FDI (New York): Wieder ein Falun Gong-Praktizierender in Gewahrsam gestorben

Der Tribut an Toten steigt in der Provinz Hebei
 

New York, den 27. September 2001, Falun Dafa Informationszentrum NEW YORK

Es wurde bekannt, dass der Falun Gong-Praktizierende Herr Chen Aizhong (33) aus der Stadt Zhangjiakou, Provinz Hebei, am 20. September 2001 starb, nachdem er sich genau sieben Tage im Tangshan-Arbeitslager befand.
Chen, der gerade angefangen hatte, eine Verurteilung zu drei Jahren Arbeitslager anzutreten, starb den Berichten nach an „Atemversagen“, nachdem er ins Volkskrankenhaus von Tangshan zur Notbehandlung geschickt worden war.
Ein Justizbeamter von Tangshan bestätigte Chens Tod. Der Beamte gab an, dass er sich gerade in einem Hungerstreik befunden habe, den er verlängert habe und durch das „Einatmen des eigenen Erbrochenen in die Lunge“ gestorben sei.
Befragte Beamte des Arbeitslagers Tangshan sagten, es herrsche „keine Klarheit“ über Chens Tod und weigerten sich, Fragen zu beantworten.

Man glaubt, dass Chen Folterungen in dem Lager ausgesetzt wurde und höchstwahrscheinlich durch Zwangsernährung starb.
Im letzten Juni wurden zwei andere Falun Gong-Praktizierende im Arbeitslager Tangshan ermordet, beide durch Folterungen; und im vergangenen Jahr sind wenigstens vier andere Praktizierende aus Hebei (An Xiukun, Yang Guibao, Wang Ailing und Liu Dongxue) in Gewahrsam gestorben, während sie im Hungerstreik zwangsernährt und von der Polizei gefoltert worden waren.

Chen ist der 24. bekannt gewordene Falun Gong-Praktizierende aus der Hebei Provinz, der in polizeilichem Gewahrsam starb. Von diesen 24 wurden allein 17 in der ersten Jahreshälfte ermordet! Im ganzen Jahr 2000 waren es sechs und im Jahre 1999 nur einer.

Die Zahl dokumentierter Toter innerhalb der zwei Jahre Verfolgung des Falun Gong in China hat nun 286 erreicht, obgleich Regierungsstellen in China bekannt geben, dass die tatsächliche Zahl über 1000 hinausgeht.

Mehr als 10.000 Falun Gong-Praktizierende wurden illegal festgenommen und gefangengesetzt, seit der kommunistische Parteichef Jiang Zemin die friedliche Bewegung im Juli 1999 verbot. Mindestens 20.000 sind ohne Prozess in Arbeitslager gesteckt worden und weitere Tausende wurden ungesetzlich in psychiatrische Anstalten eingesperrt, wo sie gefoltert und misshandelt werden.


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