Einen Polizeibeamten aufgerüttelt

Auf dem Weg vom Supermarkt nach Hause hörte ich, wie ein Mann leise klagte, dass er Schmerzen habe und ins Krankenhaus gehen wolle. Ich drehte mich kurz um und bemerkte, dass der Mann tatsächlich große Schmerzen hatte.

Da niemand in der Nähe war, fragte ich ihn, was los sei. Er sagte mir, dass sein ganzer Körper schmerze, aber der Arzt könne die Ursache der Schmerzen nicht feststellen.

Als eine Falun Gong-Praktizierende ahnte ich den Grund für sein Unwohlsein und fragte ihn nach seinem Beruf. Er sagte mir, dass er Polizeibeamter sei.

Auf genauere Nachfrage erzählte er mir, dass er der Vizedirektor einer Polizeidienststelle sei. Sie lag in einem Bezirk, in dem Falun Gong ziemlich stark verfolgt wurde.

„Kein Wunder, dass Ihre Gesundheit so schlecht ist“, sagte ich. Dann fragte ich ihn, ob er wisse, wie die Öffentlichkeit über die Polizei denke. Es interessierte ihn.

„Die Öffentlichkeit denkt, dass die Polizisten Schurken sind“, sagte ich. „Sie tun nichts Gutes für die Leute und verfolgen auch noch gute Menschen. Sie verhaften und inhaftieren ältere Falun Gong-Praktizierende und schlagen brutal auf sie ein. Manche werden sie sogar zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Verstehen Sie jetzt, warum Sie so viele Schmerzen haben? Wie viele Menschen in Ihrer Dienststelle haben karmische Vergeltung erhalten? Verstehen Sie die Prinzipien von Falun Gong ‚Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht‘?“

Er stand bloß da und sagte kein Wort.

So fuhr ich fort: „Sie sehen nicht wie ein schlechter Mensch aus. Deshalb sage ich Ihnen das.“

Dann fragte er mich, was er tun solle. Ich antwortete ihm: „Wenn Sie Mitglied der Kommunistischen Partei sind, erklären Sie zuerst Ihren Austritt aus der Partei. Beteiligen Sie sich zukünftig nicht mehr an der Verfolgung von Falun Gong. Behandeln Sie die Menschen freundlich und praktizieren Sie Falun Gong. Dann werden Sie sicher wieder gesund.“

Er nannte mir seinen Nachnamen, er hieß Liu, und sagte, dass er aus der Partei austreten wolle. Außerdem kündigte er an, dass er in drei Monaten, wenn er in Rente gehe, anfangen werde, Falun Gong zu praktizieren.

Während ich auf meinem Bus wartete, ging er weiter. Auf einmal drehte er sich um und kam auf mich zu.

„Sie sind sehr gütig“, sagte er mit leiser Stimme. „Ich will nicht, dass Sie verletzt werden. Morgen früh findet um 10:00 Uhr eine Gerichtsverhandlung gegen Falun Gong-Praktizierende im Gerichtsgebäude statt. Sie dürfen da auf keinen Fall hingehen, weil 20 Polizeibeamte aus jeder Nebenstelle dorthin gesandt wurden. Sie sind alle in zivil gekleidet. Es ist gefährlich.“

Ich dankte ihm für seinen Rat und wünschte ihm gute Gesundheit.

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