Britisches Parlament sieht sich Dokumentationsfilm über Chinas erzwungene Organentnahmen an

Die Menschenrechtskommission der Konservativen Partei im britischen Parlament schaute sich am 22. November den Dokumentationsfilm Hard to Believe an. Der Film enthüllt den in China staatlich geförderten Organraub an Falun Gong-Praktizierenden und anderen Gefangenen aus Gewissensgründen. Neben den Parlamentsmitgliedern waren im Parlamentsgebäude Abgeordnete, Mediziner und Menschenrechtsaktivisten zugegen.


Die Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende der Kommission: Fiona Bruce (Parlamentsmitglied) und Benedict Rogers veranstalteten die Vorführung des Dokumentationsfilms Hard to Believe im britischen Parlament.

Ethan Gutmann, China-Experte, Autor und Journalist, brachte Jahre damit zu, über die vom chinesischen Regimes geförderte erzwungene Organentnahme an Gefangenen aus Gewissensgründen zu recherchieren. Nach der Filmvorführung trug er aktualisierte Ergebnisse seiner Unrtersuchungen vor. Er unterstrich die Merkmale dieses ungeheuren Verbrechens und hob dabei besonders hervor, dass diese Verbrechen in großem Umfang begangen werden, dass sie staatlich gefördert werden und dass es darauf hinausläuft, dass auf Bestellung getötet wird. Er erinnerte das Publikum daran, dass die Kommunistische Partei Chinas nicht aufhören werde, das Verbrechen zu leugnen und die internationale Gemeinschaft zu hintergehen. Er rief dazu auf, zu handeln, um diese weltweite Plage zu beenden.

Dr. Adnan Sharif ist Chirurg für Nierentransplantationen und Referent für Doctors Against Forced Organ Harvesting (DAFOH) [1]. Er drückte seine Besorgnis für die Zukunft der Bediensteten im chinesischen Gesundheitswesen aus.


Dr. Enver Tohti bezeugte, dass er 1995 bei einem Fall von erzwungener Organentnahme beteiligt gewesen war.

Enver Tohti ist Uigure und war früher Arzt in China. Er ist einer der Zeugen, die in der Dokumentation interwiewt wurden. Er sprach über seinen Beweggrund, zu der Vorführung zu kommen: „Ich möchte meine Unterstützung [für die Offenlegung des Organraubs] ausdrücken. Und ich möchte mehr Zeugen ermutigen, öffentlich die wahren Begebenheiten bekanntzugeben. Wenn man die Wahrheit in seinem Herzen begräbt, wird dieses Drama kein Ende finden.“


Jerald ist ein Mitarbeiter des Parlamentsmitglieds Fiona Bruce. Er half, die Vorführung zu veranstalten. Er freut sich, für jene zu sprechen, die ihr Leben verloren haben und nicht mehr selbst sprechen können. Er ist stolz auf das, was Bruce zur Offenlegung dieses Verbrechens beigetragen hat.


Der chinesische Wissenschaftler Cedric spricht nach der Vorführung mit Ethan Gutmann.

Der chinesische Wissenschaftler für chinesische Angelegenheiten Cedric hat sieben Jahre in China gearbeitet. Er weiß über den Organraub in China genau Bescheid. „Es ist schwer zu glauben, aber das ist ein Tötungsapparat, eine faschistischer Apparat. Als die Verbrechen des Naziregimes aufgedeckt wurden, wollten die Leute es auch nicht glauben“, sagte er.

Cedric ist zutiefst betroffen über diese Gräueltat. Er meint, dass diese Vorführung sehr wichtig ist, weil sie die Menschen dringlichst auffordert, etwas zu unternehmen, um diese erzwungenen Organentnahmen zu beenden. Er meint, dass die Dokumention dieses Verbrechen nicht länger als etwas Abstraktes gelten lasse,sondern sie lasse einen darüber klar werden, dass das etwas ist, was wirklich geschieht. Er hofft, dass mehr Menschen dem Organraub Beachtung schenken und das britische Parlament wirksamere Aktionen auf den Weg bringt, um auf die Chinesische Kommunistische Partei Druck auszuüben, diese Praktik zu beenden.


Ahmed (rechts) im Gespräch mit einer anderen Besucherin der Vorführung

Ahmed ist Medizinstudent am Imperial College London mit dem Hauptfach Organtransplantation. Er hat sich die Dokumentation zweimal angesehen. Er versteht nicht, wieso die internationale Gemeinschaft der Mediziner sich immer noch von der Kommunistischen Partei Chinas hinters Licht führen lässt.

Ahmed überraschte, dass ein früherer Beamter des chinesischen Gesundheitsministeriums diesen Sommer auf dem 26. Internationalen Kongress der Gesellschaft für Transplantation einen Vortrag hielt. Ihm scheint, als ob die Gesellschaft für Transplantation immer noch Illusionen über die Kommunistische Partei Chinas nachhängt. „Aber die Tatsachen zeigen, dass das Versprechen der kommunistischen Partei [den Organraub an hingerichteten Gefangenen zu beenden] eine Lüge ist“, sagte er.

„Ich werde die Aktionen der DAFOH genau verfolgen. Die Gesellschaft für Transplantation steht [auch] in der Verantwortung zu helfen“, sagte Ahmed.

Die Menschenrechtskommission der Konservativen Partei veröffentlichte letzten Monat einen Bericht über dieses Thema. Die Vorführung war eine Nachbereitung mit dem Ziel, die Öffentlichkeit über die Geschehnisse in China zu informieren.

[1] DAFO: Doctors against forced Organ Harvesting. Zu Deutsch: Ärzte gegen erzwungene Organentnahme. Die Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gemeinschaft der Mediziner und die Gesellschaft im Allgemeinen mit objektiven Erkenntnissen zum unmoralischen und illegalen Organraub zu versehen. Die erzwungene Organentnahme von einem Spender ohne eine frühere freie und freiwillige Zustimmung erlangt zu haben, gilt als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und auch als eine Bedrohung für die Heilkunde im Allgemeinen.

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