Veröffentlicht in de.clearharmony.net am: Freitag, 16. März 2007      
Ich war dort gewesen: Interview einer Person mit Nahtod-Erfahrung
Pure Insigth Reporter

F: Erzählen Sie uns ein wenig von sich. Wo sind Sie aufgewachsen, glaubten Sie an Gott oder irgendeine Religion, bevor Sie diese Erfahrung gemacht haben?

1A: Ich bin im südwestlichen Teil der Vereinigten Staaten aufgewachsen. In Texas und Oklahoma. Ich wuchs in einer sehr konservativen christlichen Familie auf. Sehr religiös, wir waren ständig in der Kirche. Aber als ich älter wurde, begann ich das abzulehnen. Als ich etwa 20 war, begann ich, mich für andere Religionen zu interessieren. Und mit 25 hatte ich mein Suchen aufgegeben. Ich dachte, alle Religionen wären langweilig. Und ich hatte wirklich kein persönliches Interesse an Religionen. Ich studierte Religion als eine akademische Angelegenheit und hatte überhaupt kein persönliches Interesse daran.

F: Was haben Sie bei Ihrer Arbeit gemacht?

2A: Ich bin ein Professor für Geschichte an der Universität von Illinois in Chicago. Die Fächer, die ich unterrichte, sind mittelalterliche Geschichte, Geschichte der Religionen und Mystizismus. Ich gebe Kurse zu solchen Fächern.

F: Nun, Sie hatten eine Nahtoderfahrung. Was war passiert?

3A: Ja, es war 1988. Ich war in London, um einen Beitrag zu einer Konferenz zu leisten. Aber zu jener Zeit hatte ich sehr schweres Asthma, und es war ein Tag, an dem die Luftqualität in London sehr schlecht war. Sie gaben wiederholt Warnungen für Leute mit Atemwegserkrankungen heraus, nicht nach draußen zu gehen. Aber als ein Besucher bekommt man solche Warnungen natürlich nicht mit. Jedenfalls war ich draußen. Und mein Asthma wurde schlimmer und schlimmer. Es dauerte nicht lang, und ich war in sehr ernsten Schwierigkeiten.

Ich glaube, ein Krankenwagen wurde zu meinem Hotel gerufen, und ich wurde zu einem nahegelegenen Krankenhaus gefahren. Zur Zeit meiner Ankunft waren meine Lungen in respiratorischem Stillstand. Meine Lungen waren mit Schleim blockiert, und ich konnte nicht mehr atmen. So wurde ich an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Ich lag zwei Wochen lang im Koma. Während dieser zweiwöchigen Periode war ich manchmal an der Schwelle des Todes, das ist passiert.

Es war sehr ernst. Als ich ein Jahr später nach London zurückkam, sprach ich mit den Krankenschwestern und Ärzten. Sie sagten mir, dass sie völlig davon überzeugt gewesen waren, dass ich jeden Moment hätte sterben können. Meine Familie in Oklahoma wurde über meinen Zustand informiert, ihnen wurde gesagt, es sollte jemand nach London kommen, meinen Körper abholen und zurückbringen. Die Behandlungsstrategie beruhte auf der Annahme, dass ich sterben würde. Ich war also in einer sehr ernsten Situation. Meine Lungen waren eine Woche lang vollständig blockiert. Ich hing an einem Beatmungsgerät. Aber selbst das Beatmungsgerät fiel manchmal aus, weil meine Lungen so blockiert waren. Dann mussten sie die Tube auf mich legen und mich von Hand beatmen, um mich am Leben zu erhalten. Nach einer Woche begannen die Lungen wieder zu arbeiten, aber es gab da andere Probleme. Ich hatte schreckliches Fieber und sie wickelten mich in kalte Tücher, um meinen Körper abzukühlen. Ich hatte zu der Zeit so etwas wie Anfälle. Und so war ich während der zweiten Woche noch immer dem Tode sehr nahe. Aber dann nach der zweiten Woche schienen meine Symptome besser zu werden, nur bemerkte man es nicht. Ich glaube sie beschrieben es so, dass es keine spontanen Bewegungen gegeben hatte. Nach dieser zweiwöchigen Periode stellte sich heraus, dass ich vom Nacken herab völlig gelähmt war. Dies war ein großes Problem, als ich aus dem Koma aufwachte. Aber die Erfahrung selbst fand irgendwo in der zweiwöchigen Periode statt. Ich weiß es nicht, ich war ohne Bewusstsein, deshalb kann ich es nicht genau sagen.

F: Was haben Sie dann auf jener Seite gesehen? Beschreiben Sie es uns bitte. Was haben Sie gefühlt?

4A: Gut. Wenn Sie viele Nahtoderfahrungen studieren, werden Sie über Tunnel und solche Sachen Bescheid wissen. Ich erinnere mich an nichts dergleichen. Meine Erfahrungen beginnen tiefer im Todeserlebnis, als sie typischerweise beschrieben werden. Es drehte sich wirklich um das, was man als Lebensrückschau bezeichnet. Die erste Sache, an die ich mich erinnere, war die Anwesenheit an einem Platz. Es war ein nichtssagender Ort, an dem alles in einer Farbe war, eine Art blaugraue Farbe. Es mag der Himmel gewesen sein, oder das Land; alles war einfarbig.

F: Haben Sie dann irgendwelches Licht gesehen, irgendwelche Figuren, haben Sie nicht ein lebendes Wesen gesehen?

5A: Nein, ich habe nichts dergleichen gesehen. Aber an diesem Ort war neben mir, auf meiner rechten Seite, eine Art Lebewesen. Ich habe das Wesen nie gesehen. Aber ich fühlte die Anwesenheit des Wesens. Im weiteren Verlauf fühlte ich das Wesen, aber ich habe nie irgendetwas von dem Wesen gesehen. Das Wesen schien mir sehr groß und mächtig zu sein. Ein Gefühl der Größe und der Mächtigkeit. Es befand sich immer hier auf meiner rechten Seite. Aber ich habe es nie gesehen. So war ich also eine Zeit lang mit dem Wesen an diesem Ort, und dann begann ich damit, was üblicherweise als Lebensrückschau bezeichnet wird. Und es war die bewegendste Erfahrung meines Lebens.

Jetzt denke ich, wenn ich schon früher davon gehört hätte, würde ich denken, dass es vielleicht so etwas wäre, wie das Betrachten eines Filmes über mein Leben. Aber so war es überhaupt nicht. Es war das Wiedererleben meines Lebens. Es war wie wieder dort zu sein. Nicht das Sehen eines Filmes aus der Distanz, sondern das Teilnehmen vor Ort. Was sehr wichtig war während der Erfahrung, waren die Emotionen, die ich fühlte, und die Gedanken, die ich zu der Zeit hatte. Aber diese Erfahrung war nicht nur ein sich selbst wiedererleben, es war ein Erfahren aus drei verschiedenen Blickwinkeln zur gleichen Zeit. Der Verlauf meines Lebens, die Art wie ich mich daran erinnerte, was für Gefühle ich hatte, was ich dachte, was meine Motivationen, was meine Gedanken gewesen waren. Das war alles da. Aber zur gleichen Zeit erfuhr ich, was andere Leute im Kontakt mit mir erfuhren, was ihre Gefühle waren, was ihre Emotionen, ihre Gedanken waren, und das war ein Schock für mich. Tatsächlich zu fühlen, was andere Leute fühlten, so zum Beispiel...

F: Die Lebensrückschau begann also, als Sie sehr jung waren, als Sie sich zum ersten Mal an Dinge erinnern konnten?

6A: Nein, woran ich mich erinnere, ist nicht ein ununterbrochener Lebensablauf, sondern ausgewählte Episoden der Vergangenheit. Ein Wiedererleben, ein Mittendrin sein, alles zu fühlen. Aber dann fühlte ich, was andere fühlten, und das war ein Schock für mich, weil, genau wie in dem normalem Leben, sind die Leute manchmal schwierig, gemein zu einem, eine wahre Qual, und manchmal verliert man einfach die Beherrschung und sagt etwas. Es ist eine Art Boshaftigkeit, aber es ist o.k., sie haben dich wirklich provoziert. Sie haben das hervorgerufen. Also, sogar wenn man etwas Böses sagt, denkst du bei dir, dass es in Ordnung ist, weil diese Person es verdient. Aber dann, wenn du fühlst, was die andere Person fühlt, ändert sich alles, du realisierst die Leiden, die du hervorrufen kannst, wenn du etwas sagst. Sie verursachen den Menschen Leiden, und diese Leiden sind echt. Und indem ich das fühlte, bekam ich eine völlig andere Ansicht von Beziehungen zu anderen Menschen.

F: Geben Sie uns ein paar Beispiele.

7A: Gut, das ist sehr persönlich. Es hat mit der Person zu tun, mit der ich nicht reden kann. Ich hatte eine Frau umworben. Es war einfach eine sehr schwierige Beziehung. Anziehung und doch Schwierigkeit, und manchmal im Eifer der Argumentation sagst du oder tust Sachen, die verletzend sind. Aber zu jener Zeit machen sie Sinn. Aber dann, zu fühlen, was sie fühlt, und die wirklichen Schmerzen zu fühlen, die sie fühlte, machen die Sachen nicht mehr o.k. Was also dabei herauskam, war, dass es nicht in Ordnung ist, andere Menschen absichtlich zu verletzen. Und ich möchte noch sagen, manchmal meint unser Verstand, dass es in Ordnung ist, weil sie es verursacht haben, sie waren bösartig, sie machten Schwierigkeiten. Und du schlägst zurück, und du rechtfertigst es in deinen eigenen Gedanken. Also, diese Sachen wiederzuerleben, und tatsächlich alles zu fühlen, was andere fühlten, ändert einfach alles.

Aber dann gab es noch eine dritte Perspektive. Es gab also meine Erinnerungen, meine Emotionen, mein Empfinden der Gefühle und Emotionen anderer Leute, aber dann auch eine andere Art Sicht von dem, was wirklich passierte. Und was ich dort sah, war ein Grad des Selbstbetrugs in dem ich lebte, von dem ich denke, dass wir alle darin leben, indem wir uns selber betrügen. Wir denken, dass es in Ordnung ist, das zu tun.

F: Können Sie etwas spezieller beschreiben, wie Sie die dritte Perspektive sahen?

8A: Ich kann es nicht, weil alle diese drei Perspektiven exakt gleichzeitig stattfanden.

F: Sie haben also diese verschiedenen Richtungen zur selben Zeit von oben betrachtet?

9A: Nun, eigentlich nicht. Ich habe sie gefühlt, nicht gesehen. Habe sie alle zur gleichen Zeit gefühlt. Meine Gefühle, die Gefühle der anderen Person, und was tatsächlich vor sich ging. Nicht das, was ich über mich selbst sagen würde, oder meine Absichten, natürlich immer gute Absichten. Auch nicht das, was andere Personen über sich sagen würden, immer die guten Motivationen, stattdessen die Wahrheit zu sehen, und zu sehen, wie sehr wir uns selbst belügen, und wie wir Dinge rechtfertigen, die wir nicht hätten tun sollen, aber wir betrügen uns mit dem Gedanken selbst, dass es o.k. sei. Deshalb sah ich wirklich aus dieser höheren Perspektive, dass ich nicht die Person war, die ich dachte zu sein. Dass meine Emotionen, meine Motivationen nicht so gut waren, ich hatte einen bestimmten Grad an Selbsttäuschung, in der ich lebte, und ich fühlte mich schrecklich, fühlte mich erniedrigt, ich fühlte ein Versagen als Person. Auch erinnere ich mich, dass dort ein Urteil gefällt wurde, aber es war mein Urteil über mein Leben. Ich kam zu der Erkenntnis, dass ich versagt hatte, der Mensch zu sein, der ich sein wollte, der ich dachte zu sein. Und ich hatte das sehr schlechte Gefühl, absolut widerlich zu sein. Aber das Wesen war während der ganze Zeit anwesend. Und das Wesen sandte mir diese Information, es ist in Ordnung, du bist nur ein Mensch. Nur ein Mensch? Oh nein, ich nicht. Ich bin mehr als nur ein Mensch. Deshalb bedeutete die Information, nein, es ist nicht in Ordnung. Die Art, wie wir normalerweise leben, ist nicht in Ordnung, weil wir Menschen verletzen, weil wir uns selbst betrügen, aber es ist in Ordnung, weil Menschen gerade so leben. Menschen versagen eben, Menschen machen Fehler, Menschen betrügen sich eben selbst. Deshalb, auf einer Ebene ist es in Ordnung, normal. Aber auf einer höheren Ebene ist es nicht in Ordnung. Wir KÖNNEN es besser machen. Das Wesen gab mir also beruhigende Botschaften derart, dass es „in Ordnung ist, du bist nur ein Mensch, das tun eben Menschen.“ Aber ich wollte es besser machen. Dieser Teil der Erfahrung endete hier.

Der nächste bestand darin, dass mir Dinge gezeigt wurden. Mir wurden Sachen aufgedeckt, über meine eigene Familie, Mutter, Vater, Bruder, Schwester und mich. Und nun verstand ich exakt, wer jeder war. Warum wir so waren, wie wir waren. Das war eine große Befreiung. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich über meine Eltern sehr verärgert. Ich dachte, sie hätten als Eltern sich nicht korrekt verhalten. Jetzt sah ich, dass sie einfach fehlerhafte menschliche Wesen waren, die das Beste taten, was sie mit ihren Begrenzungen tun konnten. Genauso, wie ich war, als ich mich selbst betrachtet hatte. Mein Ärger löste sich so in Luft auf. Und als alles vorüber war, als mein ganzes Leben wieder in Ordnung war, war ich nicht mehr verärgert. Der Schlüssel ist, ich kann jeden in meiner Familie verstehen. Ich kann sie akzeptieren.

F: Haben Sie Ihre Gefühle verstanden – oder Ihre Motive? Ihre Beschränkungen? Auf welche Art haben Sie sie verstanden?

10A: Ich konnte verstehen, wer sie waren, und wer ihr inneres Selbst war. Und ich konnte es akzeptieren. Ich vermute, dass ich ein tieferes Verständnis bekommen habe. Mehr innerhalb ihres seelischen Bereiches. Jetzt waren ihre Taten für mich verständlich und akzeptabel.

F: Bitte geben Sie uns ein Beispiel. Hat Ihr Bruder etwas gesagt oder getan. Falls es irgendwelche Auseinandersetzungen gegeben hat, was waren die Gründe gewesen. Warum können Sie ihr Inneres jetzt sehen?


11A: Ja, mein Bruder war drei Jahre älter als ich. Ich dachte, wir hätten die Schwierigkeiten, die Brüder haben. Was ich verstanden hatte, war das Leiden in ihm selbst, mit dem er zu tun hatte und wie es in gewisser Weise seine Fähigkeiten einschränkte. Er war nicht vollständig, also, er hatte keinen vollständig freien Willen. Weil er auf seine eigenen Leiden reagierte. Deshalb werden viele Dinge, die er getan hatte, verständlich, wenn du seine Leiden, die er fühlte, verstehst. Deshalb, anstatt nur meine Reaktionen zu fühlen, wie er mich geschlagen hatte oder böse zu mir war, verstand ich, dass er ein verletzbares menschliches Wesen war. Und das machte es tolerabel. Nicht ganz, aber seit ich verstanden habe, war die negative Reaktion auf meiner Seite vorüber. So, das betraf alles meine Familie.

Die nächste Phase bestand darin, dass ich mich selbst gefunden habe, dies war in mancherlei Hinsicht das Bemerkenswerteste. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, die Worte fehlen, auf eine Art im Zentrum des Universums sein, draußen im Weltraum. Und überall um mich herum waren Sterne, Galaxien, Nebel, und alles war dreidimensional, als ob ich wirklich im Zentrum des Universums wäre, einfach frei herumfliegend. Und es war atemberaubend, vollkommen, total schön, aber der Schlüssel war, dass ich eine Verbindung fühlte, einen direkten Strahl der Verbindung zwischen mir und jedem einzelnen Objekt in dem Universum, so als ob wir alle Eins wären, wir waren alle miteinander verbunden, wir gehörten alle zusammen. Ich meine, dass das ein sehr bewegendes Gefühl war, eine absolute Verbundenheit mit dem ganzen Universum, mit allem in ihm. Ich war ein Teil davon. Und es war ein Teil von mir. Eben eine Einheit. Das blieb in mir haften, die atemberaubende Schönheit, und die Verbundenheit damit.

In der Phase danach fühlte ich, dass sie mir alles aufdeckten, alle Geheimnisse des Universums. Ich verstand dann alles, ich verstand, warum die Dinge so waren, wie sie waren, dieser Teil ist mir jetzt verschwommen. Es war kein mathematisches Wissen, es war so, dass das Universum Sinn machte. Ich wusste es einfach. Ich wusste die Wahrheit.
Manchmal meine ich, dass ich mich bei bestimmten Sachen an das erinnern kann, ich verstehe dann, was das Richtige zu tun ist, ich fühle, dass ich auf das Wissen, das mir gegeben wurde, zurückgreifen kann. Deshalb war das etwas Unterbewusstes, ein Alles zu Wissen.

Dann in der nächsten Phase, die mehr oder weniger die Letzte war, wurde mir eine Offenbarung der Zukunft gegeben. In Bezug auf mich selbst, besonders in Bezug auf meine Kinder. Zu der Zeit war mein Sohn fünfzehn und meine Tochter zehn. Und mir wurden sehr spezielle Bilder darüber gegeben, was mit ihnen in naher Zukunft passieren wird. Mir wurde klar, dass sie mich brauchen würden. Dass es nötig war, dass ich für sie hier sein musste. Und ich erinnere mich, dass ich zu der Zeit eine Entscheidung getroffen habe, ich wollte zurück gehen, wenn ich gebraucht würde, dann müsste ich zurück gehen. Und dann, zu diesem Zeitpunkt, begann ich wieder, in meinen gelähmten Körper im Krankenhaus zurückzukommen.

So, was habe ich nun aus der ganzen Sache gelernt? Es ist schwer zu beschreiben, aber eine überzeugende Ahnung, dass unser Leben einen Sinn und Zweck hat. Als Ergebnis dessen, was mir gezeigt wurde, gewann ich den Glauben, dass alles was um uns passiert, Bedeutung hat, sogar auch wenn es wirklich schlechte Sachen sind, haben sie Bedeutung. Dass der Zweck unseres Lebens hier ist, als Individuum zu lernen und zu reifen, und dass jede Person verschieden ist, in dem, was sie lernt und wo sie hineinwächst, sie sind nicht alle gleich. Aber ich erkannte, dass ich alles akzeptieren konnte, alles was mir in meinem Leben passierte, sogar die schlechtesten Dinge. Es war jetzt alles in Ordnung. Weil ich verstand, dass es auf eine gewisse Art, die ich nicht erklärten konnte, eine Bedeutung und Wichtigkeit hatte.

Ich erkannte, die wahre Bedeutung des Lebens besteht darin, wie unsere Beziehungen zu anderen Leuten sind. Oh, nicht aus individueller Sicht. Dass es nicht korrekt ist, andere zu verletzen, sogar wenn du denkst, dass sie es verdienen. Und wir sollten wirklich aufstehen, höhere Anforderungen an uns selbst stellen, und dass können wir auch schaffen. Und ich verstand, dass das Universum Sinn macht. Und dass ich...

F: Sinn macht, auf welche Art?

12A: Dass wir nicht einfach hoffnungslose Blätter sind, die im Wind fliegen, dass es bedeutungsvoll ist, was passiert. Und dass unsere Entwicklung und Fortschritt als Individuum wichtig sind.

F: Wie haben Sie Ihre Verbundenheit mit den Sternen gefühlt? Beschreiben Sie es.

13A: Gut, ich habe wirklich gefühlt, dass es da einen Strahl gibt, den ich sehen und fühlen konnte, das war eine Verbindung, Sie können es sich als einen Lichtstrahl vorstellen, und so schmal wie ein Laser, ein sehr schmaler Lichtstrahl, der Sie mit einem Stern verbindet. Und Sie fühlen, dass Sie zu dem Stern gehören, und dass der Stern zu Ihnen gehört. Und das galt für jedes Objekt im Universum. Ich konnte diese Strahlen sehen, diese Laserstrahlen der Verbindung.

F: Es gab einen Strahl. Konnten Sie ihn sehen?

14A: Ich konnte ihn sehen und fühlen.

F: Es gab einen Strahl...

15A: Ja, da waren weiße, kleine dünne weiße Strahlen, die mich mit allem im Universum verbanden.

F: Bezüglich der Zukunft. Sie sagten, dass die Zukunft Ihrer Kinder Ihnen aufgedeckt wurde? Geben Sie uns einfach ein kleines Beispiel, wie es realisiert wurde oder nicht.

16A: Gut. Ich wurde also geschieden. Meine Kinder lebten die Hälfte der Woche bei ihrer Mutter und zur Hälfte bei mir. Mir wurde gezeigt, dass sie einige extreme Schwierigkeiten haben würden. Die Dinge würden für sie schwierig werden. Sie würden mich hier benötigen. Mir wurde gezeigt, dass ich zum Gericht gehen müsste, um etwas zu unternehmen und zu versuchen, ihnen zu helfen. Deshalb, als ich zurück kam, endete es so, dass ich nach Chicago zurückkehrte. Als ich schließlich das Krankenhaus verließ, hatte ich finanzielle Schwierigkeiten, weil meine Versicherung nicht alle Kosten übernahm. Ich war wegen der Ausgaben für die Medizin finanziell am Ende, aber ich begann Geld zu sparen, Geld für das Gericht beiseite zu legen. Und zwei Jahre später traf es wie erwartet ein. Exakt wie mir gezeigt worden war.

F: Sie haben genau gesehen, welches Gericht und den Prozess?

17A: Nicht ganz. Mir wurde exakt die Schwierigkeit gezeigt, das Problem, das mein Sohn mit seiner Mutter haben würde. Und dass er sie verlassen und mit mir leben würde. Auch, dass ich zum Gericht gehen würde, um das Sorgerecht zu bekommen, das war genau das, was dann passierte. Es war fantastisch. Ich meine damit, ich war überzeugt, dass es wahr sei. Deshalb begann ich Geld zu sparen. Aber als es passierte, hatte ich das Geld, so dass ich einen Anwalt beauftragen konnte und zu Gericht gehen konnte. Und mein Sohn kam und lebte mit mir zusammen. Es war exakt, wie es mir gezeigt worden war. Ich war darauf vorbereitet.

F: Warum glauben Sie, dass die Zukunft vorhergesagt werden kann?

18A: Oh, das ist Interpretation. Das ist immer eine schwierige Sache. Ich glaube, dass einige Sachen in unserer Zukunft vorherbestimmt sind, sie werden eintreten. Andere Sachen sind veränderlich, sie hängen von unserer Reaktion ab. Aber allgemein, denke ich, dass der generelle Weg, den wir gehen, vorherbestimmt ist. Und, worum es im Leben überhaupt geht, ist, wie wir auf die Schwierigkeiten reagieren, die auftauchen. Die Schwierigkeit ist vorherbestimmt, die Reaktion ist nicht vorherbestimmt. Deshalb können wir eine Handlung wählen, die hilfreich ist. Die Schwierigkeit ist für uns da, um als Individuum zu wachsen. Oder wir können zurückgehen, wir können vor ihr weglaufen, wir können verweigern, die Schwierigkeit anzunehmen. Deshalb denke ich, in weitem Sinne, ist viel der Zukunft vorherbestimmt. Aber nicht alles. Das zu bestimmen hängt von uns ab. Und das ist es, worum sich das Leben dreht.

F: Sie haben nun über verschiedene Phasen gesprochen. Wie war nun genauer das Timing? Haben Sie gefühlt, dass der ganze Prozess sehr schnell oder sehr langsam war?

19A: Nun, es gibt keine Art es zu beschreiben. Ich hatte schließlich das Gefühl, dass es wirklich so etwas wie Zeit nicht gibt. Zeit ist eine künstliche Welt, die wir erzeugen. Wo ich war, gab es keine Zeit. Alle diese Phasen, über die ich gesprochen habe, ereigneten sich mehr oder weniger zur selben Zeit. Und so kam ich mit dem Glauben aus dieser Erfahrung heraus, dass Zeit nur in dieser Welt existiert, in der wir sind. Da draußen gibt es nicht so etwas wie Zeit. Vielleicht existierte bereits alles dort drüben. Aber in dieser Welt, in der wir leben, sehen wir, dass das Leben sequentiell ist. Und so ist es für diese Existenz notwendig, aber ich glaube, dass es für andere Existenzen nicht wahr ist. Deshalb kann man es nicht als schnell oder langsam beschreiben, und sogar die Art, wie ich es beschrieben habe, trifft nicht ganz zu, weil wir nur in dieser sequentiellen Welt leben. Eine Sache ereignet sich nach einer anderen, deshalb muss ich es auf diese Art beschreiben, stattdessen ist es eine Art Gleichzeitigkeit.

F: Meinen Sie, dass alle Sachen von dem Lebewesen auf Ihrer rechten Seite aufgedeckt wurden?

20A: Nein, sie wurden von mir aufgedeckt, aber das Wesen war bei mir, begleitete mich und tröstete mich auch.

F: Würden Sie das Wesen Gott nennen, oder wie?

21A: Ich nenne es einfach das Wesen, weil ich es nie gesehen habe. Alles was ich sagen kann, ist, dass ich seine Gegenwart gefühlt habe. Die Gegenwart eines Wesens, das groß ist, riesig, und die Anwesenheit von Macht. Deshalb nenne ich es nicht so. Nennen Sie es, wie Sie wollen. Aber ich sage, dass es ein Wesen ist, weil es nur das ist. Mehr zu sagen, würde bedeuten, es zu verändern, weil ich nicht das Gefühl bekam, dass dies Gott war. Es endete aber für mich mit einer Überzeugung, und es macht keinen Sinn, wenn man es logisch beschreiben möchte. Es endete für mich mit der absoluten Gewissheit der Existenz von Gott, aber ich kann es nicht beschreiben.


Englische Version unter: http://www.pureinsight.org/pi/index.php?news=1547





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