Provinz Jilin: Richter weist Klage gegen zwei Bewohner ab – Monate später widerruft er seine Entscheidung

Ein Gericht der Stadt Yanji in der Provinz Jilin hat vor kurzem zwei Ortsansässige zu Gefängnis verurteilt – weniger als vier Monate, nachdem die Klage gegen sie abgewiesen worden war.

An Fuzi und Zhu Xiyu waren im März 2016 verhaftet worden, als sie in einer privaten Wohnung Bücher von Falun Gong gelesen hatten. Falun Gong ist ein Kultivierungsweg, der vom kommunistischen Regime in China verfolgt wird. Die beiden Falun Gong-Praktizierenden blieben 20 Tage in Haft und wurden dann für sechs Monate unter Hausarrest gestellt.

Am 27. Dezember mussten sie vor Gericht in der Stadt Yanji erscheinen, wo Richter Jin Yingyu ihren Fall ablehnte und sie freiließ.

Einige Monate später jedoch widerrief derselbe Richter seine Entscheidung. Polizisten brachten An und Zhu am 7. April 2017 zum Gericht, ohne dass ihnen dafür ein Grund genannt wurde. Als sie dort waren, hörten sie mit Entsetzen, dass Richter Jin sie wegen derselben Anklage nun schuldig gesprochen hatte.

Frau Zhu wurde zu vier Jahren Gefängnis verurteilt und blieb nach der Gerichtsverhandlung in Haft.

An, 76, wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, bekam jedoch aufgrund seiner schlechten gesundheitlichen Verfassung Haftaussetzung gegen Kaution gewährt. Er hat Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Englische Version:
http://en.minghui.org/html/articles/2017/4/18/162884.html

Chinesische Version:
http://www.minghui.org/mh/articles/2017/4/15/吉林省延吉市朱喜玉和安福子被非法判刑-345671.html

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