Tianjin: Nach acht Monaten Hungerstreik in besorgniserregender Verfassung

Gefängnis lehnt Haftaussetzung ab
 

Hua Lianyou aus Tianjin ist seit über acht Monaten im Hungerstreik. Als ihn seine Familie am 22. Dezember 2016 besuchte, erkannte er sie nicht mehr.

Hua Lianyou war am 14. April 2016 verhaftet worden, weil er sich geweigert hatte, Falun Gong aufzugeben. Falun Gong ist ein Kultivierungsweg, der vom kommunistischen Regime in China verfolgt wird. Stunden später sperrte die Polizei ihn in das Gefängnis Binhai, ohne den Rechtsweg einzuhalten.

Aus Protest gegen die Internierung trat Hua in einen Hungerstreik. Die Wärter zwangsernährten ihn daraufhin mit Chilipfefferwasser und folterten ihn regelmäßig. Daraufhin verschlechterte sich seine Gesundheit rasch.

Als ihn seine Frau und seine Tochter am 24. November besuchten, musste er im Rollstuhl in den Besucherraum geschoben werden. Er berichtete ihnen, wie er in der Zeit vom 25. August bis 25. Oktober gefoltert worden war. Die Wärter hatten kaltes Wasser über ihm ausgeschüttet und dann einen Ventilator eingeschaltet. Außerdem folterte man ihn mit Schlafentzug.

Als die Familie ihn einen Monat später kurz vor Weihnachten am 22. Dezember wieder besuchte, brach es seinen Angehörigen das Herz, als er ihnen nicht mehr antwortete. Seine Augen blieben während des Besuchs geschlossen und er sprach nur über die Zwangsernährung und darüber, wie er geschlagen wurde.

Seine Frau ist derzeit dabei, einen Anwalt zu engagieren, um gegen das Gefängnis vorzugehen, denn ihre Forderung nach Haftaussetzung auf Kaution wurde von den Wärtern abgelehnt.

Sie ruft die internationale Gemeinschaft auf, der Situation ihres Mannes Beachtung zu schenken.

Vergangene Inhaftierungen

Hua ist wegen seines Glaubens nicht das erste Mal zur Zielscheibe der Behörden geworden. Er wurde bereits 2001 schon einmal zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Als er am 24. April 2012 erneut verhaftet wurde, blieb er sieben Jahre inhaftiert. Am 28. Januar 2014 ließ man ihn nach 615 Tagen Hungerstreik frei.

Im Juni 2015 erstattete Hua Strafanzeige gegen Jiang Zemin. Er macht Chinas Ex-Staatschef für seinen Befehl, Falun Gong zu verfolgen, verantwortlich, der letztendlich der Grund für Huas Internierung ist.

Im April 2016 verhaftete die örtliche Polizei Hua erneut, seither ist er in Haft. Informationen über die genaue Haftstrafe bekam seine Familie nicht.

Frühere Berichte:

„Bitte bring' meine Gebete zu meinem Vater“
http://de.minghui.org/html/articles/2016/10/12/122489.html

Im Gefängnis zwei Mal fast zu Tode gefoltert. Falun Gong-Praktizierender erstattet Anzeige gegen ehemaligen Parteichef Chinas
http://de.minghui.org/html/articles/2016/4/7/120355.html

Praktizierender 500 Tage im Hungerstreik – 8.000 Menschen unterschreiben eine Petition für seine Freilassung
http://de.minghui.org/html/articles/2013/12/8/76312.html

Mr. Hua Lianyou's 500 Days on Hunger Strike; Wife Denied Visitation Rights
http://en.minghui.org/html/articles/2013/11/5/143033.html

Mr. Hua Lianyou in Critical Condition and Family Visitation Forbidden
http://en.minghui.org/html/articles/2014/2/7/145271.html

Unterschriftenaktion: Mehrere Tausend Chinesen unterschreiben auf Petitionen zur Rettung eines Falun Gong Praktizierenden
http://de.minghui.org/html/articles/2013/9/14/75267.html

Herr Hua Lianyong und Frau Tian Zongli erneut festgenommen
http://de.minghui.org/html/articles/2012/5/25/69218.html

Hua Lianyous Hungerstreik aus Protest gegen seine unrechtmäßige Inhaftierung dauert bereits über 30 Tage an
http://de.minghui.org/html/articles/2012/7/17/69814.html

Herr Hua Lianyou aus Tianjin aus Protest gegen erneute Festnahme und Gefängnisstrafe in Hungerstreik
http://de.minghui.org/html/articles/2013/1/17/71815.html

Falun Gong Practitioner Mr. Hua Lianyou on Hunger Strike for Twelve Months
http://en.minghui.org/html/articles/2013/6/20/140582.html

Englische Version:
http://en.minghui.org/html/articles/2016/12/26/160460.html

Chinesische Version:
http://www.minghui.org/mh/articles/2016/12/23/天津滑连有狱中绝食240天-生命垂危(图)-339270.html

* * *

Texte und Informationen von dieser Website können mit Quellenangabe grundsätzlich weiterverwendet werden.