Kultivierungsgeschichte: Prinz zieht die Ewigkeit dem Thron vor

Es ist für wohlhabende Menschen nicht leicht, das Tao zu kultivieren – sie können ihr Glück und ihren Status einfach nicht aufgeben. Das gilt noch mehr für einen Prinzen. Hier ist eine Ausnahme. Buddha Shakyamuni war ein Prinz und er war in der Kultivierung zum Buddha erfolgreich. Etwa vor 2500 Jahren gab der erste Sohn des Königs Ling in der Zhou Dynastie (571 – 545 v. Chr.) seine Krone und sein königliches Leben auf, um Tao zu kultivieren. Nach dreißig Jahren kam er schließlich zur Vollendung.

Kronprinz Ji Qiao spielte sehr gut Sheng, die „chinesische Mundorgel“ oder Lingualpfeife. Seine Musik ahmte den Ruf eines Phönixes nach. Einmal, als er zwischen den Flüssen Yi und Luo unterwegs war, traf der Prinz einen taoistischen Meister namens Fu Qiugong. Fu Qiugong überredete den Prinzen, ihn in das Song-Gebirge zu begleiten. Dort fing der Prinz an, sich als taoistischer Praktizierender zu kultivieren.

Dreißig Jahre danach entsandte die Monarchie einen Beamten namens Huan Liang, um nach dem Prinzen zu suchen. Huan Liang gelang es, den Prinzen in den Bergen zu finden. Prinz Ji Qiao sagte zu Huan Liang: „Bitte teile meiner Familie mit, sie solle am 7. Juli auf dem Gipfel des Berges Goushi auf mich warten. Als die Familienangehörigen am 7. Juli auf dem Berg Goushi zusammenkamen, sahen sie Prinz Ji Qiao tatsächlich auf dem Rücken eines weißen Kranichs sitzen.

Aus der Ferne seiner Familie zuwinkend kam der Prinz jedoch nicht näher heran. Der Prinz und sein Kranich erschienen mehrere Tage lang auf dem Gipfel des Berges. Schließlich flog er mit dem Vogel davon. (Aus: Lie Xian Zhuan, Biographien von Unsterblichen)

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