Veröffentlicht in de.clearharmony.net am: Sonntag, 8. Juni 2008      
Mein Verständnis hinsichtlich der morgendlichen Übungen
Von einem Praktizierenden in der Provinz Heilongjiang

Ich bin ein Hochschulabsolvent und mache die Übungen jeden Tag in meinem Studentenzimmer. Im letzten Winter gab es im Bad rund um die Uhr Wasser. Ich stand um 3 Uhr auf, eilte ins Bad und wusch mein Gesicht mit kaltem Wasser und fühlte mich so hinterher nicht schläfrig. Dann machte ich die Übungen und hatte das Gefühl, mein Praktikzustand sei ganz gut.

Seit es nun Frühling ist, steht Wasser nicht mehr rund um die Uhr zur Verfügung. Daher kann ich um 3 Uhr mein Gesicht nicht mehr mit kaltem Wasser waschen. Das in einem Gefäß aufgestellte Wasser vom vorigen Tag ist am folgenden Tag nicht mehr kalt und ich merkte, dass ich mich, nachdem ich mein Gesicht mit diesem Wasser gewaschen hatte, immer noch schläfrig fühlte. Wenn ich die Übungen machte, war mein Geist nicht ganz klar. Ich wurde auch träge und sowohl Qualität als auch Quantität meiner Praktik ließen nach. Ich war ungefähr einen Monat in diesem Zustand. Ich spürte, dass etwas mit mir nicht stimmte und ich einen Durchbruch schaffen musste. Letzte Nacht, als ich die Aufrichtigen Gedanken ausgesandt hatte, dachte ich an andere Praktizierende, welche die Übungen gewissenhaft machten, während ich mich so dahinschleppte. Mir war klar, dass ich mich nicht mehr länger so verhalten durfte und ich musste die Übungen gut machen.

Diesen Morgen, nachdem ich wach wurde, sprang ich aus dem Bett und fing an, die Übungen zu machen. Als ich mich schläfrig fühlte, rezitierte ich Hong Yin II. Nach einer Weile fühlte ich mich gut. Als ich dann meditierte, kamen mir plötzlich Worte des Meisters aus der „Fa-Erklärung in Los Angeles“ in den Sinn:

„Bei den Kultivierenden sind die aufrichtigen Gedanken angesagt. Wenn du sehr starke aufrichtige Gedanken hast, kannst du alles abwehren und alles schaffen. Denn du bist ein Kultivierender, ein Mensch, der auf dem Weg zur Gottheit und nicht von den Faktoren der gewöhnlichen Menschen und von den Fa-Grundsätzen der niedrigen Ebenen einzuschränken ist.“

Ich begriff, dass.ich meine Schläfrigkeit mit dem simplen menschlichen Trick der kalten Gesichtswäsche aus der Welt schaffen wollte. Ich erschrak auch ob meiner menschlichen Anschauung, dass ich schläfrig sein würde, wenn ich zuwenig schlief. Ich fühlte mich tatsächlich schläfrig, weil ich meine Aufrichtigen Gedanken als Praktizierender nicht beibehielt. Die Aufrichtigen Gedanken eines Praktizierenden sind die göttlichen Gedanken einer Gottheit im neuen Kosmos. Sie sind strahlend und kraftvoll. Es ist sehr einfach, Schläfrigkeit mit Aufrichtigen Gedanken zu begegnen... Es sollte so sein, wie das ein kleiner Praktizierender in seinem Artikel über einen großen Buddha beschrieb, der das Böse eliminierte, indem er mit einem flüchtigen Blick all die üblen Faktoren auflöste und es plötzlich licht wurde.. Plötzlich spürte ich, ich war in einer anderen, höheren Ebene. Als ich über Schläfrigkeit nachdachte, bemerkte ich, dass sie völlig verschwunden war.

Aufrichtige Gedanken sind magisch und bedeutsam. Ich schreibe meine Erfahrung auf in der Hoffnung, sie mit anderen Praktizierenden, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, teilen zu können. Das Obenstehende sind meine persönlichen Erfahrungen. Mitpraktizierende, bitte weist mich auf Unangemessenes hin.




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