Provinz Heilongjiang: Die Qualen im Arbeitslager Shuanghe

Der persönliche Bericht einer Falun Gong-Prakizierenden
 

Die Falun Gong-Praktizierende Zhang Jiqui aus Qiqihar wurde im Anschluss an ihre Festnahme am 20. März 2006 zu neun Jahren Gefängnis verurteilt. Über die Details ihrer Qualen während der Haftzeit haben wir 2015 berichtet.

Wenn Zhang an die Folterungen denkt, spürt sie immer noch die Leiden, die sie im Arbeitslager Shuanghe und in der Gehirnwäsche-Einrichtung Qinglongshan ertragen musste.

Hier ihr Bericht.

Verhaftet, weil ich mit anderen einen Appellbrief verfasst hatte

Als ich im Dezember 1997 begann, Falun Gong zu praktizieren, verschwanden alle meine Krankheiten, wie Herzerkrankung und Rückenschmerzen. Ich habe sehr von Falun Gong profitiert. Als die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) dann 1999 begann, Falun Gong zu verfolgen, fühlte ich mich verpflichtet, mich für diesen Kultivierungsweg einzusetzen.

Ende November 1999 traf ich mich mit anderen Praktizierenden, um einen Appellbrief an die Regierung zu verfassen. Das war der Grund für die Behörden, mich zu überwachen.

Am 4. Dezember wurde ich von Beamten verschiedener Polizeiwachen verhaftet und in den Keller des Heming Hostels gebracht. Ich musste vor der Wand stehen, während sie sich Notizen machten. Drei Tage später ließen sie mich gehen, nachdem sie 3.000 Yuan (ca. 2.800 EUR) [1] von mir erpresst hatten.

Barbarische Folterungen im Arbeitslager Shuanghe

Am 13. Juli 2000 wollte ich mich in Peking für Falun Gong aussprechen und wurde dabei von Beamten der Polizeiwachen Tiefang und Hongguang verhaftet und noch am selben Abend in das Untersuchungsgefängnis Nr. 2 in Qiqihar gebracht. Danach verurteilte man mich rechtswidrig zu einem Jahr Arbeitslager.

Am 29. Juli 2000, nach zwei Wochen im Untersuchungsgefängnis, kam ich in das Arbeitslager Shuanghe.

Dort sperrten sie mich sofort in eine kleine Zelle, die aus Eisenstäben bestand. Im selben Gebäude waren noch viele andere Praktizierende in solch kleinen Zellen eingesperrt.

Die Wärter ließen mit Absicht die Fenster offen und das Licht an. Außerdem trugen sie uns Salben auf, die die Mücken anzogen.

Aus Protest gegen die Folterungen durch die Wärter und Kollaborateure trat ich im Oktober in einen Hungerstreik. Daraufhin wurden meine Hände hinter meinen Rücken an den Fuß des Bettes gefesselt, in einer Position, in der ich weder knien noch stehen konnte.

Am 24. Mai 2001 brachten sie fünf Praktizierende und mich in das Therapiezentrum für Drogenabhängige in Harbin. Wir wurden getrennt in verschiedene Räume gesperrt. Sie versuchten, uns dazu zu bringen, unseren Glauben an Falun Gong aufzugeben.

Mehrere Kollaborateure – Praktizierende, die ihren Glauben aufgegeben hatten und nun die Verfolgung unterstützen – zwangen mich, mir über zwei Monate lang jeden Tag Verleumdungen über Falun Gong anzuhören. Außerdem versuchten sie, mir und den anderen unbekannte Drogen zu verabreichen. Als ihre Bemühungen scheiterten, brachten sie uns im August zurück ins Arbeitslager.

Am 23. Oktober 2001 wurden andere Praktizierende und ich gefoltert, weil wir uns gegen die Installation einer Kamera in jeder Zelle gewehrt hatten. Ich wurde über vier Stunden an einem Fenster aufgehängt. Die Folterungen dauerten bis zu meiner Freilassung am 27. Oktober an.

Nach meiner Freilassung wurde ich ständig schikaniert und überwacht. Als ich am 18. Oktober 2003 nach Hause kam, sah ich viele Polizisten rund um mein Haus. Deshalb kehrte ich nicht zurück und versteckte mich seit diesem Zeitpunkt.

Rechtswidrige Inhaftierung in der Gehirnwäsche-Einrichtung Qinglongshan

Am 31. Mai 2013, einen Tag vor meiner geplanten frühzeitigen Entlassung von meiner neunjährigen Gefängnisstrafe, die 2006 begonnen hatte, wurde ich rechtswidrig in die Gehirnwäsche-Einrichtung Qinglongshan gebracht.

Dort blieb ich 50 Tage lang eingesperrt. Obwohl ich krank war, fesselten die Wärter meine Hände an je einen Fuß des Bettes und zwangen mich, mir verleumdende Videos anzuschauen. Jeden Tag wurde ich mit Essensabfällen gefüttert.

An der Verfolgung von Zhang beteiligte Personen:

Hu Bin: stellvertretender Leiter, Polizeiwache Tiefang, +86-452-212-6767
Guo Xiaofeng: Leiter des Büros 610 Qiqihar, +86-13314654777
Xiao Jindong: Leiter des Arbeitslagers Shuanghe, +86-452-273-2666
Shi Yan: Vorsitzender Richter des Bezirksgerichts Jianhua, +86-13945268058
Zhou Jingfeng: Wärter in der Gehirnwäsche-Einrichtung Qinglongshan, +86-13634654646

Früherer Bericht:
Qualen einer Frau gehen nach neunjährigem Leiden in einem Krankenhaus weiter
http://de.minghui.org/html/articles/2015/3/28/114059.html

[1] Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300 EUR.

Englische Version:
http://en.minghui.org/html/articles/2017/2/6/162091.html

Chinesische Version:
http://www.minghui.org/mh/articles/2017/1/25/齐齐哈尔张继秋遭九年冤狱和洗脑班迫害-341246.html

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