Zhao Ming, Student des Trinity College in Irland, braucht unsere Hilfe!

Seit über 1 1/2 Jahren im chinesischen Arbeitslager festgehalten und grausam misshandelt
 
Zhao Ming, 29 Jahre alt, Informatikstudent an dem Trinity College Dublin (TCD), Irland, ist Praktizierender des Falun Dafa (auch Falun Gong genannt). Da das Praktizieren bei ihm positive Entwicklungen ausgelöst und er insofern davon profitiert hatte, dachte Zhao Ming, dass das Praktizieren von Falun Gong auf keinen Fall falsch sein könne. Zudem lehre es die Prinzipien Zhen Shan Ren (Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht) und bringe den Menschen körperliche Gesundheit und innerliche Ruhe. Er konnte nicht verstehen, warum einige wenige Menschen in der chinesischen Regierung Falun Gong unbedingt verbieten und die Praktizierenden verfolgen wollten. Als er zu Weihnachten 1999 in China seine Eltern besuchte, entschied er sich, nach Peking zu gehen, um die Wahrheit klarzustellen. Am 6. Januar 2000 reichte er, der chinesischen Verfassung entsprechend, einen Bittgesuch (Petition) bei der nationalen Behörde für schriftliche Appelle ein und wurde dabei verhaftet. Anschließend wurde er zurück in seine Heimatstadt Changchun deportiert und auf Bewährung freigelassen. Allerdings beschlagnahmte die Polizei seinen Reisepass und verlangte von ihm, vom Falun Gong schriftlich abzuschwören. Er sollte niederschreiben, dass er sich niemals mehr gegen die Verfolgung von Falun Gong durch die chinesische Regierung stellen würde. Zhao Ming wies diesen unverschämten Anspruch entschieden zurück. "The Irisch Times" berichtete von diesem Vorgang.

Weil sein Pass beschlagnahmt wurde, konnte Zhao Ming nicht mehr nach Irland zurückkehren, um sein Studium fortzusetzen. Aus dieser Situation heraus ging er im März nach Peking, um dort eine Arbeit zu suchen. Die Polizei stufte ihn als "Falun Gong Organisator" ein und ließ nach ihm fahnden. Seit dem 13. Mai 2000 wurde er vermisst und seine Familie erfuhr erst im August, was mit ihm los war: Am 13. Mai wollte er mit anderen Praktizierenden gemeinsam Transparente auf dem Platz des Himmlischen Friedens aufschlagen. Als sie bei einem Praktizierenden zu Hause die Aktion vorbereiteten, wurden sie von einem Regierungsagenten, der Zhao Ming folgte, festgenommen. Er wurde zur Haidian-Polizeibehörde gebracht. Zhao Ming sagte: "Wegen welchem Verbrechen nehmt ihr mich fest? Es ist gesetzwidrig, jemanden beliebig festzunehmen." Die Polizisten antworteten darauf: "In der Polizeibehörde wirst du erfahren, was ‚gesetzmäßig' ist!" In der Behörde sowie im Untersuchungsgefängnis weigerte sich Zhao Ming, die Fragen der Polizei zu beantworten und von ihnen fotografiert zu werden. Er wurde im Untersuchungsgefängnis grausam gefoltert bis ein Bein von ihm gelähmt wurde.

Am 7. Juli 2000 wurde er ohne Gerichtsverfahren zu einem Jahr Zwangsarbeit im Umerziehungslager verurteilt. Er wurde in das Männerarbeitslager der Tuanhe-Farm in Daxing, einem Vorort von Peking, eingesperrt. Im Lager wurde Zhao Ming auf verschiedene Arten misshandelt: Wärter und Häftlinge schlugen ihn sehr heftig und gaben ihm wiederholt Elektroschocks. Er durfte nur zwei Stunden am Tag schlafen. Damit wollten die Wärter ihn dazu bringen, etwas gegen Falun Gong niederzuschreiben. Als er das verweigerte, kamen sie gemeinsam auf ihn zu und schlugen ihn so lange, bis er kaum noch am Leben war. Er litt unter so grausamen Folterungen, dass sie mit Worten kaum noch zu beschreiben sind. Er wurde gezwungen sich mit dem Kopf zwischen beiden Knien in eine Waschschüssel zu setzen. Dann wurde er unter ein Bett geschoben. Das Bett wurde dadurch nach oben gedrückt. Seine Folterknechte setzten sich dann auf das Bett, um es hinunter zu drücken. Etwa ein Dutzend Männer schlugen ihn gemeinsam. Sie schlugen mit Stöcken auf seine Fußgelenke und Kniescheiben und stießen mit Knien gegen seinen Körper. Sie schlugen ihn auf seine Ohren ... Nach solchen Folterungen konnte er fünf Tage lang nicht auf die Toilette gehen und sich zwei Wochen lang nicht normal bewegen.

Später wurde Zhao Ming in ein anderes Arbeitslager, das Xian'-Umerziehungslager in Peking, eingewiesen. Da er seinen Glauben nicht aufgeben wollte, wurde er von einem gewissen Li, Leiter der vierten Gruppe des Lagers, vom 25. bis zum 30. April 2001 auf einen Stuhl gefesselt und fünf Tage und Nächte lang am Schlafen gehindert. Ab dem 1. Mai 2001 ermutigten die Beamten des Lagers die Häftlinge, Zhao Ming zu misshandeln. Die Häftlinge zwangen Zhao Ming lange Zeit ununterbrochen zu stehen und zu knien, bis zum 7. Mai. Er sollte ursprünglich am 12. Mai 2001 entlassen werden. Da er nicht dem Falun Gong abschwören wollte, wurde seine Sperrfrist um ein halbes Jahr verlängert. Ein gewisser Su, Leiter der sechsten Gruppe, und ein gewisser Li, stellvertretender Leiter der sechsten Gruppe, prügelten noch persönlich viele andere Praktizierende, darunter auch ältere Menschen. Sie befohlen den Häftlingen, Falun Gong-Praktizierende zu prügeln.

Der Fall von Zhao Ming und zwei ähnliche Fälle von Falun Gong-Praktizierenden, die nicht nach Irland zum Studium zurückkehren konnten, erregten bereits die Aufmerksamkeit der irischen Regierung und Bevölkerung. Sie appellierten an die chinesische Regierung, die grundlegenden Menschenrechte der Praktizierenden zu respektieren und den drei Studenten zu erlauben, nach Irland zurückzukehren um dort ihr Studium fortzusetzen. Studenten des Trinity College sammelten auf eigene Initiative Unterschriften um Zhao Ming zu retten. Außerdem organisierten sie Proteste während des Staatsbesuchs des chinesischen Vizepräsidenten Li Lanqing in Irland. Sechs Adlige sowie der Bischof aus Oxford gingen in die chinesische Botschaft in London, um für die Freilassung von Zhao Ming zu appellieren. Die irische Zentrale von Amnesty International in Dublin plant eine Rettungsaktion für diesen jungen intelligenten Studenten. Zhao Ming steht noch auf der Liste der Grußkarten-Aktion dieser Organisation. Eine Organisation namens "Freunde von Zhao Ming" wurde durch seine Studienkollegen, die Dublin-Zentrale von Amnesty International, Amnesty International Trinity und viele andere Menschen ins Leben gerufen und arbeitete sehr aktiv, um ihn zu retten. Der Bürgermeister von Dublin ist damit einverstanden, während seines Besuchs in Peking Anfang Mai 2001 das Thema Zhao Ming anzusprechen. Viele Menschen schrieben an die irische und die chinesische Regierung und appellierten Zhao Ming freizulassen, damit er in Irland sein Studium zu Ende führen kann.

Hintergrundinformationen über Zhao Ming:

Zhao Ming absolvierte in 1993 den Studiengang Informatik an der berühmten chinesischen Universität Qinghua. Danach arbeitete er als Programmierer und Netzwerkingenieur bei dem Ziguang-Konzern von Qinghua. Er war Abteilungsleiter und Mitbegründer dieser Abteilung. Während dieser Zeit arbeitete er sehr fleißig und war sehr innovativ. Er war für viele großen Projekte zuständig, die sehr erfolgreich waren. Wegen seiner ungewöhnlichen Leistung wurde er im Jahr 1996 als "hervorragender Mitarbeiter" des Konzerns ausgezeichnet. Im März 1999 kam er nach Irland, um am Trinity College den Informatik Master-Studiengang zu besuchen.

Seit 1994 praktiziert Zhao Ming Falun Gong. Er nahm an dem vom Falun Gong-Begründer, Li Hongzhi, in Dalian gehaltenen Seminar teil. Bevor er mit Falun Gong anfing, war er körperlich so schwach, dass er kaum regelmäßig zur Arbeit gehen konnte. Seit dem Praktizieren geschahen an ihm enorme Veränderungen, sowohl körperlich als auch mental. Er wurde sehr fit für die Arbeit. Weil er von Falun Gong viel profitiert hatte, war er in seiner Freizeit sehr in dessen Verbreitung engagiert. Bevor er nach Irland kam, war er Betreuer der Falun Gong-Übungsgruppe an der Qinghua Universität.

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