Peking: Vierjähriger 38 Stunden eingesperrt, jetzt traumatisiert

Gegen Abend des 3. Juni 2016 waren Liu Gexin, ihr 4-jähriger Sohn und zwei weitere Praktizierende unterwegs im Pekinger Bezirk Shunyi. Sie sprachen dort mit den Einwohnern über Falun Dafa und die Verfolgung.

Jemand, der von der Lügenpropaganda der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) getäuscht worden war, zeigte sie offenbar an, denn plötzlich wurden die vier von sechs oder sieben Polizisten umringt und festgenommen. Im allgemeinen Gedränge und Geschiebe wurde eine Praktizierende zu Boden gestoßen und niedergedrückt. Der kleine Xiao Yu wurde von dem Polizeiwagen angefahren und fiel hin. Dabei zog er sich Schürfwunden am Arm und am Knie und im Gesicht zu.


Der vierjährige Xiao Yu mit Schürfwunden im Gesicht, am Knie und am Arm, nachdem das Polizeiauto ihn angefahren hat

Alle drei Falun Dafa-Praktizierenden erklärten den Polizeibeamten die wahren Umstände der Verfolgung von Falun Dafa. Doch leider hörten die Polizeibeamten nicht auf sie, sondern brachten alle drei Praktizierenden samt Kind in die Polizeiwache Mapo. Dort wurden sie stundenlang bis tief in die Nacht hinein verhört. Alle drei Praktizierenden weigerten sich, der Polizei ihre Namen preiszugeben.

Daraufhin drohten die Polizeibeamten Liu, sollte sie ihren Namen nicht bekanntgeben, würde ihr Sohn ins Waisenhaus gebracht. Dieses Heim wurde speziell für Kinder von inhaftierten Eltern eingerichtet.

Der kleine Junge war über 20 Stunden lang auf der Polizeistation eingesperrt. In der darauffolgenden Nacht erhielt Lius Familie einen Anruf von der Polizei. Es wurde ihnen mitgeteilt, dass sie das Kind im Waisenhaus abholen könnten.

Als die Familie nach 23 Uhr dort ankam, hieß es, dass sie das Kind erst am nächsten Morgen abholen könne. Am 5. Juni gegen acht Uhr morgens konnten die Angehörigen das traumatisierte Kind schließlich nach Hause holen.

Auf der Polizeistation und im Waisenhaus hatte der kleine Yu insgesamt 38 Stunden des Schreckens erlebt. Während seine Mutter verhört wurde, brachte man den Jungen in einen anderen Raum. Dort bedrängten die Polizisten ihn, die Namen seiner Eltern und ihre Adresse zu nennen. Dieses Erlebnis hinterließ bei dem Kind einen tiefen seelischen Schaden. Seither reagiert Yu fremden Menschen und sogar seinen eigenen Angehörigen gegenüber ängstlich und scheu.

Seine Mutter Liu Gexin und einer der beiden anderen Praktizierenden namens Chen Xiurong wurden in ein Untersuchungsgefängnis verlegt. In welches ist bis heute noch nicht bekannt. Der dritte Falun Dafa-Praktizierende konnte aus der Polizeistation entkommen.

Rückblick: Die ganze Familie leidet unter der Verfolgung

Liu Gexin hatte im Jahr 1997 begonnen, Falun Dafa zu praktizieren. Davon profitierte sie seelisch und gesundheitlich. Sie wurde glücklicher und fröhlicher und behandelte ihre Schwiegereltern seitdem gutherzig und rücksichtsvoll. Sie richtet sich bis heute im Alltag stets nach den Grundsätzen von Falun Dafa „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht“ und versucht, ein guter Mensch zu sein.

Im Jahr 2001 wurden Liu Gexin und ihr ebenfalls praktizierender Ehemann zeitgleich zu eineinhalb Jahren Arbeitslager verurteilt. Danach wurden beide mehrmals verschleppt und gesetzeswidrig eingesperrt. Um eine weitere Verfolgung zu vermeiden, leben sie seit 2009 ohne festen Wohnsitz und können nicht nach Hause gehen. Lius Mann wurde zweimal im Arbeitslager eingesperrt und danach in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht. Bis heute haben sie die Entschädigung von über 20.000 Yuan (ca. 2.700 Euro) vom Dorfkomitee nicht erhalten. Ihr Mann sollte das Geld persönlich beim Parteisekretär des Dorfes abholen, so wurde es ihm gesagt. Das würde aber vermutlich zu einer weiteren Verhaftung führen.

Lius Vater starb im März dieses Jahres. Zu seiner Lebenszeit hatte er eine positive Einstellung gegenüber Falun Dafa. Im August 2009 musste seine erste Tochter das Haus verlassen, um einer Verfolgung durch die KPCh zu entgehen; die zweite Tochter wurde von Polizeibeamten abgeholt und ins Arbeitslager gebracht. Diese Erlebnisse fügten ihm große körperliche und seelische Schmerzen zu. Seit 2013 litt er an gesundheitlichen Beschwerden, an denen er schließlich im März 2016 verstarb. Lius Mutter praktiziert ebenfalls Falun Dafa. Seit Beginn der Verfolgung im Jahr 1999 hat auch sie viel Leid zu ertragen.

Als Liu im August 2009 ihr Zuhause verlassen musste, entdeckte sie unter ihrer Achselhöhle mehrere Schwellungen. Nach Aussage ihres Facharztes hatte Liu einen bösartigen Tumor. Doch entgegen jeder Prognose wurde sie wieder völlig gesund: Nach ungefähr 20 Tagen floss eine schwarze, lilafarbene Masse aus ihrem Unterleib. Falun Dafa hatte sie erneut gerettet!

Trotz Lebensgefahr hat Liu nie aufgehört, mit den Mitmenschen über die Schönheit von Falun Dafa und über die wahren Hintergründe der Verfolgung zu sprechen.

Kontaktdaten der Zuständigen:Polizeiwache Mapo: 0086/10/69401859Polizeistation Shunyi: 0086/10/69440212, E-Mail des Leiters: sygafj69466641@126.com

Englische Version:
http://en.minghui.org/html/articles/2016/6/15/157424.html

Chinesische Version:
http://www.minghui.org/mh/articles/2016/6/10/北京柳革新再遭绑架-四岁儿子经历恐怖38小时(图)-329874.html

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