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Falun Dafa Informationszentrum Deutschland: Zwei weitere von der Olympia-Säuberung betroffene Falun Gong-Praktizierende getötet
Nicht weit entfernt vom Segelwettbewerb wurden Falun Gong-Praktizierende zu Tode gefoltert NEW YORK (FDI): In der Provinz Shandong, Heimat des Segelwettbewerbs der Olympischen Spiele 2008, wurden zwei Falun Gong-Praktizierende vor den Spielen zu Tode gefoltert. Laut Berichten, die das Falun Dafa Informationszentrum erhielt, starben weniger als zwei Wochen vor der Eröffnungszeremonie, Herr Zhong Zhenfu aus der Stadt Pingdu, am 20. Juli 2008, und Frau Liu Xiumei aus der Stadt Zhucheng, am 27. Juli 2008.
Mehr als 8.000 Falun Gong-Praktizierende wurden bei Razzien in den Monaten vor den Olympischen Spielen festgenommen. Laut Informationsquellen durchsuchte Ding Bofeng, der Chef der Polizeistation, am 10. Juli Frau Lius Heim im Dorf Guanzhuandian, ohne irgendwelche rechtsgültige Dokumente vorzuweisen. Frau Liu wurde festgehalten und in das Internierungslager der Stadt Zhucheng gebracht. Als Lius Familie zur Zhucheng Polizeistation ging, um sich über ihre Situation zu erkundigen, wurde ihnen gesagt, dass alles in Ordnung mit ihr sei und sie in ein paar Tagen freigelassen werden würde. Am 27. Juli erhielt ihr Mann jedoch eine Benachrichtigung, dass seine Frau während der Inhaftierung gestorben sei – nur 17 Tage nach ihrer Festnahme. Der Körper von Liu wird im Beerdigungsinstitut in Zhucheng gelagert. Einzelheiten über ihren Tod wurden bis jetzt noch nicht bestätigt.
Die Beamten nahmen ohne Berechtigung drei Praktizierende fest – Frau Xu Aifang, Herrn Wang Yunchong und Herrn Zhong Zhenfu. An diesem Abend wurden deren Arme und Beine an einem „Eisenstuhl” festgeschnallt, und sie wurden so verhört.
Quellen berichten, dass die Wärter Herrn Zhong dann in ein Krankenhaus brachten, in dem ein Arzt sagte, dass die Verletzungen sehr schwerwiegend seien. Um jegliche Verantwortung für seinen kritischen Zustand abzulehnen, entließen ihn Beamte des Internierungslagers zu einem medizinischen Hafturlaub. Während der Zeit von einem Monat, die Herr Zhong im Krankenhaus verbrachte, musste er die Krankenhauskosten in Höhe von 10.000 Yuan selbst übernehmen. Herr Zhong konnte sich von der Folter nicht wieder erholen und starb am 20. Juli 2008, genau acht Jahre nachdem die Verfolgung von Falun Gong begann. Herkunft von Herrn Zhong Zhenfu: Herr Zhong und seine Frau, Zhong Shuhua (56), lebten in dem Dorf Zhongjia, Gemeinde Changle, Stadt Pingdu, Provinz Shandong. Sie begannen im Jahr 1997 mit dem Praktizieren von Falun Gong. Nach dem Jahr 1999, als die Kommunistische Partei Chinas eine landesweite Verfolgungskampagne gegen Falun Gong-Praktizierende einzuleiten begann, wurde das Ehepaar jedoch wiederholte Male festgenommen. Ohne jemals eine Berechtigung vorzuweisen, durchsuchte die Polizei mehr als 50 Mal ihr Heim und beschlagnahmte Besitztümer, die Tausende von Dollar wert waren. Im Jahr 2004, als Frau Zhong zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde, floh Herr Zhong von zuhause, um weitere Verfolgung zu vermeiden.
Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 70 Staaten der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind. Seit dem 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3.050 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.
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