Tianjin: Seit neun Monaten im Hungerstreik, jetzt in Lebensgefahr – Familie fordert ärztliche Behandlung

Der Falun Gong-Praktizierende Hua Lianyou, ein 55-jähriger Buchhalter aus Tianjin, befindet sich aus Protest gegen seine Verhaftung seit neun Monaten im Hungerstreik. Seine Frau und seine Tochter bemerkten bei ihrem kürzlichen Besuch am 19. Januar 2017, dass sein Leben wegen des starken Gewichtsverlusts in Gefahr ist. Sie fordern, dass er für eine ärztliche Behandlung freigelassen wird.

Aktuelle Verfolgung

Hua Lianyou wurde am Morgen des 14. April 2016 von Beamten der Polizeistation Jiarongli unrechtmäßig verhaftet. Am Nachmittag brachte man ihn in das Gefängnis Binhai in Tianjin.

Am selben Tag trat er aus Protest gegen seine Verhaftung in einen Hungerstreik, in dem er sich nunmehr seit fast 300 Tagen befindet. Man fesselte ihn an ein Bett und zwangsernährte ihn mit Pfefferwasser. Zudem musste er sich Aufnahmen anhören, die Falun Gong verleumdeten.

Wegen der Folter war er bald darauf geistig desorientiert und erkannte seine Angehörigen nicht, als sie ihn am 22. Dezember besuchten. Er murmelte nur immer wieder und wieder vor sich hin, wie man ihn gefoltert habe.

Seine besorgten Angehörigen flehten die Gefängnisleitung an, ihn zur medizinischen Behandlung freizulassen, doch ohne Erfolg.

Beim letzten Besuch seiner Familie wurde Hua in einem Rollstuhl gebracht. Sein Hals und seine Beine waren an den Rollstuhl gefesselt. Sein gesundheitlicher Zustand hatte sich gefährlich verschlechtert. Er schüttelte ständig den Kopf, kniff die Augen fest zusammen und murmelte ununterbrochen etwas vor sich hin. Seine Familie vermutet, dass man ihm Medikamente oder Drogen eingeflößt hat.

Frühere Fälle der Verfolgung

Am 23. Februar 2001 wurde Hua verhaftet und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Als Folge der grausamen Folter im Gefängnis war er geistig verwirrt.

Am 24. April 2012 wurde er erneut verhaftet und zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Aus Protest trat er in einen Hungerstreik. Nach mehr als 600 Tagen im Hungerstreik befand er sich wegen des übermäßigen Gewichtsverlustes in Lebensgefahr.

Nachdem fast 9.000 Bürger eine Petition für seine Freilassung unterschrieben hatten, brachte man ihn am 28. Januar 2014, dem Chinesischen Neujahr, auf einer Trage nach Hause. Er wog zu dieser Zeit nur noch 35 Kilogramm.

An der Verfolgung von Hua Lianyou beteiligte Personen

Guo Hongliang, Leiter der Polizeistation Jiarongli: +86-22-2664-6570Gao Peizhi, Staffelführer,Gefängnis Binhai in Tianjin: +86-22-6207-1151Dong Ping, Leiter der Polizeistation der Bezirkszweigstelle Beichen: +86-13502028888


Englische Version:
http://en.minghui.org/html/articles/2017/1/31/162013.html

Chinesische Version:
http://www.minghui.org/mh/articles/2017/1/23/滑连有在天津滨海监狱命危-家属申诉-341272.html

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