Veröffentlicht in de.clearharmony.net am: Freitag, 19. Mai 2006      
Erinnerungen an Lehrer Li

Mitpraktizierende haben Artikel über Falun Gong-Seminare geschrieben, die an die Seminare des Gründers von Falun Gong, unseren Meister Li Hongzhi, in Chengdu in der Provinz Sichuan, erinnern. Mit diesem Bericht möchte ich ergänzend über das berichten, was ich dort persönlich gesehen habe.

Am 29. Mai 1994 sind wir nach Niuwangniao in Chengdu gekommen. Als wir durch die Straße Zidongzheng gingen, hörten wir, dass der Meister in Chengdu ein Seminar abhielt. Damals war alles, was wir vom Meister wussten, dass er Qigong lehrte, und wir hatten keine Ahnung, dass er das Buddhagebot lehrte. Ich hatte es wie gewöhnlich immer sehr eilig und war das ganze Jahr mit Arbeit beschäftigt. Zufällig hatte ich in dem Augenblick gerade ein wenig Zeit übrig. Daher war ich in der glücklichen Lage, dass ich an einem Neun-Tage-Seminar teilnehmen konnte, in dem der Meister persönlich das Fa lehrte (Gebote oder Grundsätze von Falun Gong). Das war wirklich eine Vorherbestimmung.

Am zweiten Tag sah ich, dass der Körper des Meisters ein Glühen von drei Metern Durchmesser ausstrahlte. In der Mitte war ein Transparent aus sehr dichter Energie. Außen herum befand sich ein Lichtkreis, der an einen Regenbogen erinnerte. Noch weiter weg war ein farbiges Leuchten zu sehen. Es war außerordentlich rein und schön. Zu beiden Seiten des Meisters sah ich vier oder fünf erleuchtete Menschen sitzen. Dicht bei ihnen stand ein großer erleuchteter Mensch, an jeder Seite einer mit einer Reihe erleuchteter Figuren, in der Form goldenen Lichtes, hinter ihm. Vor dem Meister saßen vier kleinere Menschen mit Hüten.

Eine Praktizierende, ungefähr Mitte der dreißiger Jahre, saß vor mir. Sie hatte einen Kreis roten Lichts von 1 ½ Metern Durchmesser um den Kopf herum. An seinem Rand befand sich ein rötliches Licht, so wie man es auf Bildern von großen Bodhisattvas sehen kann. Der Unterschied war nur, dass der Kreis auf den Bildern bläulich oder weißlich aussieht. Der Kranz dieser Praktiziereden aber war rötlich. Ihre Tochter, die neben ihr saß, sah mich immerfort an. Ich fragte: “Warum siehst Du mich so an?“ Sie antwortete: “Ich habe hier ein Auge bekommen,“ wobei sie auf einen Punkt, ein wenig über ihrem Mittelpunkt zwischen beiden Augen, zeigte.

Der Meister lebte sehr einfach. Eines Morgens sah ich ihn zum Kurs gehen, er aß ein Brötchen. Er war ganz schlicht gekleidet, weißes Hemd und blaue Hose, beides angemessen neu.

Eines Nachmittags kam er ein wenig früher. Er ging in das Haus, in dem ältere Praktizierende wohnten. Dort wohnte auch ich. Ich sah den Meister kommen, während ich mich im Flur befand und grüßte den Meister; ich machte die Heshi-Geste zum Meister. Als die Praktizierenden bemerkten, dass der Meister da war, wuschen sie einige Pfirsiche, um sie ihm in einer Schale anzubieten. Der Meister aß einen, hielt den Rest in der Hand und berührte sie alle, dann legte er sie wieder in die Schale. Da ich den Meister nicht stören wollte, trat ich nicht in das Zimmer ein, solange er dort war, sondern erst danach. Ältere Praktizierende sagten: “Der Meister hat einen gegessen, die andere hat er alle berührt. Sie sind gesegnet.“ Ich meinte: “Das sind Buddha-Früchte. Iß sie auf und Du wirst eine Buddha-Stellung erhalten.“ Da teilten wir uns die Pfirsiche und aßen sie auf.

An einem Sonntag waren wir bereit, zum Baoguang-Tempel zu gehen, als wir hörten, dass der Meister auch dorthin gehen würde. Weil wir Ihn nicht stören wollten, beschlossen wir, erst am Nachmittag zu gehen. Mitpraktizierende erzählten uns, dass das Buddha-Licht des Meisters an jenem Tage ganz besonders stark und schön gewesen sei. Einige hundert Arhats (in anderen Räumen) hätten ihn mit Handgesten begrüßt. Er stand an einem bestimmten Punkt im Tempel ein wenig länger. Nach Aussagen eines Praktizierenden, dessen Himmelsauge geöffnet war, sprach dort ein Buddha mit ihm. Der Meister sagte den Praktizierenden so etwas wie: „Ihr habt gutes davon, dass Ihr heute mit mir hierher gegangen seid.“ Einer der Praktizierenden hatte am Morgen schwarzes Qi auf dem Rücken. Als er zurückkam, war es verschwunden. Er fühlte auch, dass etwas lichtähnliches aus ihm herausstrahlte. Er hatte also tatsächliches Gutes dadurch bekommen. Als wir am Nachmittag zum Tempel gingen, spürten wir, dass etwas anders war als sonst. Es war friedlicher und reiner geworden.

Der Meister sagt im Zhuan Falun:
„ Nachdem ich gestern die schlechten Dinge von eurem Körper weggenommen habe, fühlten sich die meisten von uns ganz leicht am Körper und sehr wohl. Aber in diesem unserem Kosmos gibt es einen Grundsatz: Ohne Verlust kein Gewinn. Es kann nicht alles für dich weggenommen werden, es ist keinesfalls erlaubt, daß du kein bißchen erträgst. Das heißt: Die grundlegenden Ursachen für deine Krankheiten und deine schlechte Gesundheit haben wir für dich schon weggenommen, aber du hast noch ein Krankheitsfeld. Wenn das Himmelsauge auf sehr niedriger Ebene geöffnet ist, sind in deinem Körper Massen von schwarzem Qi, dem trüben kranken Qi, zu sehen. Es sind auch verdichtete Massen von schwarzem Qi mit großer Dichte; wenn sie sich auflösen, werden sie deinen ganzen Körper erfüllen.....“

Das war tatsächlich der Fall. Als der Meister meinen Körper in Ordnung brachte, sah ich, dass schwarze Klumpen Qi einer nach dem anderen, aus meinen inneren Organen heraus quoll. Es gab eben zu viel davon. Als der Meister mein Gehirn in Ordnung brachte, tat mir der Kopf schrecklich weh und ich sah, dass sich ein großes Rad in und um den Kopf herum schnell drehte. Ich hörte sogar das Geräusch des Drehens. Nachts sah ich dann einen Klumpen weißen Materials, in Form einer Schale, auf meinem Kopf. Es strahlte weißes Licht aus, das mir über den ganzen Körper lief und mir ein angenehmes Gefühl verschaffte.

Zum Schluss des Neun-Tage-Seminars in Chengdu machte der Meister eine Reihe von Handgesten. Dann stand er vor dem Podium und sagte zu seinen Begleitern: “Wenn ihr es versteht, dann versteht ihr es.“ (das bezog sich auf die Handgesten). Ich verstand sie nur leider nicht. Der Meister war bereit, wegzugehen und die Praktizierenden wollten ihn nicht gern gehen lassen. Mancher brach in Tränen aus. Es war eben alles so großartig, was der Meister uns gelehrt hat. Unsere Herzen waren wirklich sehr berührt. Das Wohlwollen und die Friedfertigkeit des Meisters und sein geduldiges Lehren, würden wir niemals vergessen können. Wir konnten unsere Wertschätzung und unsere Dankbarkeit gar nicht in Worte fassen und dem Meister gegenüber ausdrücken. Uns blieb nur die Geste des Beifalls.

Wir konnten unsere Dankbarkeit nur dadurch ausdrücken, dass wir ihm immer wieder Beifall klatschten. Dann erhob der Meister seine rechte Hand und machte mit der Linken drei Kreise, dreimal in Richtung der Praktizierenden, seine Hand vorschiebend. Ich sah, wie sich ein 10 cm großes goldenes Licht aus seiner Handfläche ergoss.

Der Beifall explodierte aufs Neue und wollte nicht enden.

Die Ebene meines dritten Auges war eher niedrig. Das ist alles, was ich sah. Ich bin sicher, dass dort noch mehr wunderbare Dinge zu sehen waren; aber ich konnte diese nicht erkennen.




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