Falun Dafa Informationszentrum Deutschland: 16 Jahre systematischer Organraub in China

Für ein lukratives Geschäft mussten Hunderttausende Falun Dafa-Praktizierende sterben
 

Pressemitteilung: 22.10.2016

Große Parade mit Marching-Band in München

Mit über 800 Transplantationskliniken ist China das führende Land der Welt für Organtransplantationen – und trotzdem hat China bisher kein Spendersystem nach westlichem Standard. In einer 680-seitigen Studie untersuchten unabhängige Ermittler das gigantische Business und kamen zum Ergebnis, dass nur Massenmord an politischen Häftlingen die einzig mögliche Erklärung dafür sein kann.


Unabhängige Ermittler: David Kilgour, David Matas und Ethan Gutman

Chinas Transplantations-Industrie entstand im Jahr 2000 wie aus dem Nichts.

Bei mindestens 60.000 bis 100.000 OPs jährlich ist die Herkunft der Organe ungeklärt.

Zahlreiche Kliniken und Transplantationszentren wurden neu gebaut – teilweise luxuriös ausgestattet.

Der Umsatz wird auf 9 Milliarden US-Dollar jährlich geschätzt.
Bis zu 1,5 Millionen Menschen sind vermutlich getötet worden.
Insbesondere politisch verfolgte Falun Dafa-Praktizierende und weitere andersdenkende Personen (Uiguren, Tibeter und Hauschristen) sind die Opfer.

Am 4. und 5. November versammeln sich in München etwa eintausend Falun Dafa-Praktizierende aus ganz Europa, um ein sofortiges Ende des geheimen Organraubs, der willkürlichen Verhaftungen sowie der Folterungen zu fordern.

Am Samstag, dem 5.11. finden ein großer Demonstrationszug und weitere Veranstaltungen in München satt.

Bitte merken Sie sich den Termin vor! – Details werden noch bekannt gegeben.

Die Tian-Guo-Marching-Band mit mehr als 100 Musikern wird durch die Münchner City ziehen. Diese einzigartige Kapelle besteht aus Mitgliedern aus ganz Europa, darunter viele asiatische Gesichter.

Die Tian-Guo-Marchingband

Falun Dafa ist ein friedlicher Weg, basierend auf „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“. Seit dem 20. Juli 1999 läuft in China eine brutale Verfolgungskampagne gegen diese spirituelle Bewegung.

Weil die Praktizierenden gesundheitsbewusst leben und weder rauchen noch trinken, gelten ihre Organe als besonders wertvoll. Das macht sie zur Zielscheibe für den Organhandel. In China werden nur wenige Hundert Organe jährlich durch freiwillige Spender zur Verfügung gestellt.

Der Boom der chinesischen Transplantationsbranche seit der Jahrtausendwende ist laut der neuen Studie „Bloody Harvest / The Slaughter – An Update“ vermutlich nur durch Massenmord an Falun Dafa-Praktizierenden zu erklären.

Zeitzeugen stehen für Interviews zur Verfügung

Im Rahmen der Münchner Veranstaltungen haben Journalisten die Chance, mit Überlebenden der chinesischen Folterlager zu sprechen. Das KP-Regime wollte sie mit Gewalt „umerziehen“, weil sie Falun Dafa praktizieren.

Guo Jufeng (43), Elektroingenieur aus NRW: Er erhielt 2008 in Deutschland Asyl und wurde im Jahr 2015 für vorbildliche Integration ausgezeichnet. In China erlebte er mehrere Gefängnisaufenthalte, darunter Wochen der Isolationshaft in einer Miniaturzelle. 2002 gelang es ihm, aus der Haft und trotz totaler Überwachung einen Brief auf Toilettenpapier an die Außenwelt zu schreiben. „Jahre später erfuhr ich vom Foltertod des Mannes, der mir seinerzeit die Kugelschreibermine dafür zugesteckt hatte“, sagt Guo.

Zwei Damen mit UN-Flüchtlingsstatus werden über das berüchtigtste Folterlager Auskunft geben: Sie überlebten „Masanjia“, ein Zwangsarbeitslager für Frauen, in dem zahlreiche Todesfälle erfolgten sowie schwerste sexuelle Misshandlungen stattgefunden haben und dokumentiert wurden.

Xu Hui (65), hat bis heute sichtbare Narben an ihren Handgelenken und steife Hände: Sie wurde tagelang mit ausgestreckten Armen an einem Stockbett aufgehängt, sodass ihr gesamtes Körpergewicht an ihren Handgelenken hing. Seit 2015 lebt sie in Oberhausen.

Li Jun (56), berichtet über die Systematik und Geheimhaltung des Lagers: Gefoltert wurde in einem eigens dafür vorgesehenen Gebäude – unter völliger Abschottung. Nicht einmal Wächter und Folterer kommunizierten darüber, was sie ihren Opfern antaten. „Sie waren sich absolut darüber im Klaren, dass sie Verbrechen begingen“, berichtet Li Jun. Das Lager Masanjia wurde zwar Ende 2013 geschlossen, aber der Organraub geht unvermindert weiter.

Bei Interesse arrangieren wir auch Interviews mit den Autoren der Studie „Bloody Harvest / The Slaughter – An Update“. Gerne nehmen wir Anfragen an David Matas, Menschenrechtsanwalt und David Kilgour, Ex-Staatssekretär aus Kanada entgegen, ebenso an den Investigativ-Journalisten Ethan Gutmann aus den USA.

Anfragen richten Sie bitte an lea.zhou@fldf.eu, Handy: 0176/24460435

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