März 2017: 1.130 Falun Gong-Praktizierende wegen ihres Glaubens verhaftet und schikaniert

Nach den von Minghui.org gesammelten Informationen wurden im März 2017 im Zuge der Verfolgung von Falun Gong 1.130 Falun Gong-Praktizierende verhaftet oder schikaniert.

715 Praktizierende wurden verhaftet, 239 sind mittlerweile wieder zuhause. Bei 232 der festgenommenen Praktizierenden fanden Hausdurchsuchungen statt.

Von den 415 Praktizierenden, die schikaniert wurden, gab es bei 92 Praktizierenden Hausdurchsuchungen. 47 wurden wegen ihrer Strafanzeigen gegen Jiang Zemin schikaniert. Die Schikanen sahen beispielsweise so aus, dass sich die Praktizierenden fotografieren oder filmen lassen mussten und dass ihre Telefone überwacht wurden.

Die Verhaftungen und Schikanen fanden in 29 Provinzen und regierungsunmittelbaren Städten statt. Die meisten Verhaftungen wurde in den Provinzen Shandong (104) und Liaoning (73) verzeichnet. Letztere verzeichnete die größte Anzahl von Vorfällen mit Schikane: 128.


Verhaftungen und Schikanen im März 2017 nach Provinzen

Massenverhaftungen

In Shanghai, Xi'an und Qiqihar fanden zwischen dem 20. und 22. März Massenverhaftungen statt.

Zwei männliche Falun Gong-Praktizierende aus Hebei, Song Xingwei und Bo Changchen wurden am 21. März vor das Bezirksgericht Baoshan in Shanghai gestellt. An jenem Morgen verhaftete man 15 Praktizierende in der Umgebung des Gerichtsgebäudes.

Drei Zivilbeamte verhafteten den Praktizierenden Feng Xingji in der Nähe der Bushaltestelle und brachten ihn in die Polizeistation Baoshan, wo er andere Praktizierende aus dem Ort sah, die auch verhaftet worden waren. Am Nachmittag brachte die Polizei ihn nach Hause, durchsuchte seine Wohnung und beschlagnahmte seine Bücher über Falun Gong und sein Handy. Er wurde in jener Nacht im Untersuchungsgefängnis des Bezirks Jing'an eingesperrt.

Am 22. März führte die Polizei in der Stadt Xi'an, Provinz Shaanxi, eine Razzia durch und verhaftete mehr als 50 Praktizierende, ähnlich wie bei den Vorfällen in Shanghai. Die Praktizierenden waren auf dem Weg zum Frauengefängnis von Shaanxi gewesen, wo sie ihre Unterstützung für dort eingesperrte örtliche Praktizierende zeigen wollten. [1]

Die verhafteten Frauen waren: Song Xianlan, Mutter und Tochter Li Yuhua und Liu Chunxia, Chen Cuizhen, Li Xuesong, Ma Cuiping, Li Zirong, Liu Shuhua, Li Xiurong, Yang Liying, Zhu Fengzhen, Li Fengying, Liu Jing und Shi Limin.

Einige von ihnen wurden zu einer Geldstrafe von 1.000 Yuan (ca. 143 €) [2] in bar verurteilt und wieder freigelassen, nachdem sie die Geldstrafe bezahlt hatten. Bei anderen wurden die Häuser durchsucht und dann wurden sie in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht. Diejenigen, die die Geldstrafe nicht bezahlten, mussten im Untersuchungsgefängnis verbleiben.

Ende März wurde im Laufe von drei Tagen über ein Dutzend Bewohner von Qiqihar festgenommen. Von den 14, die in Haft verblieben, trafen sich vier –Wang Yan (w), Li Shunjiang (m), Wang Yudong (m) und Tian Yong (m) – mit ihren Anwälten. [3]

Die Anwälte waren schockiert über das, was sie sahen. Li trug Handschellen und Fußfesseln und konnte sich kaum bewegen. Sein Anwalt forderte die Polizei auf, die Handschellen sofort zu entfernen, da eine derartige Einengung illegal sei. Er erfuhr von Li, dass Li in der Haft gefoltert worden war. Der stellvertretende Leiter der Polizeistation verschmierte Wasabi auf einer Maske und legte sie ihm auf das Gesicht. Dann schlugen sie ihn die Nacht über mit einem Schuh.

Die Polizisten bedeckten Nase und Mund von Tian Yong mit einem nassen Handtuch, bevor sie ihm ins Gesicht schlugen. Wang Yudongs Kopf hüllten sie mit einer Plastiktüte ein und bliesen dann Zigarettenrauch hinein.

Ehemalige Regierungsbeamte und Fachleute anvisiert

Viele der Verhaftungen betrafen Personen, die in der Vergangenheit wichtige Positionen innehatten. Es folgen einige Beispiele:

Direktorin des Bildungsausschusses verhaftet und geschlagen

Li Yushu war Direktorin des Bildungsausschusses des Forstamts Amur. Am 18. März war sie im Postamt, um Dokumente an CCTV zu schicken, als drei Polizisten erschienen und ihr die Briefe aus den Händen rissen. Sie drückten sie zu Boden und traten und schlugen auf sie ein. Dann nahmen sie ihr die Schlüssel weg und durchsuchten ihre Wohnung.

Als sie verhört wurde, sagte die Polizei zu ihr, dass sie verurteilt werden solle, weil sie eine Strafanzeige gegen den ehemaligen chinesischen Staatschef Jiang Zemin erstattet hatte. Jiang hatte die Verfolgung von Falun Gong befohlen und durchgesetzt. Sie wurde erst spät in der Nacht wieder freigelassen, nachdem die Polizei ihr Haus durchsucht hatte. Dies ist nicht das erste Mal, dass ihr Haus durchsucht wurde.

Ehemaliger Polizeibeamter verhaftet

Hu Deyuan, 63, war früher Bahnpolizeibeamter in der Stadt Yingtan in der Provinz Jiangxi gewesen. Man hatte ihn entlassen, als er sich weigerte, auf seinen Glauben an Falun Gong zu verzichten. Am 9. März erschienen vier Polizisten in Uniform und mehrere Polizisten in Zivil in seinem Haus, um ihn zu verhaften. Sie brachten ihn zur Polizeistation und dann in das Untersuchungsgefängnis. Dort weigerte man sich, ihn aufzunehmen, weil sein Blutdruck zu hoch war.

Das Büro 610 gab Anweisung, dass er ins Krankenhaus gebracht und danach zur „Behandlung“ in ein Drogenrehabilitationszentrum verlegt werden solle. Dort wurde er gefoltert.

Seine Familie suchte nach ihm. Als Grund für seine Verhaftung hieß es, dass Hu Plakate zu Falun Gong aufgehängt habe.

IT-Expertin verhaftet

Liu Haiying, 37, ist IT-Expertin aus Chengdu in der Provinz Sichuan. Sie wurde am 3. März auf der Arbeit verhaftet, nachdem sie mehrere Tage lang von Polizisten beschattet worden war. Sie fuhren dann mit ihr nach Hause und durchsuchten ihre Wohnung. Es wird angenommen, dass sie noch inhaftiert ist, Genaueres ist nicht bekannt. Sie hatte mit anderen über Falun Gong gesprochen, als jemand sie anzeigte.

Anästhesistin am Pekinger Union Medical College Hospital verhaftet

Yan Hongyan, 38, ist Anästhesistin am Union Medical College Hospital in Peking. Am 1. März sprach sie an ihrem Arbeitsplatz mit ihren Untergebenen über Falun Gong und die Austrittsbewegung aus der Kommunistischen Partei. Jemand zeigte sie an, woraufhin sie verhaftet und ins Untersuchungsgefängnis gebracht wurde. Ihr Computer zu Hause wurde beschlagnahmt und wurde ihr bis jetzt noch nicht wieder zurückgegeben. Ihre Familie bekam keine Erlaubnis, sie zu besuchen.

Mann aus Chongqing von Wärter geohrfeigt

Luo Jiaoyu, 47, aus dem Bezirk Liangping war am 7. März auf dem Weg zur Arbeit, als er an einem Bahnhof aufgehalten wurde. Sein Buch Zhuan Falun (das Hauptwerk im Falun Gong), das er in der Tasche hatte, wurde zusammen mit anderen persönlichen Gegenständen beschlagnahmt. Man nahm ihn fest und sperrte ihn für 15 Tage ein. Am 22. März ließ man ihn frei. Während er in Haft war, schlug ihm ein Wächter ins Gesicht.

Frau aus Shandong gefoltert, Knochen gebrochen

Dai Xiufang, 67, aus der Stadt Weifang wurde am 7. März auf dem Weg zu ihrer Schwiegermutter verhaftet. Sie erlitt bei der Verhaftung so schwere Verletzungen, dass sie jetzt nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu versorgen.

Zwei Frauen aus Guangdong geschlagen, weil sie mit Leuten über Falun Gong sprachen

Am 30. März waren Hong Meifang und Chen Lian in Magangzhen und sprachen dort mit den Menschen über Falun Gong und die Verfolgung. Ein Dorfbewohner sagte ihnen, sie sollten mit Chen Runqing, einem Regierungsbeamten, sprechen.

Der Beamte Chen weigerte sich, den Praktizierenden zuzuhören. Er drohte, die Polizei anzurufen. Als sie gehen wollten, packte er sie Praktizierenden am Kragen, um sie zurückzuhalten. Er schnappte sich sogar Hongs Motorrad-Schlüssel. Als die Dorfbewohner sahen, dass Chen jemanden von außerhalb verhaftet hatte, umringten sie die drei. Der Dorfleiter log die Leute an und behauptete, dass die Frauen gekommen seien, um Kinder zu entführen. Daraufhin schlugen die Dorfbewohner auf Hong ein.

Während der Schläge nahm Chen den Plastikbeutel mit Informationsmaterial über Falun Gong und hängte ihn der Praktizierenden Chen um den Hals. Er weigerte sich, sie gehen zu lassen. Ein Mann, der in schwarz gekleidet war, versetzte Hong einen Tritt und schlug ihr mit der Faust in den Magen. Die Polizei kam und brachte sie zur Polizeistation. Spät in der Nacht wurden die beiden Frauen freigelassen, nachdem ihre Familie bereits nach ihnen gesucht hatte.

Als Hong nach Hause kam, entdeckte sie, dass sie am ganzen Körper Blutergüsse hatte.

Bis jetzt hat die Polizei Hongs Motorrad noch nicht zurückgegeben. Als Polizisten zu Chens Haus kamen, um es zu durchsuchen, hielt ihr Mann sie davon an.

[1] http://de.minghui.org/html/articles/2017/3/26/126192.html
[2] Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300,- €
[3] http://de.minghui.org/html/articles/2017/4/29/126559.html

Englische Version:
http://en.minghui.org/html/articles/2017/5/4/163079.html

Chinesische Version:
http://www.minghui.org/mh/articles/2017/4/25/明慧网三月份报道715名法轮功学员被绑架迫害-346066.html

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