Veröffentlicht in de.clearharmony.net am: Mittwoch, 7. November 2007      
Pressemitteilung der Falun Gong-Gruppe Bielefeld: Zhongbo Wang aus Herford drohen Folter und Gehirnwäsche
Einladung zur Gerichtsverhandlung gegen Entscheidung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge

Herr Zhongbo Wang vor einem
Restaurant in Herford, in dem er als Koch arbeitet
Am Mittwoch, 7.11.2007, 9:00 Uhr, im
Verwaltungsgericht Minden
Königswall 8
32423 Minden

Herr Wang reiste am 09.10.2001 in die Bundesrepublik Deutschland ein, um in einem Chinarestaurant eine Tätigkeit als Koch aufzunehmen. Seit März 2003 praktiziert er Falun Gong und hat an vielen Informationsständen über die Verfolgung in China in Deutschland aktiv teilgenommen. Er beantragte am 02.09.2004 seine Anerkennung als Asylberechtigter, der Antrag wurde am 11.02.2005 abgelehnt. Dagegen reichte er Klage ein und im Mai 2005 wurde beim Bundestag ein Petitionsantrag für ihn gestellt, der am 15. Dezember 2005 positiv entschieden wurde.

Der Petitionsausschuss des Bundestages ist der Ansicht, „das BAMF sollte aufgrund der drohenden Verfolgungsgefahr des Petenten bei einer Abschiebung nach China das Asylverfahren unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der bereits erwähnten Petition erneut aufgreifen“.

Folteropfer und Freund des Antragstellers Wang: „In China drohen ihm Folter und Lebensgefahr.“

Herr Zhen Wang, Freund des Klägers, bekam in Brakel zwei Hüftprothesen eingesetzt, da er in China gefoltert wurde. Er fürchtet sich um die Sicherheit seines guten Freundes Wang, der in Deutschland bei sehr vielen Falun Gong- Veranstaltungen teilgenommen hat, was Chinas Behörden laut Herrn Wang mittlerweile bekannt ist. Wang Zhen macht sich insbesondere Sorgen aufgrund der aktuellen Berichte über den systematischen, kommerziellen Organraub an Falun Gong-Paktizierenden.

„Ich heiße Zhen Wang, aus Shanghai und lebe in Bielefeld, ich bin ein Falun Gong-Praktizierender und ein Überlebender aus Shanghais Arbeitslager Qingpu. Ich wurde verhaftet, weil ich Falun Gong meditiere, wegen der Folter habe ich jetzt an beiden Seiten Hüftprothesen bekommen. Jetzt raubt die KPCh sogar Organe von lebendigen Falun Gong-Praktizierenden und verkauft sie, um Geld zu machen, als ich ins Lager kam wurde bei mir auch Blut abgenommen, EKG gemacht, aber als ich dann später medizinische Hilfe brauchte, bekam ich keine. Ich hatte nicht darüber nachgedacht, aber es macht Sinn, wenn man den Untersuchungsbericht über Organentnahmen gelesen hat. Jetzt steht diese Entscheidung vom Gericht bevor, einem Falun Gong-Praktizierenden Wang Zhongbo Asyl zu gewähren, oder nicht. Ich bitte um Ihre Hilfe, kommen Sie zum Gericht.“

Familie nach Abschiebung aus Deutschland zerstört – Asyl rückwirkend bewilligt


Am 7. März 2005 wurden die Falun Gong-Praktizierenden Herr Jiang Renzheng und seine Frau Guo Rui mit ihren beiden kleinen Kindern zurück in die wartenden Klauen der Polizei in China abgeschoben.

Zurück in seinem Heimatort wurde Herr Jiang verhaftet und zu 3 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Die Begründung der Ablehnung des Asyls der deutschen Behörden war ähnlich wie die Begründung in Herrn Wang Zhongbos Fall: Sie seien keine „echten“ Falun Gong-Praktizierenden. Nachdem Herr Jiang in China im Arbeitslager gefangen gehalten wurde und seine Frau mit einem der Kinder auf der Flucht vor den Behörden war, wurde im November 2005 rückwirkend Asyl vom Verwaltungsgericht Würzburg bewilligt, aber trotz Einsatz der Bundesregierung konnte Deutschland die Familie Jiang-Guo bis heute nicht zurückholen.

Durch ihre Anwesenheit und Aufmerksamkeit als Prozessbeobachter wird ein faires und öffentliches Verfahren für Herrn Wang Zhongbo gesichert.

Weitere Informationen zum Thema Abschiebung der Familie Jiang-Guo:
http://www.falunhr.org/index.php?option=content&task=view&id=1189&Itemid=0

Weitere Informationen zum Thema Verfolgung von Falun Gong:
http://faluninfo.de/

Bericht über den Organraub:
www.organharvestinvestigation.net



 weitere Artikel zu diesem Thema:





Email editors: editor@de.clearharmony.net
© 2001-2007 ClearHarmony Net