Deutschland/Hamburg: „Die Verfolgung muss sofort beendet werden“

Falun Gong-Praktizierende aus Hamburg haben am Samstag, dem 8. April 2017, bei einer Informationsveranstaltung in der Spitalerstraße die Öffentlichkeit über den Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden in China aufmerksam gemacht.

In diesen ersten warmen Frühlingstagen strömten die Bürger zahlreich in die Innerstadt. Sie waren einzeln oder in Gesellschaft unterwegs und hielten immer wieder inne, um einen Blick in die Schaufenster zu werfen. Sehr schnell fielen ihnen dabei die Schautafeln am Stand der Praktizierenden auf.


Informationsstand der Falun Gong-Praktizierenden in Hamburg

„All das muss sofort beendet werden!“

Eine Frau Mitte 40 kam an den Stand und erzählte einer Praktizierenden: „Was ihr hier macht (die Leute zu informieren), ist eine wunderbare Sache." Sie lege sehr viel Wert auf Ehrlichkeit, erklärte sie, und gebe nicht nach, egal was sie dafür zahlen müsse. „Wir alle verlassen die Welt früher oder später, also lieber ehrlich sein. Was gibt es schon zu befürchten?“ Als sie erfuhr, dass die inhaftierten Praktizierenden den Polizisten gut zureden, keine Verbrechen zu begehen, obwohl sie von ihnen gefoltert werden, brach sie in Tränen aus und sagte: „Ich hoffe von Herzen, dass sie (die Polizisten) damit aufhören. All das muss sofort beendet werden!“ Dann unterschrieb sie die Petition gegen die Verfolgung und verabschiedete sich händeschüttelnd von der Praktizierenden.

Eine Frau sah sich mit ihrer Tochter die riesigen Transparente an und konnte zuerst nicht glauben, was sie da sah. Sie fragte: „Ist das wahr? Kann denn so etwas passieren?“ Eine Praktizierende erklärte ihr, dass es Augenzeugen gebe, die Täter gewesen seien, sie seien selbst an dem Organraub beteiligt gewesen. Die beiden Kanadier David Matas und David Kilgour hätten mit über 50 Beweisen die Existenz des Verbrechens bewiesen. Die Frau war sichtlich schockiert und nahm sich die Broschüre Staatsorgane, eine DVD und anderes Informationsmaterial mit. Zum Schluss bedankte sie sich für die Informationen.


Passanten unterschreiben eine Petition, in der die Verfolgung verurteilt wird.

„Jeder sollte helfen und tun, was er kann“

Die ca. 30-jährige Irina machte einen sehr gebildeten Eindruck. Sie hatte vor einem Jahr einen Film über den Organraub im Hamburger Abaton Kino gesehen. Heute kam sie zufällig an dem Informationsstand vorbei. Als sie und ihre Freunde das auffällige Transparent erblickten, traten sie sofort näher und unterschrieben die ausliegende Petition.

Amelie ist Mitglied von Amnesty International. Sie hatte sich eine Woche zuvor auf der Reesendamm-Brücke mit einem Praktizierenden unterhalten, der damals gerade die Falun Gong-Übungen vorgeführt hatte. Als sie heute an dem Informationsstand in der Innenstadt vorbeikam, unterschrieb sie sofort die Petition.

Mostafa und Jasmin kommen beide aus der Türkei. Sie sahen sich das Transparent an, auf dessen einer Seite ein meditierender Mann und auf der anderen Seite eine brutale Folterungsszene zu sehen war. „Was hat denn Meditation mit Verfolgung zu tun?“, fragte Mostafa. Eine Praktizierende informierte ihn darüber, dass Falun Dafa ein Doppelkultivierungsweg für Körper und Geist sei. Die KP Chinas verfolge aus Neid und Angst die Falun Gong-Praktizierenden, da „Lügen, Boshaftigkeit und Gewalt“ das Wesen der KP Chinas seien. Sie könnten die Prinzipien von Falun Gong „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“ nicht dulden. Diesen Zusammenhang verstanden die beiden sofort und unterschrieben daraufhin ebenfalls die Petition.

Eva und Regine, zwei Hamburger Ortsansässige, waren schockiert über das Verbrechen des staatlich geförderten Organraubs. Eva schaute nur wenige Sekunden auf das Transparent und sagte: „Nur Dämonen können so etwas (den Organraub) veranlassen.“ Regine, die schon einmal in China war, sagte: „Wir müssen zusammenhalten, um die Verfolgung zu beenden. Jeder sollte helfen und tun, was er kann.“

Die Veranstaltung endete gegen 18:00 Uhr. Außer deutschen und englischen Flyern wurden auch zahlreiche Flyer auf Arabisch, Griechisch und Persisch verteilt.

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