Deutschland: Frankfurter empört: „Menschen dürfen nicht ausgeschlachtet werden!"

Das letzte Wochenende hat die Frankfurter aufgerüttelt und ihre Aufmerksamkeit auf den systematischen Organraub an Lebenden gelenkt. Niemand konnte sich nach diesem Tag den grausamen Verbrechen in Chinas Arbeitslagern verschließen, dafür sorgten am 24. Juni 2016 eine Parade der Falun Gong-Praktizierenden durch Frankfurts Innenstadt. An deren Spitze sorgte die starke Präsenz der Tian Guo Marching Band mit ihren kraftvollen Klängen für die öffentliche Aufmerksamkeit.

Kundgebungen an markanten öffentlichen Plätzen wie dem Paulsplatz und auf der Zeil informierten zu den Hintergründen des Organraubs, von dem insbesondere die Falun Gong-Praktizierenden betroffen sind. Hiernach werden die Falun Gong-Praktizierenden auf staatliche Anordnung hin ermordet, um ihre Körper auszuschlachten und die Organe anschließend zu Transplantationszwecken gewinnbringend verkaufen zu können.


Kundgebung der Falun Gong-Praktizierenden in Frankfurts Innenstadt

Melanie: Menschen dürfen nicht ausgeschlachtet werden

Melanie lebt seit vielen Jahren in Frankfurt. Sie hörte sich begeistert die Tian Guo Marching Band an. „Diese Musik berührt mein Herz“, äußerte sie sich. Als eine Praktizierende ihr von der beispiellosen Unterdrückung der Falun Gong-Praktizierenden in China berichtete, meinte sie, dass es nicht geschehen dürfe, dass Menschen ausgeschlachtet werden.

Melanie (links) lebt seit vielen Jahren in Frankfurt

Mario: Dagegen muss etwas unternommen werden

Mario aus Leipzig spürte die Energie, die von der Band ausging. Er fand es sehr gut, dass die Praktizierenden sich gegen die Verfolgung einsetzen und das Thema öffentlich ansprechen. Denn früher, erzählte er, sei in der ehemaligen DDR sehr viel geschehen, wovon die Menschen erst später etwas erfahren hätten. Aufgewachsen in Ostdeutschland sei er vertraut mit einem totalitären kommunistischen Regime. In Osteuropa sei sehr viel geheim gehalten worden [so wie jetzt in China], erst später nach dem Mauerfall hätten die Menschen das wahre Ausmaß der Geschehnisse erfahren.

Falun Gong verströmt Energie


Die Passanten erfahren die wahren Hintergründe von Falun Gong

Dem Frankfurter Architekten Harald Schmidtke gefiel die Tian Guo Marching gut. „Sie macht eine gute Stimmung“, meinte er. Als er vom Organraub an den Falun Gong-Praktizierenden in China hörte, kommentierte er: „Es wäre wirklich gut, wenn die Masse der Menschen, die schweigt, ihren Mund aufmachen würde, damit solche Verbrechen aufhören.“

Eine chinesische Touristin genoss sichtlich die Musik und zeigte sich tief beeindruckt davon. „Diese Musik verströmt Energie und ist sehr erfrischend. Sie gefällt mir sehr gut“, meinte sie.

Eine andere Touristin stellte einer Praktizierenden viele Fragen über Falun Gong und die Verfolgung. Später bedankte sie sich für die Informationen: „Ich wusste nicht, dass die Kommunisten in China so einen negativen Einfluss in der Welt haben. Darüber werde ich mir weiter Gedanken machen.“

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