Österreich/ Wien: Kundgebung und Parade aus Protest gegen die Verfolgung in China

Am 23. August hielten Falun Gong-Praktizierende aus Österreich und anderen europäischen Ländern eine Kundgebung vor dem Stephansdom, einem Wahrzeichen im Zentrum Wiens. Mit einer Kundgebung und einer anschließenden Parade protestierten sie gegen die brutale Verfolgung von Falun Gong, insbesondere gegen die Tötung der Praktizierenden wegen ihrer Organe durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh).


Kundgebung der Falun Gong-Praktizierenden am 23. August 2016 am Stephansplatz in der Wiener Innenstadt


Die Parade und der Beitrag der Tian Guo Marching Band zieht die Aufmerksamkeit vieler Menschen auf sich.

Die Veranstaltung begann um 8:00 Uhr mit der Vorführung der Falun Gong-Übungen und einer Darbietung der Tian Guo Marching Band, die sich aus Praktizierenden zusammensetzt. Viele Menschen erkundigten sich anschließend eingehend nach dem Hintergrund dieser Veranstaltung und unterschrieben eine Petition gegen die Verfolgung durch das chinesische Regime.

Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Mitglied der österreichischen Partei Die Grünen, schrieb an den Falun Dafa-Verein Österreichs, um ihre Unterstützung zum Ausdruck zu bringen. Sie schrieb: „China hat die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte unterschrieben. Die Verfolgung, die Inhaftierung, die Folterungen und das Töten von Falun Gong-Praktizierenden verletzt diese Erklärung. Die Außenpolitik Europas und Österreichs kann Chinas Menschenrechtsverletzungen nicht ignorieren. Wer angesichts dieser Verfolgung blind bleibt, ist ein Komplize.“

Katja Hausmann, österreichische Vertreterin von Doctors Against the Forced Organ Harvesting (DAFOH), hielt bei der Kundgebung eine Rede. Sie sprach über den jüngsten Untersuchungsbericht über den Organraub an Lebenden durch die KPCh und sagte: „Über die Hälfte der Mitglieder des Europäischen Parlaments haben am 13. Juli 2016 eine Erklärung unterschrieben, mit der sie die Beendigung des Organraubs durch die KPCh fordern.

Am 13. Juni 2016 verabschiedete das US-Repräsentantenhaus einstimmig die Resolution 343 und fordert damit, den Organraub an Falun Gong-Praktizierenden und Gefangenen aus Gewissensgründen sofort zu beenden. Auch fordert sie, dass die KPCh ihre seit 17 Jahren andauernde Verfolgung von Falun Gong beendet und alle inhaftierten Praktizierenden und andere Gefangene aus Gewissensgründen freilässt. Des Weiteren ruft sie zu einer zuverlässigen, transparenten und unabhängigen Untersuchung von Chinas Organtransplantationssystem auf.“


Die Tian Guo Marching Band führt die Parade an.


Praktizierende auf dem Festzugswagen zeigen die Falun Gong-Übungen.


Das vom chinesischen Staat geförderte Töten von Falun Gong-Praktizierenden wegen ihrer Organe wird hier nachgestellt.

Die Parade

Die Parade begann am Mittag und wurde von der Tian Guo Marching Band angeführt, gefolgt von Damen in Feenkleidung, einer Übungsdemonstration und einer Nachstellung des Organraubs in China.

Die Praktizierenden zeigten während der Parade Transparente mit der Forderung, Jiang Zemin vor Gericht zu stellen. Jiang Zemin ist der ehemalige Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas und Initiator der brutalen Verfolgung von Falun Gong. Auch gab es Transparente zur Unterstützung all jener Chinesen, die bereits aus der Partei und den ihr zugehörigen Organisationen ausgetreten sind.

Die Parade setzte sich am Stephansplatz in Bewegung, verlief über den Graben, durch die Hofburg, dem Amtssitz des Präsidenten, danach über den Heldenplatz in der Innenstadt von Wien, vorbei am Museumsplatz und schließlich durch die Mariahilfer Straße, eine der größten Einkaufsstraßen in Wien.

Zuschauerreaktionen


Passanten erfahren durch eine Praktizierende von Falun Gong.

Viele Menschen sahen der Parade zu und baten um Informationsmaterial. Eine Frau erzählte, dass sie in einem Radioprogramm über die Verfolgung und den Organraub in China gehört habe.


Passanten unterschreiben die Petition zur Verurteilung des Organraubs an lebenden Praktizierenden durch das chinesische Regime.


Anna (rechts) und ihre Mutter unterstützen Falun Gong.

Anna arbeitet in Wien. Sie und ihre Mutter sahen sich die Parade an und machten Fotos. Annas Mutter fand die Verfolgung „zu grausam“ und sagte, dass sie vor Kurzem über die Zensur und das Fehlen der Redefreiheit in China erfahren habe. Sie lobte die Veranstaltung der Praktizierenden und sagte, sie werde vielen Freunden von der Verfolgung berichten.

Die Immobilienmaklerin Catherine aus Wien sagte: „Ich höre zum ersten Mal von der Verfolgung. Ich bin entsetzt über diese Brutalität. So viele unschuldige Menschen sind inhaftiert, so viele werden wegen ihrer Organe getötet. Das ist wirklich schrecklich.“


Margret und ihr Mann unterstützen die Bemühungen der Falun Gong-Praktizierenden gegen die Verfolgung.

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