Veröffentlicht in de.clearharmony.net am: Montag, 2. November 2009      
Den Eigensinn des Selbstschutzes ablegen und wirklich für das Fa verantwortlich sein
Von einem Falun Dafa-Praktizierenden in China

Unlängst bemerkte ich, dass ich die Eigensinne habe, mich zu schützen und mich davor fürchte, verletzt zu werden. Durch diese Eigensinne hörte ich auf, an einem Projekt zu arbeiten, das mit dem Fa in Einklang stand. Manche Praktizierende waren mit dem Projekt nicht einverstanden und andere waren sogar dagegen. Diese Meinungsverschiedenheit beeinträchtigte unsere Fa-Berichtigungsarbeit ernsthaft.

Nachdem ich die neuen Artikel des Meisters studiert hatte, begriff ich, dass oftmals, wenn Mitpraktizierende unterschiedliche Meinungen über Projekte der Fa-Berichtigung haben, die Meinungsverschiedenheit uns nicht abhielt, die Projekte durchzuführen, sondern uns half, die Angst vor Kritik abzulegen, Barmherzigkeit und Nachsicht zu kultivieren und unsere Denkweisen zu läutern, um die Fa-Berichtigungsarbeit gut zu machen.

Wenn Mitpraktizierende unterschiedliche Meinungen ausdrücken, sollten wir nach innen schauen. Wenn wir finden, dass wir Fehler machten, sollten wir sie berichtigen. Wenn wir finden, dass wir Recht haben, sollten wir die gute Arbeit beibehalten. Als ich mein Verständnis mit anderen Praktizierenden austauschte, ermutigten sie mich, mein Verständnis aufzuschreiben und die Erfahrungen und Lektionen, die ich herausfand, zusammenzufassen, damit wir uns als Ganzes erhöhen können. Ich kritisiere keinen einzelnen Praktizierenden; ich beabsichtige nur, Dinge zu erklären. Um Lebewesen zu erretten und noch effektiver miteinander zu kooperieren, lasst uns alle nach innen schauen und einen harmonischen und unbezwinglichen Ganzkörper bilden.

Während der Olympischen Spiele 2008 in Peking, wurden zwei Praktizierende in unserem Gebiet festgenommen und illegal vor Gericht gestellt. Unsere Koordinatoren mobilisierten eine Gruppe, um diese Praktizierenden zu retten. Wir verfolgten Spuren und deckten die Verfolgung auf und verteilten weiträumig Wahrheitserklärungsmaterial, was die Obrigkeiten außerordentlich erschreckte. Gleichzeitig ermutigten wir Praktizierende, ihre Bemühungen, aufrichtige Gedanken auszusenden, zu verstärken und aufrichtige Gedanken in unmittelbarer Nähe der Behörden auszusenden.

Unsere Koordinatoren waren nicht einer Meinung, ob für die verhafteten Praktizierenden ein Anwalt eingeschaltet werden soll. Die Familien der Praktizierenden, ebenfalls Praktizierende, beauftragten einen Anwalt und hatten gute Erfolge bei der Erklärung der Wahrheit. Am Ende jedoch wurden beide Praktizierende dennoch zu sechs bzw. fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Als wir diese Nachricht erhielten, kritisierten einige Koordinatoren die Einschaltung des Anwaltes. Diese Kritik hatte eine riesig negative Auswirkung auf die Praktizierenden, welche die Rettung koordinierten.

Im März 2009 schlugen, als ein anderer Praktizierender verhaftet wurde, einige von uns vor, dass die Familie des Praktizierenden die Freilassung jenes Praktizierenden fordern solle, doch einige Koordinatoren waren gegen diesen Vorschlag, sagten: „Noch nicht einmal Praktizierende können die Freilassung von verhafteten Praktizierenden sicherstellen, wie sollte dies dann die Familie können?“ Andere Koordinatoren drückten ihre Meinungen nicht aus. Damals dachte ich: “Kommt dies daher, weil wir unreine Gedanken hatten, uns auf gewöhnliche Menschen zu verlassen, als wir die Familie des Praktizierenden baten, ihn zu retten?“

Ich fürchtete mich auch davor, es könnte Konflikte verursachen, wenn ich darauf bestünde, es zu tun, ohne Übereinstimmung mit den Praktizierenden. Der Bewahrung des oberflächlichen Friedens wegen und um uns selbst zu schützen, wurde die Rettungsbemühung immer und immer wieder verzögert, bis wir schließlich das Beste verpassten, das Gelegenheitsfenster der ersten zwei Monate für die Rettung jenes Praktizierenden. Die anschließende Rettung war eine passive Bemühung. Hinterher verstand ich, dass der Meister uns bat, die Form der Kultivierung zu wählen, die mit der Gesellschaft der gewöhnlichen Menschen in höchstem Maße übereinstimmt.

Wenn die Praktizierenden illegal verhaftet worden sind, sollten ihre Familienangehörigen deren Freilassung fordern. Das ist die Anforderung des Fa an gewöhnliche Menschen. Wenn deren Familienangehörige dabei nicht erfolgreich sind, sollten wir ihnen die Wahrheit erklären und ihnen helfen, die Stärke zu bekommen, es zu tun und ihnen in ihrem Kummer beistehen. Und so ist nichts Falsch daran, die Familien zu bitten, die verhafteten Praktizierenden zu retten, solange wie wir eine reine Denkweise bewahren. Wenn wir nicht alle Praktizierenden in der Rettungsbemühung koordinieren können, sollten wir dennoch in kleinem Umfang beginnen, anstatt die Rettung zu verzögern.

Die Einschaltung eines Anwaltes, sahen einige Koordinatoren als Erfüllung der Arrangements der alten Mächte an und deswegen sollten wir das nicht tun. Die Familien der verhafteten Praktizierenden (ebenfalls Praktizierende) waren ebenfalls wegen der Anforderungen des Fa in dieser Hinsicht, verwirrt. Ich dachte, wir sollten mit den Rettungsbemühungen beginnen, ungeachtet der Form, die wir wählen, solange unsere Bemühungen dazu beitragen, um Lebewesen zu erretten. Als wir das letzte Mal einen Anwalt einschalteten, erreichten wir ein sehr gutes Ergebnis bei der Erklärung der Wahrheit. Ich dachte, daran sei nichts falsch, weil wir eine reine Denkweise hatten und uns nicht nur auf alltägliche Menschen verließen. Obwohl ich diesen Gedanken hatte, scheute ich mich, dies auszusprechen, weil ich nicht kritisiert werden wollte. Wegen meiner Angst, verletzt zu werden und meines Eigensinns, mich selbst zu schützen, traf ich nicht die richtige Entscheidung und verzögerte die Rettung.

Der im März 2009 verhaftete Praktizierende wurde zweimal vor Gericht gebracht. Die Details waren uns unbekannt und wir verloren eine Chance, das Böse in diesem Gebiet aufzudecken. Wir kannten den Status des verhafteten Praktizierenden nicht und unsere Rettungsbemühungen waren sehr passiv. Auch der Familie des Praktizierenden mangelte es an Zuversicht. Nachdem wir die „Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz zum 10. Jahrestag der Minghui-Webseite“ des Meisters studiert hatten, begriffen wir, dass wir einen großen Fehler gemacht hatten.

Ich habe daran gearbeitet, das Böse in unserem Gebiet bloßzustellen und Flyer und Broschüren für die Wahrheitserklärung zusammenzustellen. Bei dieser Arbeit begegne ich in hohem Maße Druck seitens der Mitpraktizierenden. Einmal stellte ich meine Zusammenstellungsarbeit wegen der Kritik eines Praktizierenden eine Weile ein. Ich dachte: „Dieser Praktizierende kann genau so gut schreiben. Letztendlich spielt es keine Rolle, von wem die Arbeit getan wurde. Wenn du sie tun kannst, dann machst du sie einfach. Wenn du mich brauchst, werde ich kooperieren.“

Dieser Praktizierende stellte einige Dinge zusammen und schickte sie an die Minghui/Clearwisdom Webseite, welche sie ablehnte. Und so verzögerte sich die Produktion der lokalen Flyer für die Wahrheitserklärung um zwei Monate. Später sagte mir ein Praktizierender, dass die Behörden nach der Person fahnden, welche unsere örtlichen Informationsmaterialien zusammengestellt hatte und die Öffentlichkeit aufforderte, alle Flyer, die aufgefunden werden, abzugeben. Ich überdachte die Tatsache, als ich an den Flyern arbeitete, suchten die Behörden nicht nach mir. Als ich jedoch eine Weile damit aufhörte, begannen sie, nach mir zu fahnden. Sagt mir das, ich solle wieder daran arbeiten? Ich tauschte mein Verständnis mit einer Praktizierenden aus und sie dachte auch, ich sollte mit der Zusammenstellungsarbeit weitermachen. Und so fing ich damit wieder an und habe seitdem nicht mehr aufgehört.

Nach dem Studieren der „Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz zum 10. Jahrestag der Minghui-Webseite“ fühlte ich mich zufriedengestellt und dachte, das, worauf ich bestand, war richtig. Bei meiner Zusammenstellung von Wahrheitserklärungsmaterial kamen die größten Ermutigungen von den Minghui Webseiten und natürlich vom Meister. Die Minghui Webseite veröffentlichte meine Zusammenstellungen jedes Mal rechtzeitig. Das stellte für mich eine enorme Ermutigung dar.

Ich denke auch, dass einige Praktizierende in unserem Gebiet immer noch ein falsches Verständnis über die Bloßstellung der Verfolgung von Falun Gong haben. Sie können das Bloßstellen der Verfolgung nicht mit aufrichtigen Gedanken behandeln und denken, dass eine verbreitete Bloßstellung der Verfolgung die Öffentlichkeit erschrecken und dazu führen könnte, dass Menschen sich fürchten, etwas über Falun Gong zu erfahren. Diese Praktizierenden wollen auch den Organraub von lebenden Falun Gong-Praktizierenden durch die KPCh (Kommunistische Partei Chinas) nicht aufdecken. Sie möchten nur bei Projekten mitarbeiten, welche die Tugend von Falun Dafa zeigen. Ich denke, dass dies ein falsches Verständnis ist.

Der Meister sagte in der „Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz in New York 2004“:
Jünger: "Durch die Bemühungen von Dafa-Jüngern in New York, hat sich die Umgebung dort schon sehr verändert. Viele gewöhnliche Menschen haben unsere Vorführungen von Folterszenen und unsere Schautafeln gesehen und sind sehr berührt davon. Es gibt jedoch immer mehr westliche Menschen, die uns sagen, dass sie schon zu viele von den fürchterlichen Bildern gesehen haben, sodass sie uns gegenüber das Mitgefühl schon verloren haben. Ich bitte den Meister uns einen Hinweis zu geben.“

Meister: "Wenn man sagt, dass unsere Vorführungen der Folterszenen irgendwie den Menschen an die Nieren gehen könnten, so sage ich euch, dass das, was wir zeigen, etwas Aufrichtiges ist, die Energie ist auch rechtschaffen und barmherzig. Es kann auf keinen Fall bei den Menschen schlechte Anreize hervorrufen. Ganz im Gegenteil, wenn einer sich unwohl fühlt, dann kommt das bestimmt daher, dass dieser Mensch schlechte Gedanken hat. Jesus, dort blutüberströmt ans Kreuz geschlagen, Hände und Füße von Nägeln durchschlagen, überall strömt Blut, hängt denn das nicht überall? Schauen die Menschen nicht schon seit Jahrhunderten, Jahrtausenden dieses Bild an? Das liegt gar nicht an der Szene selbst. Erleiden die Dafa-Jünger während der Verfolgung nicht etwa die gleiche dämonische Schwierigkeit? Es ist nicht so, dass ihr durch die Kunstwerke böses Zeug darstellt, ihr seid dabei, Menschen zu erretten.“ …

„Eigentlich ist es noch wichtiger, dass wir uns selbst darüber im Klaren sind. Wir machen die Sachen mit einem guten Gewissen, und sollen dabei nicht unsicher sein. Du kannst aber nicht sehen, dass du ein Lebewesen auf dem Weg zur Gottheit bist, (Beifall) deshalb unterscheidest du dich von den gewöhnlichen Menschen, so darfst du nicht von den gewöhnlichen Menschen beeinflusst werden.“

Praktizierende im Ausland haben eine enorme und sehr schwierige Arbeit bei der Bloßstellung der Verfolgung geleistet, von Anti-Folterausstellungen bis zu Nachstellungen aktiver Folter. Im Gegensatz dazu haben einige Praktizierende, die in China schwer unter Folter gelitten haben, eher die grausame Verfolgung nicht weiträumig bloßgestellt. Wollen sie die Verbrechen der KPCh für sie verheimlichen?

Falun Dafa ist gut. Falun Dafa-Praktizierende sind alle gute Menschen. Die KPCh hat Falun Dafa und Praktizierende brutal verfolgt. Eine Aufdeckung dieser Verfolgung bedeutet, die bösartige Natur der KPCh bloßzustellen. Nur durch eine Bloßstellung der Verfolgung können wir den Menschen helfen, zu erkennen, was die KPCh wirklich ist. Dies ist normales und logisches Denken. Ich denke, jeder Gedanke eines Praktizierenden beeinflusst die Lebewesen in seinem Umfeld.

Wenn wir starke aufrichtige Gedanken haben, werden sie alltägliche Menschen verändern. Menschen werden sich mit uns verändern. Wir sollten das Böse bloßstellen und gleichzeitig die Großartigkeit von Falun Dafa zeigen. Nur dann können wir den Menschen helfen klar zu erkennen, dass Falun Dafa gut ist und die KPCh böse.




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Englisch: http://www.clearharmony.net/articles/200910/50998.html



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