Provinz Hebei: Nach einem Jahrzehnt Haft droht Praktizierendem erneut eine Anklage

Yang Yueliang, ein Falun Gong-Praktizierender im Landkreis Yanshan, Provinz Hebei, war zehn Jahre wegen seines Glaubens in Gefängnishaft. Nun wurde er keine vier Jahre nach seiner Freilassung erneut verhaftet, weil er sich weigert, seinen Glauben an Falun Gong aufzugeben. Sein Fall liegt seit drei Monaten bei der örtlichen Staatsanwaltschaft und ihm steht vermutlich bald eine Anklage bevor.

Verhaftungen

Am 4. August 2016 war Yang zusammen mit dem Praktizierenden Liu Wenting verhaftet worden, weil sie eine Satellitenschüssel aufgestellt hatten. Die Schüssel ermöglichte ihnen den Empfang unzensierter Sendungen.

Nach der Festnahme brachte man sie in die Haftanstalt des Landkreises Yanshan.

Die Staatsanwaltschaft des Landkreises Yanshan genehmigte Yangs Verhaftung ungefähr einen Monat später und schickte seinen Fall eine Woche danach zurück an das Polizeiamt Yanshan. Die Polizisten durchwühlten mehrmals unrechtmäßig seine Wohnung, um Beweise gegen ihn zu finden. Sein Fall liegt nun bereits seit drei Monaten bei der Staatsanwaltschaft.

Lius Familie musste Strafe bezahlen und er wurde nach einem Monat Haft freigelassen. Bei seiner Verhaftung wurde sein Auto beschlagnahmt; er hat es noch nicht zurückerhalten.

Als die Familien der beiden Praktizierenden zusammen mit einigen anderen Praktizierenden zur Polizeistation Shengfo gingen, um eine Freilassung zu verlangen, sperrte man sie für einen Tag ein. Außerdem wurden die Wohnungen von zwei Praktizierenden durchsucht.

In einer der Wohnungen fanden die Polizisten eine Liste von Personen mit Satellitenschüsseln. Ungefähr eine Woche später gingen sie zu den Wohnungen dieser Kunden und bauten die Schüsseln ab.

Verfolgung in der Vergangenheit

Am 19. Dezember 2001 brachen drei Polizisten in Yangs Wohnung ein. Sie schlugen ihn und durchwühlten die Wohnung. Dann brachten sie ihn in eine Gehirnwäsche-Einrichtung.

Dort trat Yang in den Hungerstreik und wurde daraufhin gefoltert. Als sein Zustand lebensbedrohlich wurde ließ man ihn frei. Doch kamen weiterhin Polizisten und Agenten des örtlichen Büros 610 zu seiner Wohnung, um ihn zu schikanieren und zu bedrohen. Seine beiden kleinen Kinder waren zutiefst verängstigt.

Yang und seine Familie hatten sich im April 2002 gezwungen gesehen, ihre Wohnung zu verlassen, um weiterer Verfolgung zu entgehen. Das Polizeiamt des Landkreises Yanshan versuchte sie aufzuspüren und schrieb eine Belohnung für Informationen über sie aus. Ihre Verwandten wurden inhaftiert und befragt und ihre Wohnungen durchwühlt.

Als Yang am 31. Januar 2003, dem chinesischen Neujahr, seine Mutter besuchte, verhaftete die Polizei ihn. Die Beamten durchsuchten auch die Wohnungen seiner Mutter, seines Bruders und seiner Schwester. Die Medien berichteten falsche Informationen über seine Verhaftung.

Später wurde Yang zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt und in das Stadtgefängnis Nr. 4 von Shijiazhuang gesperrt.

Während seiner Zeit im Gefängnis wurde seine Frau entlassen, weil sie sich weigerte Falun Gong zu widerrufen. Dadurch geriet die Familie in eine schwierige finanzielle Situation.

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2017/3/1/162354.html

Chinesische Version vorhanden
http://www.minghui.org/mh/articles/2017/2/16/曾遭十年冤狱-河北盐山县杨月亮再次面临构陷-343169.html

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