USA: Mahnwachen und Kundgebungen gedenken des friedlichen Protestes vom „25. April“

Der 25. April ist ein besonderer Tag für Falun Gong-Praktizierende. Vor 18 Jahren versammelten sich ungefähr 10.000 Praktizierende in Peking und appellierten für die Freilassung von Dutzenden Praktizierenden, die wegen ihres Glaubens an Wahrhaftigkeit, Gutherzigkeit und Nachsicht rechtswidrig verhaftet worden waren.

Medienberichte innerhalb und außerhalb Chinas lobten das Ereignis als die größte und friedlichste Versammlung in der jüngeren chinesischen Geschichte. Dennoch setzte das kommunistische Regime drei Monate später die Verfolgung dieses Kultivierungsweges in Gang.

Zum 18. Jahrestag gedenken Praktizierende auf der ganzen Welt dieses Ereignisses und lenken die Aufmerksamkeit auf die lange und brutale Unterdrückung.

Kerzenlichtmahnwache in San Francisco

Am Abend des 24. April veranstalteten Praktizierende in San Francisco vor dem chinesischen Konsulat eine Kerzenlichtmahnwache. Sie forderten das chinesische Regime auf, die seit 18 Jahren andauernde Verfolgung unverzüglich zu beenden.


Falun Gong-Praktizierende gedenken vor dem chinesischen Konsulat des friedlichen Protests am 25. April vor 18 Jahren.


Die Kerzenlichtmahnwache erinnert an die Praktizierenden in China, die ihr Leben durch die Verfolgung verloren haben.

Xu Duo praktiziert seit 1997 Falun Gong. Dadurch hörte er auf zu rauchen und zu trinken und erhielt seine Gesundheit wieder. 2015 wurde er verhaftet, weil er Chinas Ex-Staatschef Jiang Zemin wegen der Initiierung der Verfolgung angezeigt hatte. Diese hat ihm in den letzten zwei Jahrzehnten großes Leid zugefügt, wie beispielsweise Zwangsernährung und Folterungen in einem Untersuchungsgefängnis.

Liu Xuemin, der gerade in die USA gekommen ist, wurde in einem chinesischen Untersuchungsgefängnis 18 Monate lang gefoltert, weil er standhaft in seinem Glauben blieb. Er nahm an der Kundgebung teil, um für die Freiheit jener Praktizierenden zu kämpfen, die in China immer noch wegen ihres Glaubens inhaftiert sind.

Bewohner und Touristen, die verstanden hatten, worum es bei diesem Protest ging, zeigten ihre Unterstützung für die Bemühungen der Praktizierenden. Der Ortsansässige Robert Levering sah den friedlichen Protest der Praktizierenden nicht zum ersten Mal. Er beschrieb die Verfolgung als einen Akt des Terrors.

Rogilo aus Mexiko unterschrieb eine Petition an das chinesische Regime, die Verfolgung zu beenden, weil er verstanden hatte, warum die Verfolgung falsch ist. Er sagte: „Das chinesische Regime sollte die Praktizierenden freilassen. Jeder sollte Glaubensfreiheit besitzen.“

Iris Perla schloss sich an diesem Tag den Praktizierenden vor dem Konsulat an und protestierte gegen die Verfolgung. Sie hatte darüber in einer Zeitung gelesen und wusste Bescheid, dass das chinesische Regime Gewinne mit Organtransplantaten erzielt, die lebenden Praktizierenden entnommen werden. „Als ich von dem Organraub hörte, habe ich geweint. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Die US-Regierung sollte verbieten, dass jemand wegen einer Transplantation nach China reist. Und ich habe die sofortige Freilassung von Praktizierenden gefordert, die in China eingesperrt sind.“

Kundgebung und Kerzenlichtmahnwache in New York

Am 23. April gab es eine Kundgebung der Praktizierenden am Kissena Boulevard vor der Queens Bücherei in Flushing, New York. Sie riefen alle Menschen der Welt auf, sich gegen die brutale Verfolgung in China zu stellen und sich für Menschenrechte einzusetzen.


Die Kundgebung von Falun Gong-Praktizierenden in Flushing im Gedenken an den friedlichen Protest vor 18 Jahren in Peking

Bei der Kundgebung hielten viele Menschen eine Rede, darunter auch Falun Gong-Praktizierende, die der Verfolgung in China ausgesetzt waren; ein Vertreter des Falun Dafa Informationszentrums und politische Berichterstatter. Praktizierende sangen Lobeshymnen auf den Kultivierungsweg und verurteilten die Verfolgung. Diese Kundgebung zog viele Passanten; etliche Chinesen traten aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und deren Unterorganisationen aus, um ihre Verknüpfung mit dem chinesischen Regime zu lösen.


Zhang Erping, Sprecher des Falun Dafa Informationszentrums, hält eine Rede bei der Kundgebung.

Zhang Erping vom Falun Dafa Informationszentrum sprach über die Bedeutung des friedlichen Protests am 25. April. „In den vergangenen 18 Jahren haben wir Falun Gong-Praktizierende gesehen, die sich ohne Gewalt kämpfen und die Lügen des chinesischen Regimes mit Wahrheit widerlegen. Egal was jemand glaubt, mit seinem Gewissen kann er sehen, dass die Praktizierenden keine politische Absicht haben und es nur ihr Wunsch ist, legal und friedlich ihren Kultivierungsweg gehen zu können. Für die Rechte von Falun Gong-Praktizierenden zu kämpfen ist auch ein Kämpfen für die eigenen Menschenrechte.“

Die Praktizierende Zhang Hongyu kam aus der Provinz Liaoning. Auch ihre Familienangehörigen waren Praktizierende. Sie waren glücklich und gesund bis die Verfolgung begann. Danach verloren sie ihre Jobs und wurden viele Male eingesperrt und gefoltert. Schließlich verlor Zhang ihre Großeltern und ihre Mutter. „Als Opfer möchte ich, dass noch mehr Menschen wissen, warum die Verfolgung falsch ist und dass wir sie beenden müssen. Sie dauert immer noch an und wir brauchen die internationale Gemeinschaft, um sie zu beenden.“

Wang Zhiyuan von der Weltorganisation zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong warnte alle, die sich an der Verfolgung beteiligen: die Verfolgung sei ein Verbrechen des Völkermordes und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Außerdem würden sie alle dafür zur Verantwortung gezogen werden.

Der politische Berichterstatter Dr. Li Tianxiao von der Abteilung für Politikwissenschaften an der Universität Columbia kam mit Liu Guohua, Anti-KPCh-Aktivist und früherer Assistenzprofessor an der Nordost-Universität in China sowie Lu Dong, Sprecher der chinesischen-christlich-demokratischen Partei New York, zur Kundgebung. Sie bekundeten ihre Unterstützung für die Bemühungen zur Beendigung der Verfolgung durch die Praktizierenden.

Nach der Kundgebung versammelten sich fast tausend Praktizierende vor dem chinesischen Konsulat. Am Nachmittag zeigten sie Transparente, um gegen die Verfolgung zu protestieren und am Abend veranstalteten sie eine Kerzenlichtmahnwache.


Praktizierende protestieren vor dem chinesischen Konsulat in New York für ein Ende der Verfolgung und veranstalten eine Kerzenlichtmahnwache.

Niu Dan war erst 17 Jahre alt, als sie sich vor 18 Jahren am friedlichen Protest in Peking beteiligt hatte. Sie sagte: „Wir wollten nur legal praktizieren. Mit 18 Jahren wurde ich in ein Zwangsarbeitslager gesperrt.“ Später kam sie in eine Gehirnwäsche-Einrichtung. Weil sie ständig schikaniert worden war, beschloss sie in die USA auszuwandern. „18 Jahre später bin ich immer noch da. Ich möchte, dass die Welt weiß, dass Falun Gong ein aufrichtiger und friedlicher Kultivierungsweg ist“, so Niu.

Shi Ning ist seit fünf Monaten in den USA. Shi war in China verhaftet und in Gefängnisse und Zwangsarbeitslager gesperrt worden, weil sie sich geweigert hatte, ihren Glauben aufzugeben. Anstatt die Hoffnung aufzugeben, sprach sie mit den Mithäftlingen über ihren Glauben und viele unterstützten sie und den Kultivierungsweg.

Protest vor dem chinesischen Konsulat in Houston


Falun Gong-Praktizierende protestieren vor dem chinesischen Konsulat mit Transparenten, auf denen das chinesische Regime aufgefordert wird, die Verfolgung von Falun Gong zu beenden.

Song vom Falun Dafa-Verein lobte die Handlung der Praktizierenden vor 18 Jahren. Er verurteilte den ehemaligen chinesischen Staatschef Jiang Zemin, dass er gegen den Willen der Menschen gehandelt hatte. „Die Praktizierenden standen stets zu ihrem Glauben an Wahrhaftigkeit, Gutherzigkeit und Nachsicht und erklärten den Menschen die wahren Umstände über die Verfolgung. Allmählich zeigten ihre Bemühungen Wirkung und immer mehr konnten die boshafte Natur des chinesischen Regimes sehen. Bis jetzt sind über 200 Millionen Chinesen aus der KPCh und ihren Unterorganisationen ausgetreten.“


Yang Zhen bittet die Welt, der Verfolgung Beachtung zu schenken und ihr zu helfen, ihre Mutter zu retten, die derzeit eingesperrt ist.

Yang Zhen bat die internationale Gemeinschaft um Hilfe, ihre 62-jährige Mutter aus einem chinesischen Gefängnis zu befreien. Ihre Mutter war im Mai 2016 verhaftet worden, weil sie Plakate mit Informationen über die Strafanzeigen gegen Jiang aufgehängt hatte. „Mein Mutter wurde heimlich verurteilt. Das Gericht hatte weder ihren Anwalt noch unsere Familie informiert“, berichtete Yang, die sehr besorgt ist.

Viele Praktizierende erklärten den Passanten, warum die Verfolgung unrecht ist. Viele konnten die Situation in China verstehen und unterschrieben die Petition, die das chinesische Regime auffordert, die Verfolgung zu beenden, und das Töten von Praktizierenden wegen ihrer Organe einzustellen.


Passanten unterschreiben die Petition, die zur Beendigung der Verfolgung und des Organraubs auffordert.

In Las Vegas auf die Verfolgung aufmerksam machen


Praktizierende in Las Vegas zeigen am 25. April Plakate und Transparente, die auf die Verfolgung aufmerksam machen.

Praktizierende versammelten sich vor dem Mirage Hotel am Las Vegas Boulevard, um auf die Verfolgung aufmerksam zu machen. Sie zeigten Transparente und Plakate mit Informationen über die Verfolgung. Viele Passanten wurden davon angezogen und erfuhren von der Verfolgung und von dem Kultivierungsweg.

Ein Mann, der mit einer Praktizierenden gesprochen hatte, sagte, dass er an das Weiße Haus schreiben und um Unterstützung für Falun Gong bitten würde. Ein chinesischer Tourist erklärte einem Praktizierenden, dass er bereits von der unrichtigen Verfolgung gehört habe und aus der KPCh und ihren Unterorganisationen ausgetreten sei.

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