Provinz Sichuan: Mann wegen seines Glaubens verurteilt, Familienbesuche verwehrt

Kürzlich wurde ein Einwohner der Gemeinde Peng‘an heimlich in ein über 390 Kilometer entferntes Gefängnis gebracht. Zuvor war er wegen seines Glaubens verurteilt worden. Als seine Familie seinen Aufenthaltsort erfuhr, wurde ihnen verwehrt, ihn zu besuchen.

Tang Jianing wurde am 6. Dezember 2015 verhaftet, nachdem er angezeigt worden war, weil er Informationsmaterialien über Falun Gong an öffentlichen Orten aufgehängt hatte. Falun Gong ist ein Kultivierungsweg, der vom kommunistischen Regime Chinas verfolgt wird. Die örtliche Staatsanwaltschaft gab diesen Fall zweimal an die Polizei zurück und berief sich auf unzureichende Beweise. Wegen des Drucks durch das örtliche Büro 610 wurde Tags Fall bearbeitet. Beim Büro 610 handelt es sich um eine Organisation, die über dem Gesetz steht und dessen Aufgabe darin besteht, Falun Gong auszulöschen.

Bei der Gerichtsverhandlung am 5. Juli 2016 plädierten beide Anwälte Tangs auf nicht-schuldig. Sie argumentierten, dass es in China kein Gesetz gäbe, das Falun Gong verbiete und ihr Mandant jedes Recht habe, die Öffentlichkeit über die Unrechtmäßigkeit der Verfolgung zu informieren.

Darüber hinaus protestierten die Anwälte gegen die Einmischung des Büro 610 in den Prozess.

Tang sagte außerdem selbst aus und verlangte einen Freispruch. Der Richter schloss den Prozess jedoch mit einem Urteil über drei Jahre Gefängnis ab.

Kurz darauf legte seine Frau in Tangs Namen Widerspruch ein. Sie reichte außerdem beim übergeordneten Gericht und der übergeordneten Staatsanwaltschaft der Provinz Sichuan Beschwerde gegen die Polizei, die Staatsanwaltschaft und das Gericht in Peng‘an ein. Sie wartet immer noch auf die Entscheidung des Widerspruchs.

Die örtlichen Behörden versuchten zuerst Tang in ein nahegelegenes Gefängnis zu verlegen. Dort wollte man ihn wegen Kapazitätsengpässen jedoch nicht annehmen. Daraufhin brachte man Tang in das Gefängnis in Jiazhou in der Stadt Leshan.

Seine Frau wurde über diesen Transfer nicht informiert. Jedoch wurde sie misstrauisch, als ihre Besuchsanträge von der ursprünglichen Haftanstalt immer wieder abgelehnt wurden. Sie erkundigten sich bei verschiedenen Behörden und Stellen und fand schließlich heraus, was mit ihrem Mann geschehen war.

Sie reiste mehrmals in die Stadt Leshan, weil sie ihren Mann besuchen wollte. Die Verwaltung des Gefängnisses Jiazhou wies sie jedoch jedes Mal ab. Die Beamten verlangten die Genehmigung des Büros 610 der Gemeinde Pang‘an.

Kontaktdaten:

Die Telefonnummern des Gefängnisses lauten:
+86-10-833-2349097, +86-10-833-2349089, +86-10-833-2349382, +86-10-833-2349088, +86-10-833-2349049, +86-10-833-2349081Gefängnisdirektor: Zhu Wei

Englische Version:
http://en.minghui.org/html/articles/2017/4/19/162890.html

Chinesische Version:
http://www.minghui.org/mh/articles/2017/4/15/好人被嘉州监狱非法关押半年-家属被禁止探视-345653.html

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