Bulgarisches Verwaltungsgericht entscheidet zugunsten eines Falun Dafa-Praktizierenden

Am 26. Mai 2016 hat das Verwaltungsgericht der Stadt Sofia in Bulgarien eine Entscheidung zugunsten des bulgarischen Falun Dafa-Praktizierenden getroffen. Er hatte gegen eine Entscheidung des bulgarischen Außenministeriums Beschwerde eingelegt, das ihm Informationen über seine unrechtmäßige Inhaftierung in Serbien im Dezember 2014 verweigert hatte.

Georgi Pleshkov und sechs weitere Falun Dafa-Praktizierende aus Bulgarien und zwei aus Russland waren am 14. Dezember 2014 sofort nach ihrer Ankunft in Belgrad in ihrem Hotel verhaftet worden. Danach wurden sie 72 Stunden lang im Flüchtlingszentrum Padinska Skela festgehalten. Nach Protesten von Eduard Kukan, Mitglied des Europäischen Parlaments, und internationaler Menschenrechtsorganisationen (einschließlich Amnesty International) wurden sie wieder freigelassen.

Nach ihrer Freilassung entschieden sich einige der betroffenen Praktizierenden, einschließlich Pleshkov, Strafanzeige gegen die Personen zu stellen, die für ihre unrechtmäßige Inhaftierung verantwortlich waren. Um Beweise vorlegen zu können, dass ihre Menschenrechte verletzt worden waren, verlangten sie eine Auskunft über den Schriftverkehr, der während ihrer Haft zwischen dem bulgarischen und serbischen Außenministerium stattgefunden hatte. Das bulgarische Außenministerium lehnte den Antrag mit der Begründung ab, dass der Schriftverkehr für eine Veröffentlichung „zu sensibel“ sei.

Nach der jetzigen Entscheidung des Verwaltungsgerichts gab es jedoch keinerlei Gründe, ihren Antrag abzulehnen. Es muss noch abgewartet werden, ob das Ministerium dagegen Beschwerde einlegt, erst dann kann eine endgültige Entscheidung erfolgen.

Die Verhaftung von neun Falun Dafa-Praktizierenden in Serbien zeigt, wie das kommunistische Regime in China versucht, seine Unterdrückung im Ausland fortzusetzen. Sein Einfluss kann sogar bis in die Länder reichen, die der Europäischen Union beitreten möchten.
Internationale Stimmen der Unterstützung für Falun Dafa

Ein Jahr, bevor die Praktizierenden inhaftiert worden waren, verabschiedete das Europäische Parlament am 12. Dezember 2013 eine Entschließung, in der sie die Volksrepublik China für den Organraub an Gefangenen aus Gewissensgründen (die meisten von ihnen sind Falun Gong- Anhängern) verurteilte. Erst vor wenigen Wochen hat über die Hälfte der Mitglieder des Europäischen Parlaments eine Schriftliche Erklärung (2016/WD48) unterzeichnet, einschließlich 11 Abgeordneter aus Bulgarien. In dieser schriftlichen Erklärung wird das Europäische Parlament aufgefordert, eine unabhängige Untersuchung zu veranlassen und sich aktiv dafür einzusetzen, den Organraub in China zu beenden. Der US-Kongress verabschiedete am 13. Juni 2016 eine ähnliche Resolution (H.Res.343).


Georgi Pleshkov (rechts), bulgarischer Falun Gong-Praktizierender, mit Andrey Kovatchev, bulgarisches Mitglied des Europäischen Parlamentes im Juli 2016

Im Juli 2016 traf Georgi Pleshkov den bulgarischen Abgeordneten des Europäischen Parlamentes, Andrey Kovatchev, ein Mitglied des Unterausschusses des Europäischen Parlamentes. Kovatchev und seine Assistenten interessierten sich sehr für Pleshkovs Geschichte seiner Inhaftierung in Serbien, weil dieses Land ein großes Interesse daran hat, der Europäischen Union beizutreten. Außerdem waren sie an Falun Dafa interessiert und wollten mehr über die Praktik erfahren, über die Übungen und die universellen Prinzipien von Falun Dafa: Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht.

Früherer Bericht zu den Hintergründen:

Vor dem CEE-China-Gipfel in Belgrad: Falun Gong-Praktizierende werden festgenommen, ihr Protest gegen die Verfolgung von Falun Gong verhindert
http://de.minghui.org/html/articles/2014/12/19/112083.html

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