Veröffentlicht in de.clearharmony.net am: Freitag, 25. August 2006      
Erinnerungen an die drei Vortragstouren des verehrten Meisters in Australien
Von Qiwen

Am 02. August kam der Begründer von Falun Gong, Meister Li, das erste Mal nach Australien. Zu dieser Zeit praktizierte ich Falun Dafa erst etwas über acht Monate. Ich kann meine Sehnsucht, den Meister zu sehen, nicht in Worte fassen. Ich erinnere mich, der Tag, an dem ich den Meister sah, war der bedeutendste Tag in meinem Leben. Ich empfand solches Glück – eine Art Glücklichsein, die nur schwer in Worte zu fassen ist. Die Erinnerung an dieses Glücklichsein in dieser Zeit, ist immer noch sehr lebendig. Es war so rein, kam aus meinem tiefsten Inneren und erfüllte meinen ganzen Körper. In dieser Zeit gab es auch Gefühle von Nervosität, Aufregung und ein wenig Sorge. Ich war darüber besorgt, dass unsere Vorbereitungen nicht gut genug wären und, dass zu wenig Menschen zu den Vorträgen kämen und der Meister enttäuscht sein könnte.

In jener Zeit existierten in Australien nur zwei Übungsplätze, die sich beide in Sydney befanden. Der eine war im Ashfield Park und der andere im Cabravale Park in Cabramatta. Zu den beiden Übungsplätzen kamen regelmäßig über zehn Praktizierende. Als wir erfuhren, dass der Meister nach Sydney kommen wird, um Vorträge zu halten, dachten wir, es wäre eine angenehme Überraschung, wenn etwa hundert Personen bei den Vorträgen anwesend wären. Wie es sich so ereignete, lag die Zahl der Besucher, die zu den Vorträgen kamen, zwei bis dreimal höher, als erwartet. Tatsächlich, die Kultivierung von Falun Dafa ist außergewöhnlich. Wie können wir mit unserem gewöhnlichen Verstand einschätzen, wie viele Menschen kommen würden, um das Fa (Gebot oder Prinzipien des Falun Gong) zu hören?

Am nächsten Tag gegen 8 Uhr Früh, am 03. August, erschien der Meister am Eingang der Konferenzhalle. Jede einzelne Bewegung des Meisters war so natürlich, anmutig und außergewöhnlich. Der Meister begrüßte alle Helfer am Eingang und gab jedem Einzelnen die Hand. Vor allem sprach er ein wenig mehr mit dem einzigen westlichen Praktizierenden, der zu der Zeit am Eingang mithalf. Ich war so glücklich, übersetzen zu dürfen und spürte, dass der Meister damals so fürsorglich war. Er überdachte sogar viele kleine Details. Später verstand ich, es war die Verkörperung dessen, was der Meister uns lehrte: „Erfüllt von großer Sorgfalt, beim Planen (Überdenken) kleinster Details.“

Zu Beginn seines Vortrages betonte der Meister die Wichtigkeit des Fa-Lernens. Der Meister stand die ganze Zeit, über fünf Stunden lang, während er den Vortrag hielt. Die Mehrheit der Anwesenden waren Anfänger und solche, die noch nicht mit dem Praktizieren begonnen hatten. Die meisten der gestellten Fragen lagen auf der Anfangsebene des Verständnisses des Fa und Antworten auf diese Fragen, können direkt im Zhuan Falun gefunden werden. Jedoch der Meister beantwortete sie ganz geduldig und sehr detailliert.

Bei der Beantwortung der Fragen, sprach der Meister über Shakyamuni:

„Als Buddha Shakyamuni damals auf der Welt war, sagte der Dämon zu ihm: Jetzt kann ich dein Fa nicht sabotieren; wenn dein Fa aber in die End-Fa-Zeit eintritt, schicke ich meine Schüler und Enkelschüler als Mönche in deine Tempel, ich werde dann sehen, was du dann machst! Sofort kamen Buddha Shakyamuni die Tränen. Buddha Shakyamuni konnte natürlich nichts machen. In der End-Fa-Zeit ist schon alles durcheinander. Die End-Fa-Zeit, von der er redete, bezieht sich nicht nur auf die Menschen, nicht nur auf die Tempel, sondern in der menschlichen Gesellschaft gibt es überall Dinge und Menschen, die die Dinge der Menschheit sabotieren.“ („Fa-Erklärung in Sydney 1996“)

Als der Meister diese Worte sprach, bemerkte ich Tränen in seinen Augen. Dies erschreckte mich zutiefst. Ich dachte; könnte es sein, dass der Meister die Schwierigkeiten bei der Errettung von Lebewesen sah und die Schwierigkeiten Shakyamunis bei der Errettung von Lebewesen in seiner eigenen Erfahrung fühlte. Auch meine Augen füllten sich unbewusst mit Tränen. Als ich mich ein Jahr später in China aufhielt, erinnerte ich mich daran und erzählte Mitpraktizierenden davon. Viele von ihnen konnten ihre Tränen nicht zurückhalten.

Seitdem sind viele Jahre vergangen. Auch wenn ich mir jetzt diese Szene in Erinnerung rufe, habe ich immer noch das gleiche Gefühl, so klar, als hätte es sich erst gestern zugetragen. Damals war ich zutiefst berührt und ich empfand solches Mitgefühl mit Shakyamuni und außerdem hoffte ich, dass ich die Sorgen und Lasten des Meisters mittragen könnte. Doch nun habe ich ein anderes Verständnis. Tatsächlich weinte Shakyamuni nicht seinetwegen, sondern um seine Schüler. Und unser Meister weinte um die Lebewesen, die eine solch riesige Karmaschuld tragen.

Nach dem Vortrag reinigte der Meister die Körper aller Anwesenden. Als der Meister den Konferenzsaal verließ, bat ein Praktizierender den Meister um ein Autogramm in seinem Zhuan Falun. Darauf baten viele Menschen um ein Autogramm des Meisters. Es könnte sein, weil viele Menschen damals das Zhuan Falun nicht gelesen hatten. Der Meister kannte ihre Empfindungen und signierte unaufhörlich weiter, bis es dunkelte. Zum Schluss wurde vom Meister und allen Praktizierenden ein Foto aufgenommen.

Ich erinnere mich, dass der Meister auf der Fa-Konferenz an diesem Nachmittag bei einer kurzen Pause nur ein Wenig in eine Flasche gefülltes Wasser trank. Während des ganzen Tages, von morgens bis beinahe abends, sah ich nicht, dass der Meister etwas aß. Neben seinem Vortrag, erfüllte er auch die Bitten der neuen Praktizierenden nach Autogrammen und Bildern. Wenn ich mich jetzt an dieses Ereignis erinnere, habe ich das Gefühl, dass unsere australischen Praktizierenden am glücklichsten waren, doch schäme ich mich gleichzeitig auch ein wenig, wegen ihres Verhaltens.

Als der Meister mit einigen Praktizierenden während seiner ersten Fa-Erklärungsreise in Australien durch Darling Harbour ging, sagte er zu den Praktizierenden, es wäre sehr gut, in Darling Harbour einen Übungsplatz einzurichten. Es gibt sehr viele Besucher dort. Wir erkannten auch, dass wir dadurch das für die Einführung von Falun Gong in Zeitungen ausgegebene Geld, einsparen könnten.

Einige Tage, nachdem der Meister Australien verlassen hatte, fingen ein paar Praktizierende und ich an, an den Wochenenden in Darling Harbour die Übungen zu machen. Dann beteiligten sich immer mehr Praktizierende an den Wochenenden an den Übungen auf dem Übungsplatz. In den vergangenen zehn Jahren, hat dieser Übungsplatz einige Höhen und Tiefen durchgemacht. Spione der kommunistischen Partei Chinas setzten die Autoritäten der Darling Harbour Verwaltung unter Druck, um unsere Übungen dort zu stoppen. Obwohl die Übungen auf dem Darling Harbour Übungsplatz nicht immer regelmäßig stattfanden, wurden sie niemals für lange Zeit unterbrochen. Wir stellten sicher, dass es Praktizierende gab, die zu mindest an jedem Wochenende auf diesem Platz die Übungen machten. Dadurch ist er in den letzten paar Jahren immer stabiler geworden. Viele Praktizierende trugen stillschweigend dazu bei, den Übungsplatz aufrecht zu erhalten. Der Darling Harbour Übungsplatz ist einer der Hauptübungsplätze in Sydney und genauso in Australien. Manchmal beteiligen sich über 200 Praktizierende an den Gruppenübungen dort. Mindestens aber machen 20 bis 30 Leute dort ihre Übungen. Auf dem Darling Harbour Übungsplatz erhielten viele Praktizierende das Fa.

Es war der 24. November 1996, ein Sonntag. Etwa zwanzig Praktizierende machten gegen 22 Uhr, die fünfte Übung zur Verstärkung der göttlichen Kräfte. Aus einem Gefühl heraus öffnete ich plötzlich meine Augen. Ich war völlig überrascht: Der verehrte Meister ging auf uns zu!

Zuerst dachte ich, ich würde phantasieren. Doch sogleich sah ich einen älteren Praktizierenden, der hinter dem Meister hereilte und mir mit Gesten zu verstehen gab: „Steh auf, um den Meister zu grüßen.“ Doch dann sah ich den Meister, der mir signalisierte, mich nicht zu bewegen und die Übung weiterzumachen. So blieb ich also sitzen. Doch ich konnte nicht anders, als erneut auf den Meister zu schauen. Ich sah, wie der Meister sehr rasch und geräuschlos an uns vorüberging. Ich hatte nicht das Gefühl, dass der Meister zu schnell ging, Er ging einfach sanft und leicht. Doch die Praktizierenden hinter dem Meister, folgten Ihm auf dem Fuß und waren doch weit hinter Ihm.

Der Meister stand hinter uns, um den Praktizierenden bei der Übung zuzusehen. Ich hatte die Aufgabe, das Abspielgerät zu bedienen. Wir saßen alle, um die Übung zu machen, doch der Meister stand und beobachtete uns. Ich fühlte mich unsicher. Der Meister war rücksichtsvoll zu den Praktizierenden und wollte unsere Übung nicht unterbrechen. Nach einer Weile dachte ich, dass wir den Meister nicht hinter uns stehen lassen sollten, um auf uns zu warten, wo doch unsere Meditation erst gerade vor zehn Minuten begonnen hatte. Ich raffte meinen Mut zusammen und ging sanft auf den Meister zu. Ich grüßte den Meister und fragte, ob ich die Übung unterbrechen sollte, damit wir uns mit dem Meister treffen können. Mit einem Lächeln sagte der Meister, es wäre besser, die Praktizierenden die Übung zu Ende bringen zu lassen. So musste ich also ebenfalls dort stehen bleiben. Niemand sagte mehr etwas.

Einige Minuten später (die Minuten fühlten sich sehr lange an), brachte ich schließlich den Mut auf und fragte den Meister: „Meister, soll ich sie darum bitten, die Übung abzubrechen?“ Der Meister lächelte wieder. Er schaute zu mir und sagte: „Sie können Aufhören, wenn die Musik aufhört“. Ich dachte nach. Dann näherte ich mich langsam dem Abspielgerät, stellte die Musik leiser und brach sie dann ab. Ich sagte: „Der Meister ist gekommen, um uns zu sehen.“

Mitpraktizierende öffneten daraufhin ihre Augen. Natürlich, viele von ihnen trauten ihren Augen nicht und blickten erstaunt umher. Eine langjährige Praktizierende erinnert sich, dass gerade als sie die Augen öffnete und den Meister im Park auf der Bank sitzen sah, wie er uns alle friedlich ansah, dass sie glaubte den Fashen des Meisters zu erblicken. Als sie dann alle der realen Situation gewahr wurden und begriffen, dass der Meister wirklich gekommen war, scharten sich die Praktizierenden in angenehm überraschter Stimmung schnell um den Meister. Der Meister erklärte das Fa über eine Stunde lang und beantwortete dann unsere Fragen.

Ich hatte immer so ein Gefühl: Als ich den Meister anfangs sah, fühlte ich mich sehr aufgeregt und nervös, verbunden mit einem schwer zu beschreibenden Glücksgefühl. War ich neben dem Meister, war ich ungewöhnlich ruhig und natürlich. Ich dachte, es könnte daher kommen, dass, wenn wir neben dem Meister sind, das gütige Feld des Meisters, eine entsprechende Wirkung auf uns ausübt.

Der Darling Harbour Übungsplatz ist der einzige Übungsplatz in Australien, auf dem meines Wissens der Meister das Fa persönlich lehrte. Es ist auch der einzige Übungsplatz in Australien, der, soweit mir bekannt ist, vom Meister persönlich ausgewählt wurde. Dieser Übungsplatz hat eine wunderschöne Aussicht. Er liegt nahe dem Stadtzentrum im Osten, hat südlich einen großen Springbrunnen, nach Norden hin ein riesiges Seewasserbecken dem Bürgersteig entlang und steht in Verbindung mit der Hauptpassage am Darling Harbour. An jedem Wochenende bilden Fußgänger und andere Besucher einen ununterbrochenen Strom.

In dem Gebiet, wo wir unsere Übungen machen, gibt es verschiedene Baumreihen. Der Erdboden ist sandig, was sonst in Darling Harbour schwer zu finden ist. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, sah es oft nach Regen aus, wenn es Zeit für unsere Übungen war, doch es regnete nicht. Gewöhnlich fiel Regen, nachdem wir unsere Übungen beendet hatten. Viele junge Praktizierende sahen (mit ihrem geöffneten Himmelsauge), dass vor einigen Jahren die Körper von manchen Praktizierenden durchsichtig waren. Noch öfter sahen sie, dass sich ein riesiger Falun über den Bäumen drehte. Sie sahen auch den großen Fashen (Gebotskörper) des Meisters. Einige Meter hinter dem Übungsplatz gibt es einen großen Meerwasserpool, der mit dem Hafen verbunden ist. Viele Lotosblumen schwimmen im Wasser und sehen sehr schön aus, wenn wir unsere Übungen machen. Die jungen Praktizierenden kennen viele wunderbare Geschichten über den Darling Harbour Übungsplatz.

Ganz gleich welche Jahreszeit gerade ist, haben wir, nachdem wir unsere Übungen beendet haben, immer ein glückliches und wunderbares Gefühl. Solltest du jemals die Gelegenheit haben, nach Sydney zu kommen, vergiss bitte nicht, am Wochenende von 9 bis 11 Uhr vormittags an den Übungen auf dem Darling Harbour Übungsplatz teilzunehmen.

Die Nachricht, dass der Meister persönlich zum Darling Harbour Übungsplatz gekommen ist, verbreitete sich ganz rasch. Viele Praktizierende hofften, den Meister sehen zu können. Der Meister versprach, dass dies möglich sei. So traf der Meister die australischen Praktizierenden am Abend des 26. November 1996 noch einmal. Das Treffen fand im Masoniczentrum in der Innenstadt von Sydney statt. Die Zahl der Praktizierenden, die zu der Fa-Erklärung erschienen waren, betrug schätzungsweise mehr als 600. In der kurzen Zeitspanne von drei Monaten, als der Meister das Fa in Sydney das erste Mal erklärt hatte, war die Zahl der Praktizierenden in Australien rasch gewachsen. Am Abend stand ich am Eingang zur Vortragshalle, um mich um die Menschen, die zur Konferenz erschienen, zu kümmern. Ich hatte einen Eigensinn. Ich hoffte immer, der Meister würde mir die Hand geben. Doch war ich nicht so dreist und tat Dinge nicht eilig. Ich sagte zu mir: „Es wäre wirklich wunderbar, wenn mir der Meister die Hand geben würde.“

Der Meister traf pünktlich ein. Er schien meine menschliche Anschauung zu durchschauen. Der Meister lächelte großzügig und streckte mir seine Hand entgegen. Die sanfte warme Hand des Meisters haltend, war ich sprachlos vor Glückseligkeit. Doch nun schäme ich mich deswegen, weil ich damals diesen Eigensinn hatte. Der Meister geht immer rücksichtsvoll und achtsam mit den Gefühlen anderer um.

In dieser Fa-Erklärung hat der Meister sehr viel gesprochen. Wenn ich mich recht erinnere, war es das erste Mal, dass ich den Meister über die Schichten der Strukturen des Kosmos sprechen hörte. Und ich fing an zu begreifen, dass Falun Dafa etwas unvorstellbar Unermessliches ist. Wie der Meister andeutete, ist das so Unermesslich, dass es nur schwer mit Worten zu beschreiben ist. Ich erinnere mich auch, dass ein Praktizierender aus Südaustralien eine Frage stellte, über die Situation der Verbreitung der Kultivierungspraktik in China. In der Antwort erwähnte der Meister, dass es in China bereits 100 Millionen Praktizierende gebe. Als die Zeit, in welcher wir den Raum für das Treffen reserviert haben, zu ende ging, wollten viele Praktizierende noch länger mit dem Meister zusammen sein und hofften, der Meister würde noch länger reden. Der Meister deutete an, die reservierte Zeit sei abgelaufen und wenn wir die Zeit überschritten, müssten die Praktizierenden eine höhere Nutzungsgebühr bezahlen. Er schlug vor, die Veranstaltung am Besten rechtzeitig zu beenden, um die finanzielle Belastung der Praktizierenden nicht in die Höhe zu treiben. Das ganze Verhalten des Meisters drückte seine Rücksichtnahme auf die Praktizierenden aus.

Am 02. und 03. May 1999, fand die “Australische Falun Dafa Erfahrungsaustausch-Konferenz“ im Internationalen Tagungszentrum in Darling Harbour statt. Es nahmen, über 2.700 Praktizierende aus aller Welt teil. Der Meister erschien auf der Konferenz. Nachdem der „25. April-Appell“ eine Woche vor der Konferenz stattgefunden hatte, ersuchten viele Reporter aus China und anderen Gebieten um ein Interview mit dem Meister. Einige Reporter hatten schlechte Absichten, ganz besonders ein Reporter eines chinesischen Magazins in Hong Kong. Dieser Reporter trickste uns aus, um an ein Bild heranzukommen, in welchem Praktizierende eine Gruppenübung ausführten und chinesische Schriftzeichen bildeten. Er bearbeitete das Bild nach und veränderte bösartig die Worte "Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht" in andere Schriftzeichen. Dieses (gefälschte) Bild wurde in dem Magazin immer und immer wieder veröffentlicht.

Verschiedene Praktizierende die das Fa schon vor einer längeren Zeit in Australien erhalten hatten, trafen damals den Meister. Als wir uns setzten, bemerkte ich, der Meister schaute jeden von uns, einen nach dem anderen, an und nickte dann. Der Meister sagte nichts. Ich wagte auch nicht zu fragen. Ich vermutete, es könnte etwas mit dem Kultivierungszustand eines jeden Praktizierenden zu tun haben. Auch als ich darüber nachdachte, traute ich mich nicht zu fragen. Ich befürchtete, der Meister würde sagen, dass ich mich nicht gut kultiviert hätte.

Ich erinnere mich, dass der Meister uns sagte, er selbst sei erst vor kurzem nach Sydney gekommen. Er ging jenen Samstagmorgen zu dem Darling Harbour Übungsplatz, sah aber niemanden, der dort Übungen machte, so sei er weggegangen. Als ich dies hörte, empfand ich tiefen Schmerz und Reue. Ich bedauerte sehr, dass ich mich nicht besser um den Übungsplatz gekümmert hatte, als es andere Praktizierende getan hatten. Ich war sehr traurig, dass wir nicht es nicht besser gemacht hatten, um auf diesem speziellen Übungsplatz kontinuierlich zu praktizieren.

In den letzen Jahren, wurde das Praktizieren auf dem Darling Harbour Übungsplatz kontinuierlich weitergeführt. Dank an alle Praktizierenden, die in aller Stille durchgehalten haben.

Am Abend des 03. Mai, nahm der Meister mit einigen Praktizierenden sein Dinner ein, als die Konferenz zu Ende gegangen war. Der Meister war damals sehr ernst, so dass sich alle anderen auch schwer fühlten. Weil niemand mit dem Essen anfing, lächelte der Meister und forderte uns zum Essen auf. Der Meister selbst, aß sehr wenig. Zwei Monate später setzte die kommunistische Partei Chinas, die breit angelegte Verfolgung der Falun Dafa-Praktizierenden in Gang.

Ich habe den Meister verschiedene Male sehr nahe erlebt. Oft sah ich den Meister in einem kurzärmeligen Hemd, das sehr sauber, jedoch verblasst aussah. Der Meister trug immer dieselbe Kleidung, die jedoch sehr sauber war. Seine Nahrung war noch einfacher. Ich habe auch oft gehört, dass Mitpraktizierende aus China solche Dinge erwähnten.

Mein Eindruck ist: Neben dem unermesslichen und grenzenlosen Fa, haben wir auch zahllose Dinge aus dem Verhalten des Meisters zu lernen.

Die obenstehenden Erinnerungen wurden so wahr, als möglich, auf der Grundlage dessen, was ich gehört, gesehen und erlebt habe, in Worten ausgedrückt. Es sind nur einfache und aufrichtige Worte für solch wertvolle Erinnerungen angemessen.





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