Veröffentlicht in de.clearharmony.net am: Freitag, 23. Oktober 2009      
Letztendlich habe ich einen entscheidenden Schritt gemacht
Von Xiaoli, einer Praktizierenden aus Liaoning

Meine Schwester und ich sind beide Praktizierende. Weil wir in Angelegenheiten gewöhnlicher Menschen vertieft waren und ernste Mängel beim soliden Fa-Lernen hatten, wurden wir lange Zeit von persönlichen Spannungen geschüttelt, ohne dass wir wegen Kultivierungsmängeln nach innen schauten. Die bösen Mächte nutzten unsere Lücken aus und meine Schwester wurde verhaftet. Es war eine schreckliche Szene. Mehr als zehn Polizisten umringten meine Schwester, hatten ihre Kameras auf sie gerichtet. In diesem Augenblick wankte mein Herz, wegen meines unzulänglichen Fa-Lernens wurden meine aufrichtigen Gedanken schwach und lasch.

Mein erster Gedanke war, zu verbergen, was in meiner Handtasche war, weil ich fürchtete, ich würde auch entdeckt und mitgenommen werden. In diesem Augenblick konnte ich mich nicht an ein Wort des Meisters erinnern, vergaß aufrichtige Gedanken auszusenden und blieb, meinem Ego völlig ausgeliefert, zurück.

Sie nahmen meine Schwester mit und ließen mich hilflos zurück. Wenn ich in Internetseiten las, wie Mitpraktizierende verhaftet wurden, schmerzte mich dies, doch nicht so sehr, dass es mich schockierte. Niemals hatte ich erwartet, es könnte mir passieren. Ich hatte das Gefühl, der Himmel stürzte ein und ich trug dafür in besonderem Maße Schuld. Ihre Festnahme konnte mir zur Last gelegt werden. Wenn ich nur ein bisschen fleißiger gewesen wäre, mit ihr nur ein wenig mehr über das Fa gesprochen hätte, würde sie in Ordnung sein.

Sie sagte immer zu mir, wir sollten fleißiger sein und mehr das Fa lernen. Andererseits hatte ich das Gefühl, sie sei brüsk und hörte nicht auf mich. Häufig kämpften wir um triviale Sachen. Gab es Reibungen und Konflikte, beurteilte ich Dinge mit menschlichen Anschauungen, fokussierte mich nur auf ihre Fehler und schaute nie sorgfältig auf mich selbst.

Ich weinte pausenlos, redete mir ein, ich hätte sie nicht genügend beschützt. Ich zerfloss völlig in Sentimentalität.

Drei Tage nach der Festnahme meiner Schwester, wurde ihr Mann zur Polizei beordert. Anschließend kam er in mein Haus. Er starrte uns an, verhörte uns, als wäre er selbst ein Polizist und beschimpfte uns. Ich konnte es nicht mehr aushalten. Ich vergaß, was der Meister im Zhuan Falun sagte: “Wenn der Konflikt kommt und das Herz eines Menschen nicht gereizt ist, zählt es nicht und hat auch keine Wirkung, er kann sich dann nicht erhöhen.“

Ich konnte mein Temperament nicht zügeln und geriet in einen Streit mit ihm.

Ich verlagerte alle mit Dafa zusammenhängenden Materialien in das Haus von jemand anderem. Wir nahmen unser Kind und zogen in den Firmenschlafsaal um. Mein Chef und die Kollegen hatten Angst, auch da hineingezogen zu werden. Sogar mein Mann sagte, unter diesem ungeheuren Druck, negative Dinge. Ich versuchte mein Bestes, ihnen die Wahrheit zu erklären. Keiner hörte zu.

Ich beauftragte einen Anwalt, der nach seinem ersten Besuch bei meiner Schwester aufgab. Ich wusste nicht, was ich tun könnte. Als ich völlig am Ende war, rief meine Mutter an, sagte zu mir, ich solle keine Angst haben und dass alle unsere Mitpraktizierenden versuchen würden, zu helfen. Sie beauftragten sogar einen rechtschaffenen Anwalt, der mich in einigen Tagen anrufen werde. Ich war zu Tränen gerührt. Vielen Dank an den barmherzigen Meister und an meine respektierten Mitpraktizierenden – ihr habt mich mit Konzentration und aufrichtigen Gedanken gestärkt.

Einige Tage bevor der Anwalt anrief, bekam ich Angst und rief meine Mutter noch einmal an. Sie sagte, sie werde am übernächsten Tag kommen und mit mir gehen, um die Freilassung der Schwester zu fordern. Ich war voller Angst, wagte nicht nach Hause zu gehen, geschweige denn zu den Polizisten, um die Freilassung meiner Schwester zu fordern. Mitpraktizierende schlugen vor, mit meiner Mutter zusammen meine aufrichtigen Gedanken zu verstärken. Doch mein Herz klopfte immer noch heftig, weil die Drohung des Mannes meiner Schwester mich immer noch beunruhigte, weil er der Polizei alles erzählt hatte und sie kommen würden, um mich zu schnappen. Ich wusste, dies zielt auf meine Angst hin. Ich versuchte, mir Mut zu machen, schaute nach innen, während ich starke aufrichtige Gedanken aussendete.

Das erste Mal ging ich mit meiner Mutter, um die Freilassung meiner Schwester zu fordern, und ich ging trotz der Einwände meines Mannes. Auf dem Weg dorthin, rief er mich an und sagte, dass der Mann meiner Schwester nicht kommen wolle und dass auch wir nicht gehen sollten. Ich bestand darauf, zu gehen. Er rief erneut an, sagte, meine Tochter habe hohes Fieber und ich müsse sofort zurückkommen und mich um sie kümmern. Solch ein Druck und solch eine Störung!

Bevor wir noch in der Gefängnisanstalt eintrafen, schickte mir mein Man eine Textmitteilung: „Ich habe ein ungutes Gefühl bei dem Ganzen. Du solltest davoneilen. Hör doch auf mich.“ Meine Hände wurden feucht. Als meine Mutter meine Reaktion sah, sagte sie: “Du würdest besser zurückgehen.” Augenblicklich flüchtete ich. Im Rückblick erkenne ich, dies alles geschah wegen meiner Angst und dass ich diese Prüfung wieder nicht geschafft hatte. Ich wusste, es ist mein Kultivierungsweg und ich musste diesen Pass überwinden. Später sagte ich zu meiner Mutter, ich würde am nächsten Tag in die Gefängnisanstalt gehen.

Am nächsten Tag gingen wir zusammen zu dem Büro für Öffentliche Sicherheit. Immer noch ein wenig nervös, versuchte ich mein Bestes, mein Herz ruhig zu halten. Der zuständige Beamte war nicht anwesend, doch es wurde erwartet, dass er am Nachmittag zurück sei. Ich blieb in der Nähe und sendete aufrichtige Gedanken aus. Am Nachmittag machten wir unseren nächsten Versuch, doch keiner der zuständigen Beamten war anzutreffen. Ich wurde aufgeregt und sagte, wir würden nicht weggehen, bis wir ihn gesprochen hätten.

Ich erkundigte mich nach der Rechtslage und nach den Gründen, warum sie meine Schwester verhaftet haben, die doch nur versuchte, eine gesündere und bessere Person zu werden. Meine Mutter blieb diesen Abend vor dem Tor des Büros für Öffentliche Sicherheit. Am nächsten Tag kam ich an, noch bevor das Büro offen hatte. Erst als der zuständige Beamte erschien, konnte ich mit meiner Mutter einige Worte wechseln. Er hatte einen sonderbaren Ausdruck im Gesicht. Wir erklärten ihm in aller Ruhe die Fakten und baten dann darum, meine Schwester besuchen zu dürfen. Er entgegnete: "Sie können sie jetzt nicht besuchen, sie wird in einigen Tagen entlassen.“ Wir trauten ihm nicht und konnten nicht warten. Wir trafen uns mit unserem Anwalt und taten, was wir tun sollten. Schließlich machte ich einen Schritt nach vorn. Nach einigen Tagen wurde meine Schwester mit aufrichtigen Gedanken entlassen.

Durch unsere Bemühungen bei der Forderung, meine Schwester freizulassen, erlebte ich die Kraft der aufrichtigen Gedanken und die Stärke des Ganzkörpers. Dank unserem großartigen und barmherzigen Meister, der uns – zwei unwürdige Schülerinnen - nicht aufgegeben hatte. Angesichts der großen Barmherzigkeit des Meisters bei unserer Rettung fühlen wir uns demütig und wir sind ebenfalls dankbar für die selbstlose Hilfe unserer Mitpraktizierenden.






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