr Eigensinn im Weg, manchmal ist das zum Beispiel die Zeit. So denken manche Praktizierende: „Es wird sowieso bald alles vorüber sein, wozu soll ich mich um die alltäglichen Dinge kümmern?“

Andere verhalten sich wie in dem Sprichwort: „Die Glocke läuten, solange man ein Mönch ist“, was bedeutet, sie haben eine sehr passive Haltung gegenüber ihrem Leben und warten ab, bis es vorüber ist. Manche verbringen den ganzen Tag mit Arbeiten für Dafa, in der Art, wie wenn sie in einem Café Zeit verbringen würden. Viele denken, dass die Mitarbeit an Projekten der Weg zur Vollendung sei, anstatt sich auf dem Weg zu befinden, auf dem sie sich kultivieren, während sie an Projekten arbeiten und ihre Eigensinne beseitigen.

Ein anderer Grund, warum wir ins Extrem gehen könnten, ist unser Unwille, Herausforderungen zu begegnen. Viele von uns nehmen gerne Abkürzungen. In meiner Kultivierung habe ich gemerkt, dass wir uns den Problemen und Herausforderungen stellen müssen, wenn wir ihnen begegnen. Der Meister hat uns gesagt, dass wir den Herausforderungen nicht ausweichen können.

Eine andere Art, wie manche mit den Herausforderungen umgehen, ist, dass sie vor ihnen wegrennen. Aus der Lehre des Meisters wissen wir, dass Konflikte unser Weg sind, in der Kultivierung voranzukommen, was mit unserem neuen Universum übereinstimmt. Wenn wir von den Problemen wegrennen, vor der Verantwortung wegrennen, dann rennen wir auch vor dem Fortschritt und der Verbesserung weg. Wenn wir bis zum Schluss vor den Problemen und der Verantwortung flüchten, könnte unsere Welt fehlerhaft und unvollständig sein.

Wenn die Gesellschaft Missverständnisse über uns hat, sollten wir dann nicht unser Verhalten untersuchen und schauen, ob wir etwas falsch gemacht haben? Der Meister hat uns das schon oft gesagt, so zum Beispiel in der Fa-Erklärung in Singapur. Diese Erklärung hat einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Es ist die Verantwortung eines jeden Dafa-Schülers, den Ruf von Falun Dafa zu beschützen.

Nun habe ich ein klareres Verständnis darüber, warum der Meister im Zhuan Falun von „Praktizieren des häretischen Fa“ spricht. Der Meister sagte uns, dass wir unbewusst häretisches Fa üben könnten.

Der Meister erklärte uns: „Das Herz nicht recht, tatenvoll; Absichtsvolle Wohltat, auch noch Tat“ (Li Hongzhi, Tatenlos, 17.01.1993, in: Hong Yin I)

An der Oberfläche haben wir alle gute Absichten, wenn wir die Wahrheit erklären, aber es wird nicht funktionieren, wenn wir ins Extrem gehen. Wenn Praktizierende sich extrem verhalten, könnten wir dem Ruf des Dafa schädigen und Hindernisse auf den Weg der künftigen Kultivierung der Lebewesen legen.

Meine persönliche Erfahrung ist, dass unsere Mission, dem Meister zu helfen, nicht im Konflikt mit unseren alltäglichen Verpflichtungen gegenüber unserer Familie und unserer Arbeit steht. Im Gegenteil, unsere Familien und unsere Arbeit bilden die vorderste Front, an der wir die wahren Umstände erklären und Lebewesen erretten müssen. Die vorderste Front beschränkt sich nicht auf die persönlichen Gespräche und die Telefonanrufe nach China.

Die Menschen, mit denen wir es täglich zu tun haben, sind die Lebewesen, die eine Schicksalsverbindung mit uns haben und welche gegenüber dem Meister Gelübde abgelegt haben. Auch unsere Begegnungen mit ihnen „erklären die wahren Umstände“ über Dafa. Auf diese Art ist unsere Art der Erklärung der wahren Umstände noch schwieriger, weil dies bedingt, dass wir über lange Zeit mit diesen Menschen interagieren und sie uns dabei jede Sekunde beobachten. Es ist unsere Verantwortung, ihnen mit unserer Präsenz in dieser Welt zu zeigen, wie tiefgründig und ernsthaft Dafa ist.

Dieses Jahr ist der 25. Jahrestag, seit der Meister erstmals in der Öffentlichkeit gelehrt hat. Es sind beinahe 21 Jahre her, seit ich begonnen habe, das Zhuan Falun zu lesen. Ich habe in jedem Schritt auf dem Weg die Führung des Meisters gespürt. Von der persönlichen Erklärung der wahren Umstände nachdem die Verfolgung begonnen hatte, über das Verteilen von Flyern und der Erklärung der wahren Umstände an Regierungen, der Gesellschaft und den Medien bis zur Promotion für Shen Yun, habe ich wahrgenommen und erlebt, wie tiefgründig und allumfassend Dafa ist.

Je länger die Reise dauert, umso klarer erkenne ich und umso stärker empfinde ich den Schaden, der verursacht wird, wenn man ins Extrem geht. Es war nicht einfach, mit dem Meister hierher zu kommen, und das ist unsere einzige Gelegenheit. Wir müssen unsere Missionen erfüllen.

Ich hoffe, dass ich es beim weiteren Vorangehen noch besser machen werde und weniger bereuen werde.

Danke! Meister!
Danke allen Mitpraktizierenden!

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