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Schreiben der CIPFG an die deutsche Bundeskanzlerin und den Außenminister
Brief im PDF-Format 27. September 2007 Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, wir schreiben Ihnen in unserer Funktion als Präsidenten der CIPFG (Koalition zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong in China)* von Amerika, Asien und Australien und bitten um Ihre Aufmerksamkeit und Unterstützung für den Gerichtsprozess gegen den in München lebenden Falun Gong-Praktizierenden Herrn Gang Chen. Wir waren erschüttert, als wir von seinem Fall* erfuhren. Weltweit wurden aufrichtige Stimmen gegen den von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) verübten Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden laut. In München hat sich jedoch gezeigt, dass diese Stimme unerwünscht ist. Herr Gang Chen wurde von der Staatsanwaltschaft München angezeigt und erhielt einen Strafbefehl, weil er eine angemeldete und zugelassene Versammlung vor dem chinesischen Konsulat organisiert hatte. Die Teilnehmer demonstrierten mit Plakaten und einer Nachstellung einer Organraubszene gegen die menschenverachtenden Verbrechen des Organraubs in China. Als Begründung für die Erteilung des Strafbefehls wurde angegeben, dass dies eine „Verletzung der diplomatischen Achtungsrechte“ sei. Seitdem die Existenz des Organraubes an Falun Gong-Praktizierenden im März 2006 bekannt geworden war, hat die chinesische Regierung keinerlei Stellungnahme bezogen, weder zu dem Untersuchungsbericht über die Organentnahmen an Falun Gong-Praktizierenden in China von David Kilgour und David Matas, noch zu den Fragen des Sonderberichterstatters der UNO, Manfred Nowak. Die CIPFG hat nach ihrer Gründung (im April 2006) die Kommunistische Partei Chinas aufgefordert, unabhängigen Ermittlern eine Untersuchung des Organraubs in Gefängnissen, Arbeitslagern, Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen in China zu gewähren. Eine derartige Genehmigung ist bis jetzt nicht erteilt worden. Für uns steht außer Frage, dass man diesen furchtbaren Verbrechen nicht tatenlos zusehen darf. Die Falun Gong-Praktizierenden, die ohne rechtliche Grundlage in China eingesperrt sind, können zu jeder Zeit beliebig ausgeschlachtet und getötet werden. Das ist die schlimmste Verletzung der Menschenwürde und der Menschlichkeit. Wir erinnern uns an das Versprechen„niemals wieder“ nach dem Zweiten Weltkrieg. Allen Menschen auf der Welt wird Schaden zugefügt, wenn dieser Holocaust in China - die zur Zeit größte Tragödie der Menschheit – nicht schnell beendet werden kann. Wir hoffen, dass die deutsche Regierung und das deutsche Gericht die aufrichtigen Taten zur Beendigung der Verbrechen des Organraubes unterstützen werden. Hochachtungsvoll Andrew Bartlett, Senator der Demokraten, Präsident der CIPFG, Sektion Australien
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