Veröffentlicht in de.clearharmony.net am: Dienstag, 9. Juni 2009      
Was macht die chinesische Polizei?
Von einem Praktizierenden aus der Provinz Shandong

Ein vor kurzem weit verbreitetes Thema im Internet war die Geschichte eines Mannes, der 24 Jahre lang versuchte, den Mörder seiner Mutter und seiner Schwester zu finden; seine Familie war dabei zerbrochen und er wurde heimatlos. Es ist die wahre Geschichte über einen Mann, der alle Arten von Schwierigkeiten ertrug, um den Mörder seiner Mutter und seiner Schwester zu finden. Nachdem er nahezu 20 Städte bereist hatte, reichte er schließlich das aufgezeichnete Beweismaterial bei der Polizei ein. Daraufhin wurde der Mörder gefunden. Obwohl es eine berührende Geschichte ist, deckt sie auch die Korruption des Gerichtssystems in China auf.

Es gibt noch mehr Menschen, die versuchen, Gerechtigkeit für ihre Angehörigen zu finden, und für viele Jahre erfolglos bleiben. Viele weitere sind selbst zum Opfer geworden, weil sie Beamte beleidigt haben. Die Polizisten beschützen diese Menschen nicht, sondern werden unter der Kontrolle der korrupten Führerschaft sogar selbst zu Verbrechern. Das macht den Weg für diese Menschen noch viel schwieriger. Ich bin sicher, wenn diese wahren Geschichten in den chinesischen Medien veröffentlicht würden, wären die Menschen schockiert.

Die Verwandten von Chen Zixiu werden immer noch gefoltert

Am 20. April 2000 veröffentlichte The Wall Street Journal einen langen Bericht auf der Vorderseite mit dem Titel „Falun Gong zu praktizieren ist ein Recht, sagte Fr. Chen bis zu ihrem letzten Tag“. Dieser Bericht beschrieb ausführlich, wie die Falun Gong Praktizierende Chen Zixiu aus Weifang, Provinz Shandong, von der chinesischen Regierung zu Tode gefoltert wurde. Ihre Tochter Zhang Xueling, eine leise sprechende Frau, hat im darauffolgenden Jahr, begleitet von ihrem fünf Jahre alten Sohn, alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft, um Gerechtigkeit für ihre Mutter zu finden. Was geschah mit ihr? Sie konnte nicht nur keine Gerechtigkeit für ihre Mutter finden, sondern wurde selbst wegen „Sabotage der Gesetzesausführung wegen Anwendung illegaler Methoden“ angeklagt. Vom öffentlichen Sicherheitsbüro in Weifang, Landkreis Weicheng, wurde sie am 24. April 2001 zu drei Jahren Haft in einem Zwangsarbeitslager verurteilt. Das Urteil wurde ohne legalen Prozess verhängt.

The Wall Street Journal erzählte ihre Geschichte in dem Artikel “Tochter in China folgt einem qualvollen Weg, um Gerechtigkeit zu finden“ und berichtete ausführlich von ihren Erfahrungen „in einem Land wo die mächtigste Organisation, die Kommunistische Partei, über dem Gesetz steht.“

Während der letzten neun Jahre wurden viele Familienmitglieder von Zixiu von der Polizei verfolgt. Ihre Schwester und ihr Schwager wurden wiederholt festgenommen und in Zwangsarbeitslagern inhaftiert und ihr Zuhause wurde durchwühlt. Sie wurden in der Nacht vor dem Beginn der Olympischen Spiele 2008 verhaftet. Ihr Neffe Li Kisangani wurde für drei Jahre in ein Zwangsarbeitslager gebracht. Er befindet sich noch immer im Weifang Gefangenenlager.

Mutter inhaftiert, ihr heimloser Sohn erleidet Not

Cheng Teng ist 20 Jahre alt. Er kommt aus Weifang in der Provinz Shandong. Aufgrund der Verfolgung von Falun Gong Praktizierenden durch die KPCh zerbrach seine Familie. Seine Mutter Sun Xiaomei wurde bereits zum sechsten Mal festgenommen. Seine Großmutter Zhou Chunmei und seine Tante Sun Xiaobo wurden im Jahr 1999 zu Tode gefoltert. Cheng selbst wurde zweimal festgenommen, als er elf Jahre alt war. Mit zwölf wurde er gezwungen, die Schule abzubrechen und mit dreizehn wurde er heimatlos. Die letzten sechs Jahre schlief er auf der Straße und stocherte nach Kohlwurzeln, um etwas zum Essen zu haben. Da er von der Polizei verfolgt wurde, musste er über 60 Mal zu verschiedenen Orten wechseln.
Er sagte: “Meine Mutter wurde sechs mal verhaftet. Ich wurde gezwungen, im Alter von zwölf Jahren die Schule zu verlassen und bin seither umhergewandert. Ich habe meine Mutter seit fünf Jahren nicht mehr gesehen.“

Am 26. März 2009 konnte Cheng Teng als Flüchtling über Thailand in die Vereinigten Staaten gelangen. Dieser junge Falun Gong Praktizierende, der für seinen Glauben an Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht so tragisch gelitten hat, hat letztendlich das Recht, für seine Familie Gerechtigkeit zu suchen. Cheng Teng hofft, dass diese brutale Folter gegen Falun Gong Praktizierende bald endet, und dass die Kinder der Praktizierenden mit ihren Eltern wieder zusammengeführt werden und ihr verdientes Glück genießen können.

Tragödie trifft Zhou Shufengs Familie abermals

Die Falun Gong Praktizierende Zhou Shufeng, 68 Jahre alt, kommt aus dem Dorf Xingshan, Stadt Jiazhuang im Bezirk Anqiu in Weifang, Provinz Shandong. Seit 13. April 2009 wird sie vermisst, ihre Familie weiß nichts über ihren Verbleib. Seit 20. Juli 1999 hat die Familie eine Tragödie nach der anderen erlitten. In den vergangenen zehn Jahren wurde die ganze Familie festgenommen, gezwungen Geld zu bezahlen, und in Zwangsarbeitslager gebracht. Ihr Heim wurde durchwühlt. Ihre älteste Tochter Shu Baolan wurde zu Tode gefoltert. Ihr Ehemann, die zweite Tochter Bao Yun und die jüngste Tochter Bao Li wurden in Gefangenschaft gehalten. Fr. Zhou selbst war gezwungen, ihr Heim zu verlassen und jahrelang von einem Ort zum anderen zu flüchten. Die gesamte Familie hat alle Arten von Drangsal erlebt.

Seit Juli 2006 wurden mindestens 121 Praktizierende aus Weifang von der KPCh zu Tode gefoltert. 2008 wurden 162 Praktizierende aus Weifang zu Zwangsarbeit verurteilt. Am Abend vor der Eröffnung der Olympischen Spiele 2008 wurden über 140 Praktizierende festgenommen. Jeder inhaftierte Praktizierende hinterlässt Eltern, Ehepartner, Kinder, Freunde. Die Angehörigen, deren Anzahl die der Praktizierenden mehrfach übertrifft, schmerzt es tief, ihre Lieben leiden zu wissen. Einige Praktizierende hinterlassen ihre betagten Eltern und einige ihre kleinen Kinder, wieder andere verloren ihr Zuhause und all ihr Einkommen. Doch unter diesem tyrannischen Regime haben sie nicht das Recht, sich zu beschweren oder Gerechtigkeit einzufordern. Es bleiben ihnen nur Tränen und Leid. Für diese menschliche Tragödie ist die Kommunistische Partei Chinas verantwortlich. Die Polizisten wurden zu Schlägertypen und Straftätern. Für ihre eigenen, kurzzeitigen Interessen quälen sie unschuldige Menschen und zerrütten unzählige Familien. Wir rufen die Internationale Gemeinschaft auf, mitzuhelfen, für die Verstorbenen wie Fr. Chen Zixiu, Fr. Zhou Chunmei, Fr. Sun Xiaobo und Fr. Shu Baolan Gerechtigkeit zu erwirken.





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