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Folterungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zwangsarbeitslager Masanjia Teil 1
Von einem Korrespondenten aus der Provinz Liaoning Der Frauenbereich im Zwangsarbeitslager Masanjia ist in drei Abteilungen unterteilt. Nummer 1 und 2 sind für ganz normale Häftlinge und Nr. 3 ist nur für die Inhaftierung von Falun Gong-Praktizierenden bereitgestellt. Die Abteilungen Nr. 1 und Nr. 2 bekommen ein schweres Arbeitspensum zugeteilt. Die Praktizierenden werden in diese zwei Abteilungen gebracht, so dass die Lagerleitung eine Gelegenheit hat, die mentale und physische Verfolgung der Praktizierenden zu intensivieren. Nachfolgend werden ausgewählte Vorfälle unmenschlicher Behandlungsweisen aufgeführt. 1. Neuzuteilung von Leitern Im November 2007 wurde Li Mingyu als neuer Leiter der Abteilung Nr. 1 zugeteilt und Zhang Chunguang und Zhou Xian bestimmte man zu seinen Stellvertretern. Der ehemalige Leiter der Abteilung Nr. 1 namens Zhang Jun wurde in die Abteilung Nr. 3 versetzt. Ende Juni 2009 wurden Wang Yanping, Long Yan, Zhang Yu und Sun Bin die Führung der Abteilung 1 übertragen. Gleichzeitig wechselten die Gruppenführer von Nr. 1 und Nr. 2 ihre Plätze. Je nachdem, welches Produkt in der Zwangsarbeit hergestellt werden muss, werden die Wärter zwischen den Abteilungen hin und her gewechselt. Das einzige, was sich nicht ändert, ist die unmenschliche Behandlung der Praktizierenden. 2. Nichterfüllung von Beurteilungskriterien hat unmenschliche Behandlung zur Folge Im Lager ließen sich die Polizisten eine „Hundert-Punkte-Bewertung“ einfallen. Wenn sich Praktizierende weigerten, die „30 Bestimmungen und Vorschriften“ aufzusagen oder bestimmte Lagerlieder oder KPCh-Lieder (KPCh = Kommunistische Partei China) zu singen, dann erfüllten sie die Beurteilungskriterien nicht und ihre Haftzeit wurde verlängert. Die monatliche Beurteilung wird am Ende eines jeden Monats durchgeführt. Die Häftlinge müssen den „Beurteilungs“-Bericht unterschreiben. Die meisten Praktizierenden verweigerten die Unterschrift, so dass die Wärter ihre Hände ergriffen und sie entweder mittels Prügel oder anderer schmählicher Methoden zur Unterschrift zwangen. Die Praktizierenden wurden eine nach der anderen in die Abteilung Nr. 1 gebracht, so dass die Polizisten einen Spielraum für die Art und Weise der Folter hatten. Jeden Monat folterten sie normalerweise zwischen drei und fünf Praktizierende. Immer wenn eine Praktizierende nicht kooperierte, wurde sie gefoltert. Zunächst drohten die Wärter den Praktizierenden mit einem „Telefon- und Besuchsverbot“. Wenn dies keine Wirkung hatte, dann prügelten sie die Praktizierenden. Wenn Praktizierende auf die Widerrechtlichkeit von Prügeln hinwiesen, dann antworteten sie: „Verklagt uns doch.“ Die Wärter behielten ungestraft Briefe der Praktizierenden ein und Papier und Stift waren „verbotene Gegenstände“. Wenn sie gefunden wurden, konfiszierte man sie. Die Wärter durchsuchten die Taschen, Jackentaschen und Werkzeugkästen und führten nach Belieben Leibesvisitationen durch. Vom 7. auf den 8. Oktober 2008 folterte die Abteilung Nr. 1 Praktizierende in den Abteilungen Nr. 1 und 2 brutal. Man befahl den männlichen Gefängniswärtern Peng Tao, Zhang Liang und anderen, die Praktizierenden, die keinen Beurteilungsbericht unterzeichnet hatten, zu prügeln und zu schlagen, mit Elektroknüppeln zu schocken oder durch die Foltermethode des „großen Aufhängens“ (1) zu quälen. 3. Liste der gefolterten Praktizierenden Unter den Praktizierenden, die in oben beschriebener Weise gefoltert wurden, waren: Frau Wang Chunying, 55 Jahre alt, aus der Stadt Dalian; Frau Qi Zhihong; Frau Wang Junyan, um die vierzig Jahre alt, aus der Stadt Huludao; Frau Yan Junhua, um die vierzig Jahre alt, aus der Stadt Fushun; Frau Zhang Yinglin, 51 Jahre alt, aus Haicheng und Frau Zhong Shujuan, 55 Jahre alt, aus der Stadt Dalian. Die Folterung zog sich über mehr als 20 Stunden hin. Unter anderen Praktizierenden, die wegen der Unterschriftsverweigerung des Bewertungsberichts gestoßen und geschlagen sowie mit Elektrostöcken geschockt wurden, waren Frau Zhang Guozhen, 51 Jahre alt, aus der Stadt Fuxin; Frau Teng Shiyun, 55 Jahre alt, aus der Stadt Anshan; Frau Lin Junyan, 51 Jahre alt, aus Dalian; Frau Zhao Shuqin, 47 Jahre alt, aus Peking; Frau Zhang Shuxia aus Peking; Frau Lu Lin, 42 Jahre alt, aus Sichuan; Frau Sunan aus Sichuan; Frau Zhang Shufeng aus Shandong; Frau Li Li, 55 Jahre alt, aus Peking; Frau Liu Shuzhi, 60 Jahre alt, aus Peking; Frau Zhu Shulan, 58 Jahre alt, aus Liaoyang; Frau Sun Xiaoxiang, 58 Jahre alt, aus Peking; Frau Chen Lirong aus Dalian; Frau Liu Zhenling; Frau Hou Guoning, 58 Jahre alt; Frau Xia Yan; Frau Li Shelian und Frau Zhang Shulan. Dies ist eine unvollständige Liste, es gibt viel mehr Praktizierende, die nicht auf dieser Liste erscheinen. 4. Frau Wang Chunying wurde gefoltert Wang Chunying kam im November 2007 in der Abteilung Nr. 1 an. Sie wurde 16 Stunden lang mit dem „großen Aufhängen” gefoltert, am 7. Oktober 2008 wurde sie 23 Stunden lang mit dem „großen Aufhängen“ gequält. Sie litt später unter gesundheitlichen Problemen und bat darum, zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht zu werden. Dies wurde ihr verweigert. 5. Frau Zhang Yinglin mit dem „großen Aufhängen“ gefoltert Zhang Yinglin wurde drei Tage und zwei Nächte lang mit dem „großen Aufhängen” gefoltert. Sie verlor die Kontrolle über ihre Arme und konnte somit nicht mehr für sich selbst sorgen. Doch Wärter Zhang Chunguan zwang sie zur Arbeit. Er befahl dem Häftling Tang Wei, sie im Baumwollverarbeitungsbetrieb zu überwachen. Die Luft war angefüllt mit Baumwollflaum und Staub, doch Zhang Yinglin bekam weder eine Schutzmaske noch ein Tuch. Ende Dezember wurde sie von den Gefängniswärtern gezwungen, einen weiteren Beurteilungsbericht zu unterschreiben. Ihr Zustand verschlechterte sich aufgrund der Brutalität und sie konnte nicht mehr für sich selbst sorgen. 6. Frau Zhong Shujuan wurde gefoltert Wärter Zhao Guorong folterte Zhong Shujuan mit einem Spezialapparat. Ihr Gesicht, ihre Nase und ihr Mund bluteten, nachdem sie damit mehrmals geschlagen wurde. Weil sie zwei Tage lang verschiedenen Foltermethoden ausgesetzt wurde, hatte sie Schwierigkeiten beim Gehen und erlitt viele Verletzungen. Trotz ihrer Behinderungen wurde sie zu harter Arbeit gezwungen. 7. Frau Lin Junyan wurde gefoltert Lin Junyan wurde im Zwangsarbeitslager Masanjia eingesperrt. Wegen der Folter verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand. Ihr Elektrokardiogramm war unnormal und sie litt unter hohem Blutdruck. Immer wenn sie nicht arbeiten konnte, maßen die Wärter ihren Blutdruck und gaben ihr unbekannte Drogen. Wenn sie die Einnahme verweigerte, dann musste sie zur Arbeit zurückkehren. Am 31. Juli weigerte sich Lin Junyan, den Bewertungsbericht zu unterschreiben. Zhao Guorong befahl dem Wärter Guan Lin, der ungefähr 30-jährigen Drogenabhängigen Zhao Wei aus Shenyang, Yang Dan und Guo Lei (35, aus der Stadt Benxi), sie zu verprügeln. Sie wurde schwer verletzt und litt unter extremen Schmerzen. Am 10. Oktober zerrten drei Häftlinge Lin Junyan in das Büro des Wärters, weil sie sich weigerte, den Bewertungsbericht zu unterzeichnen. Ein Wärter stieß dreimal auf sie ein, so dass sie das Bewusstsein verlor. Als sie zu sich kam, schrie eine Wärterin: „Warum bist du an diesem Schlag nicht gestorben? Wenn das der Fall gewesen wäre, wäre es um vieles einfacher für uns.“ Sie befahl den Häftlingen, ihr gewaltsam unbekannte Drogen einzuflößen. Die Wärter Zhang Chunguang und Zhao Guorong schockten sie mit Elektroknüppeln. Der Knüppel zerbrach und Zhao sagte: „Dafür muss sie bezahlen! Sie muss ihn bezahlen, der Knüppel ist zwischen 160 und 170 Yuan wert.“ Gleichzeitig schlug Zhang Chunguang Lin Junyan und drohte ihr, sie mit dem „großen Aufhängen“ zu quälen. Dann legten ihr die Wärter Handschellen an und machten sie mehr als zwölf Stunden lang an einem Heizungsrohr fest. Sie durfte weder die Toilette benutzen, noch bekam sie etwas zu essen. Sie wurde aber gezwungen, unbekannte Drogen einzunehmen. Fortsetzung folgt. …
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